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TV 87 Stadtoldendorf

1. Herren

1. Herren

hintere Reihe (v.l.n.r.): Trainer Thomas Brandes, Jürgen Bätjer, Björn Schubert, Dominik Niemeyer, Timo Heiligenstadt,
Florian Backhaus, Fachwart Jens Huckauf
mittlere Reihe (v.l.n.r.): Manager Volker Gnioth, Magnus Wegener, Tobias Mieleke, Sebastian Stenzel, Jobst Tschirch,
Marc Rettig, 1. Vorsitzender des Fördervereins Erhard Schrader
vordere Reihe (v.l.n.r.): Geschäftsführer der Sportmarketing GmbH Dirk Adler, Florian Glombik, Markus Bartsch, Swen Herrendörfer, Tobias Walter, Physiotherapeutin Martina Schaper-Hörning, 2. Vorsitzender des TV Klaus Grewe

Es fehlen: Jens Klingemann und Jan Ahlers

 

Aktuelle Spiele und Tabelle

Steckbriefe (über die Liste unten sind die Steckbriefe der einzelnen Spieler direkt aufrufbar)

Die Mannschaft

12
Sven Herrendörfer TW Neuzugang von TSG Altenhagen/Heepen (Oberliga)
22
Markus Bartsch TW  
1
Martin Nolte TW  
10
Dominik Niemeyer RL  
11
Jobst Tschirch RM Neuzugang vom VFL Hameln (Regionalliga)
6
Florian Backhaus KM  
17
Björn Schubert RR Neuzugang von TG Hann. Münden (Regionalliga)
18
Timo Heiligenstadt RR/RM/RL  
13
Magnus Wegener RM  
9
Jens Klingemann RR  
8
Jürgen Bätjer KM Neuzugang von Eintracht Hildesheim (2. Bundesliga)
15
Tobias Mieleke RA  
20
Tobias Walter RA/RR  
21
Florian Glombik LA  
4
Sebastian Stenzel LA  
5
Jan-Christoph Ahlers RA  
23
Marc Rettig KM Neuzugang von HSG Nörten-Angerstein (Verbandsliga)
27
Marcel Jastram LA  
     

Trainer: Thomas Brandes, Neuzugang von TSV Hannover-Anderten (Regionalliga)

Physiotherapeutin: Martina Schaper-Hörning

Manager: Volker Gnioth

Abgänge:

Ingmar Rusch
Sebastian Froböse
Tobias König
Michael Hensel
Sonja Nolte

Homburgstädter beenden Saison mit Platz vier
TV 87 siegt mit 36:30 (15:11) gegen Absteiger MTV Obernkirchen (22.05.07)

Der TV Stadtoldendorf hat den letzten Kraftakt der Saison erfolgreich gemeistert und sein letztes Heimspiel gegen den MTV Obernkirchen mit 36:30 (15:11) gewonnen. Nach Rang sieben und sechs in den vergangenen Oberliga-Jahren erreichen die Homburgstädter somit den vierten Tabellenplatz und erneut das beste Saisonergebnis der Vereinsgeschichte.
"Mit der TG Münden steigt ein würdiger Meister auf", erkannte TV-Manager Volker Gnioth die überragende Leistung des Aufsteigers an und zog gleichsam ein zufriedenes Fazit für den TV Stadtoldendorf. "Man sieht, dass wir auf einem positiven Weg sind. Wir haben uns seit Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und keine Rückschritte gemacht". Obwohl es für die Homburgstädter am letzten Spieltag nur noch um die goldene Ananas ging, bemühten sich alle Spieler gegen den MTV Obernkirchen um einen versöhnlichen Saisonabschluss. "Wir waren den Fans und uns selbst noch etwas schuldig", meinte Spielertrainer Jürgen Bätjer. "Alle haben sich am Riemen gerissen und noch einmal ihr Potenzial abgerufen. Leider war das während der Saison nicht immer so".

Vor allem Sebastian Stenzel zündete zu Beginn der ersten Halbzeit mit vier Treffern ein kleines Feuerwerk und brachte sein Team mit 6:2 (7. Minute) in Front. Lediglich beim 7:7 (18.) und 9:9 (21.) konnte der MTV Obernkirchen noch einmal aufschließen, bevor sich die Homburgstädter endgültig absetzten. Bereits in der ersten Halbzeit sahen die MTVer Thorsten Schwitzer und Stephan Eick den roten Karton, was dem dünn besetzten Team um Spielertrainer Saulius Tonkunas jegliche Chance auf den Sieg und den Klassenerhalt nahm.

Wie zuletzt gegen Celle und Duderstadt leistete sich der TV 87 dann jedoch vor allem in Halbzeit zwei viele technische Fehler und Einzelaktionen. Doch auch der MTV Obernkirchen agierte erschreckend harmlos und blieb über die gesamte Spielzeit chancenlos. Tobias Mieleke und auch Markus Bartsch wurden nach ihrer Einwechslung mit lauten Fangesängen bejubelt. Für beide war es der letzte Auftritt im TV-Dress. Durch das 36:30, das durchaus noch höher für den TV 87 hätte ausfallen können, muss der MTV Obernkirchen nun gemeinsam mit dem MTV Braunschweig für die Verbandsliga planen. Der TSG Emmerthal gelang Dank eines Sieges über die HSG Northeim und dem besseren Torverhältnis der Klassenerhalt.

Neben Tobias Mieleke (Karriereende) und Markus Bartsch (Wechsel nach Dingelbe) wurden auch Marc Rettig (TV 87 II) und Kestas Zalandauskas (Spielertrainer beim TV Großenmarpe) nach der Partie feierlich mit Präsenten verabschiedet.
Alle anderen Spieler bleiben dem TV Stadtoldendorf in der neuen Saison erhalten.

"Ich habe an alle appelliert, ihre Verträge zu erfüllen. Es ist wichtig, dass uns die Spieler erhalten bleiben, denn auch die nächste Saison wird durch den Abstieg des SV Alfeld und des Lehrter SV sehr spannend", so Gnioth.

Am 3. Juli soll mit der Vorbereitung für die neue Saison unter Trainer Roland Schwörer begonnen werden.

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch, Ingmar Rusch - Sebastian Stenzel (6/1), Jan Ahlers, Jürgen Bätjer, Dominik Niemeyer (7/1), Jobst Tschirch (4), Magnus Wegener (3), Tobias Mieleke (2), Björn Schubert (8), Timo Heiligenstadt (1), Tobias Walter (1), Florian Glombik (2), Marc Rettig (2), Kestas Zalandauskas.

MTV Obernkirchen:
Oliver Kroh - Aziz Boutaba (4), Stefan Bergmann (1), Peter Gerfen (13/3), Thorsten Schwitzer (2), Michael Eisenhauer (1), Carem Griese (5), Stephan Eick (1), Jan Krüger, Saulius Tonkunas (2).

Text: Julia Schwekendiek (TAH), Fotos: Fabian Bönisch

Homburgstädter verlieren im "Endspiel" um Platz drei
TV Stadtoldendorf unterliegt TV Jahn Duderstadt mit 28:34 (14.05.2007)

Ist die Luft schon raus beim TV Stadtoldendorf? Wie gegen den MTV Celle folgte auch beim letzten Auswärtsspiel gegen den TV Jahn Duderstadt nach einer souveränen ersten Halbzeit der Einbruch im Spiel der Homburgstädter. Mit 28:34 (14:12) mussten sich die Handball-Herren um Spielertrainer Jürgen Bätjer im "Endspiel" um Platz drei geschlagen geben.
"Dabei hätten wir das Spiel gar nicht verlieren müssen", urteilte TV-Manager Volker Gnioth. Schließlich habe sein Team sehr wohl um jeden Ball gekämpft und sich seine Chancen erarbeitet. Gescheitert sei die Partie jedoch an der Auswertung dieser Möglichkeiten. Während Jürgen Bätjer zu keinem Kommentar bereit war, sprach Volker Gnioth von einem verdienten Sieg für die Gastgeber, die nun den TV Stadtoldendorf in der Tabelle auf Rang vier verwiesen haben.
"Duderstadt hat über die gesamte Zeit hinweg sehr stark gespielt. Wir haben es im Gegenzug nicht geschafft, die gute Leistung aus der ersten Halbzeit über 60 Minuten durchzubringen", so Gnioth. Zu Beginn stimmte die Einstellung bei den Homburgstädtern, fast durchgängig lag das Team mit einigen Toren in Führung. Swen Herrendörfer und Ingmar Rusch, der für den verletzten Markus Bartsch eingesprungen war, hielten den Stadtoldendorfer Kasten weitgehend sauber. Nach der Pause geriet der TV 87 beim 16:17 (35. Minute) jedoch erstmals in Rückstand. Björn Schubert wurde in Manndeckung genommen, insgesamt fünf Siebenmeter konnte der TV Stadtoldendorf nicht verwerten. Über 20:17, 14:20 und 30:22 legten die Duderstädter um die neunfachen Torschützen Mark Tetzlaff und Lukasz Kobusinski vor und ließen den TV 87 erst in der Schlussphase wieder auf 28:34 herankommen.
"Wir haben in der Abwehr nicht mehr aggressiv genug gespielt und viele freie Bälle verworfen, während Duderstadt in der zweiten Halbzeit fast alle Chancen verwertet hat", brachte Gnioth das Gesehene auf den Punkt. Möglicherweise würden Wechselgedanken einige Spieler zu sehr beschäftigen. Sowohl Dominik Niemeyer als auch Timo Heiligenstadt oder Jürgen Bätjer seien bei anderen Vereinen im Gespräch. "Ich gehe jedoch davon aus, dass alle Spieler ihre Verträge bei uns erfüllen", setzte Gnioth den Spekulationen um vorzeitige Wechsel ein Ende. Bis auf Torwart Markus Bartsch und Marc Rettig, der in der zweiten Herrenmannschaft des TV 87 spielen will, wird also vorläufig kein Spieler den TV Stadtoldendorf nach dieser Saison verlassen.

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Ingmar Rusch - Sebastian Stenzel, Jan Ahlers, Jürgen Bätjer (3), Dominik Niemeyer (3), Jobst Tschirch (8), Magnus Wegener (2), Björn Schubert (6), Timo Heiligenstadt (4), Tobias Walter (2), Florian Glombik, Marc Rettig, Kestas Zalandauskas.

Julia Schwekendiek (TAH)

Deutliche Sieben-Tore-Führung leichtfertig verspielt
Handball-Oberliga / TV Stadtoldendorf unterliegt MTV Post Eintracht Celle mit 31:32 (08.05.2007)

Zu früh gefreut. Eine bittere Feststellung für den TV Stadtoldendorf, der im Spitzenspiel der Handball-Oberliga gegen den MTV Celle nach einer starken ersten Halbzeit leer ausging. Mit 31:32 (16:10) musste sich die Homburgstädter knapp geschlagen geben, und dass obwohl das Team zwischenzeitlich mit sieben Toren in Führung gelegen hatte.

"Wir brauchen einfach zu lange, um uns im Spiel auf Veränderungen einzustellen", lautete das Fazit eines enttäuschten Jürgen Bätjer, der als Spielertrainer nach der Partie vor einem Rätsel stand. "Wir dominieren gegen solche Mannschaften und verlieren an Ende doch. Ich weiß nicht wieso", gab er zu.Ähnlich schien es wohl fast allen Anwesenden in der Stadtoldendorfer Rumbruchshalle zu ergehen.

In der ersten Halbzeit sah es zunächst danach aus, als wolle der TV Stadtoldendorf den MTV Celle schier aus der Halle schießen. Nach zehn Minuten stand es 6:1 für den TV 87, nach 21 Minuten gar 12:5. Swen Herrendörfer verriegelte mit tollen Paraden das Stadtoldendorfer Tor und auch in doppelter Überzahl gelang es den Gästen unter Trainer Dieter Beschnidt nicht, näher aufzuschließen. Das "schlaue Spiel", auf das Jürgen Bätjer im Vorfeld der Begegnung gesetzt hatte, schien aufzugehen. "Die Celler wollten nach zehn Minuten schon wieder nach Hause fahren", berichtete TV-Manager Volker Gnioth von seiner Halbzeitbegegnung mit dem Gästetrainer. "Es war nur eine Frage, wie hoch wir siegen würden".

Den Start in die zweite Halbzeit verschlief der TV Stadtoldendorf dann jedoch total. Der MTV Celle wechselte auf eine offensive 4:2-Abwehr. Die Homburgstädter brauchten viel zu lange, um sich auf diese veränderte Situation einzustellen. Als MTV-Keeper Jörg Oehus in der 37. Minute mit einem Wurf über das gesamte Spielfeld zum 17:17 traf, hatte sich das Blatt unerwartet rasch gewendet. Bis zum 29:29 (56.) blieben beide Teams auf Augenhöhe, dann trafen Jürgen Bätjer und Magnus Wegener zu scheinbar erlösenden Spielstand von 31:29 (58.). In einer packenden Schlussphase bewies vor allem MTV-Spielmacher Miroslav Jovicic Nerven. Wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff entschied sein sechstes Tor die Partie zugunsten des Celler Gästeteams.

"Im Rückraum fehlen zeitweise die richtigen Entscheidungen. Wenn es mal nicht so läuft, ist keiner da, der wieder Ruhe ins Spiel bringen kann", kritisierte Bätjer. "Man sieht sehr deutlich, dass Routine und Potenzial allein nicht weiterhelfen". Viel Arbeit also weiterhin für den TV Stadtoldendorf, wenn am kommenden Spieltag die Revanche gegen den viertplazierten TV Jahn Duderstadt glücken soll, der das zweite Spitzenspiel des Tages gegen die TG Münden ebenfalls mit einem Tor knapp verlor.

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch, Martin Nolte - Sebastian Stenzel, Jan-Christoph Ahlers, Jürgen Bätjer (3), Dominik Niemeyer (7/2), Jobst Tschirch (1), Magnus Wegener (5/2), Björn Schubert (6), Timo Heiligenstadt (1), Tobias Walter (1), Florian Glombik (7), Marc Rettig, Kestas Zalandauskas.

MTV Post Eintracht Celle:
Jörg Oehus (1) - Sebastian Beschnidt (15/8), Miroslav Jovicic (6), Tobias Kakuschke (3), Bartek Darwicki, Fabian Dönitz (1), Jörg Matthée, Konstantin Krikli (5), Bastian Lüer, Hendrik Löbens (1), Jens Fischer.

Text: Julia Schwekendek (TAH), Foto: Fabian Bönisch

Bätjer: "Alle haben sich an die Vorgaben gehalten"
TV Stadtoldendorf gewinnt mit 39:30 (21:13) gegen TSG Emmerthal (03.05.2007)

Der TV Stadtoldendorf hat auch die zweite Auflage des Lokalderbys gegen die TSG Emmerthal in dieser Saison gewonnen. "Es war eines der besten Auswärtsspiele", freute sich TV-Manager Volker Gnioth über den sicheren 39:30-(21:13)-Sieg seiner Mannschaft. Man habe den Teamgeist auf der Bank von Beginn an gespürt. "Die Mannschaft wollte den Sieg unbedingt".
Für die TSG Emmerthal bedeutet diese Niederlage nun Abstiegskampf pur. Bereits vor einigen Tagen musste Trainer Roland Schwörer gehen, seitdem hält Sönke Koß als Spielertrainer der TSG die Zügel in der Hand.

Von der ersten Minute an ging der TV Stadtoldendorf sehr konzentriert und souverän ans Werk und setzte sich schnell auf 4:1 ab. Zwei frühe Zeitstrafen brachten das Konzept von TV-Spielertrainer Jürgen Bätjer jedoch durcheinander, so dass die TSG Emmerthal wieder aufschließen konnte. "Sobald wir vollzählig waren, konnten wir uns immer deutlich absetzten", zeigte sich Bätjer zufrieden mit dem Engagement seines Teams. Gegen die stark aufspielenden Emmerthaler Heiko Heemann und Vincent Voigt fand der TV 87 ein gutes Konzept. Über 11:8 und 17:9 konnten die Gäste aus der Homburgstadt zur Pause bereits deutlich mit 21:13 vorlegen.

"Die Abwehr stand sehr kompakt und auch der Angriff ist sehr diszipliniert vorgegangen", urteilte Volker Gnioth. Ruhig und konzentriert arbeiteten sich die Homburgstädter ihre Chancen heraus, kein Vergleich zur Niederlage gegen die TG Münden am vergangenen Spieltag. Swen Herrendörfer im Stadtoldendorfer Tor glänzte mit tollen Paraden und auch Martin Nolte, der für den verletzten Markus Bartsch in die Bresche gesprungen war, nutzte am Ende der zweiten Halbzeit seine Chance. Zwar kam die TSG Emmerthal von 23:33 noch einmal auf 28:33 heran, Schützenhilfe im Abstiegskampf gab es vom TV 87 jedoch nicht.
"Wir haben zuletzt viel an unserer Konzeption und den Spielabläufen gearbeitet. Alle haben sich an die Vorgaben gehalten und sich im Spiel gut ergänzt", resümierte Bätjer, der vor allem nach der Pause viel wechselte. "Es reicht eben nicht, wenn wir nur unsere individuelle Stärke ausnutzen. Die Wechsel kamen allen Spielern konditionell zu Gute und haben trotzdem keinen Bruch im Spiel verursacht".

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Martin Nolte - Sebastian Stenzel (1), Jan Ahlers (1), Jürgen Bätjer (2), Dominik Niemeyer (9), Jobst Tschirch (6), Magnus Wegener (5), Björn Schubert (9), Tobias Walter (1), Florian Glombik (3), Marc Rettig (1), Kestas Zalandauskas (1).

Text: Julia Schwekendiek (TAH), Foto: Fabian Bönisch

"Einige Leistungsträger haben nicht ihr volles Potenzial abgerufen"
Handball-Oberliga / TV Stadtoldendorf unterliegt TG Münden mit 26:34 (24.04.2007)

Seit zwanzig Spielen ist die TG Münden in der Oberliga Niedersachsen ungeschlagen, eine unglaubliche Serie, die auch der TV Stadtoldendorf in seiner "Rumbruchshölle" nicht zu beenden vermochte. Mit 26:34 (13:14) musste sich der Tabellendritte den souveränen Gästen geschlagen geben, die nun die Meisterschaft und den Wiederaufstieg in die Regionalliga so gut wie sicher haben. "Einige Leistungsträger haben heute einfach nicht ihr volles Potenzial abgerufen", fand TV-Spielertrainer Jürgen Bätjer nach der Partie deutliche Kritik an der Leistung seiner Mannschaft. "Ich hätte mir gewünscht, dass wir nicht die ganze zweite Halbzeit derart hinterher gelaufen wären".
Für Verwunderung sorgte indes Ex-Coach Michael Hensel, der an Bätjers Seite die Koordination auf der Bank übernahm. Bis zum Saisonende wird er dem Spielertrainer den Rücken freihalten, allerdings nur selten beim Training anwesend sein. "Die Mannschaft braucht in dieser Situation Unterstützung bei den Ligaspielen. Dazu bin ich gern bereit", sagte Hensel, der damit einer Anfrage von Manager Volker Gnioth nachkam.
Mit 3:1 in der 4. Minute erwischte der TV Stadtoldendorf den besseren Start in die Spitzenpartie des 26. Spieltages. Die offensive Abwehr mit Manndeckung gegen TG-Torjäger Andrej Doktorovych funktionierte wie geplant. Zwei frühe Zeitstrafen gegen Jobst Tschirch und Magnus Wegener wendeten das Blatt jedoch zugunsten der TG Münden, die über 10:8 (20. Minute) und 12:10 (27.) auf 14:13 vorlegen konnte. Vor allem die glanzvollen Paraden von TV-Keeper Markus Bartsch hielten den TV Stadtoldendorf zunächst noch im Spiel.
"Wir hatten uns für die zweite Halbzeit viel vorgenommen", berichtete Bätjer. Allerdings leistete sich der TV 87 nach der Pause viele technische Fehler und traf erst nach sechs Minuten zum 14:17. "So etwas darf nicht passieren, denn die TG Münden macht diese Fehler nicht", kritisierte Bätjer den schnellen Rückstand seiner Mannschaft, obwohl auch die Mündener ein ums andere Mal an den Torpfosten scheiterten. Vom spielerischen Engagement und der starken Torwartleistung der ersten Halbzeit war nicht mehr viel zu spüren, Mündens Andrej Doktorovych drehte nun erst so richtig auf. Beim 19:26 in der 48. Minute war die Vorentscheidung bereits gefallen.
"Es darf einfach nicht sein, dass wir uns nur 30 von 60 Minuten engagieren. Bei solche einem Spiel erwarte ich von allen, dass sie auf die Partie brennen", kritisierte Bätjer. Vor allem von Björn Schubert, Ex-Mündener in Stadtoldendorfer Dress, habe er mehr Engagement erwartet, auch wenn dieser erst in der 20. Minute ins Spiel kam. Ein verdienter Sieg also für das Team von TG-Coach Peter Rommel und viel Arbeit für den TV Stadtoldendorf, der nun im Lokalderby gegen Emmerthal seinen dritten Tabellenplatz verteidigen muss.

TV Stadtoldendorf:
Markus Bartsch, Swen Herrendörfer - Sebastian Stenzel (1), Jürgen Bätjer (2), Dominik Niemeyer (8/4), Jobst Tschirch (4), Magnus Wegener (4), Björn Schubert (1), Timo Heiligenstadt (2), Tobias Walter (1), Florian Glombik (3), Marc Rettig, Kestas Zalandauskas.

TG Münden:
Sven Schaller, Virginijus Petrauskas - Christian Dümer (1), Arne Endig (4/2), Philipp Winkelmann (2), Florin Luca (5/1), Matthias Linke (3), Björn Spangenberg, Andrej Doktorovych (12/1), Jens Wiegräfe (1), Martin Thormeier, Björn Andreassen (3), Daniel Lieberknecht (1), Alexander Laufer (2).

Julia Schwekendiek (TAH)

Schwierige Situation gemeistert
Handball-Oberliga / TV Stadtoldendorf besiegt HSG Northeim 29:25 (18.04.2007)

Der TV Stadtoldendorf hat sein erstes Spiel nach dem Rücktritt von Trainer Thomas Brandes gewonnen. Mit 29:25 (17:12) besiegten die Homburgstädter die HSG Northeim/Hammenstedt/Hillerse und bescherten Jürgen Bätjer damit einen erfolgreichen Einstand als Spielertrainer. „Für alle war es im Vorfeld unheimlich schwierig mit der Situation umzugehen. Der Druck war enorm groß“, schilderte Bätjer seine Eindrücke und war zugleich erleichtert, dass das Spiel nie auf der Kippe stand. „Es war sicherlich keine Offenbarung, aber fürs erste Mal ist es für mich als Trainer ganz gut gelaufen“, zeigte er sich hoch zufrieden.
Gegen eine stark dezimierte Northeimer Mannschaft tat sich der TV Stadtoldendorf zu Beginn jedoch schwer und gönnte sich eine gute Viertelstunde, um die Marschroute für die Partie festzulegen. Nach einem Treffer von Dominik Niemeyer in der 16. Minute gaben die Gäste die Führung schließlich nicht mehr aus der Hand und legten bis zur Halbzeit über 11:9 und 14:10 auf 17:12 vor. „Jürgen hat die Mannschaft in der Kabine hervorragend eingestellt“, urteilte TV-Manager Volker Gnioth, der vor allem für das engagierte und geschlossene Auftreten seines Teams lobende Worte fand.

Auch nach der Halbzeitpause setzte der TV 87 sein Spiel unbeirrt fort und ließ das Team von Trainer Carsten Barnkothe bis auf maximal drei Tore herankommen. Durch viele Ausfälle konnte dieser nur einen kleinen Kader mit acht Feldspielern und zwei Torhütern aufbieten. Glück für die Stadtoldendorfer, denn auch der wurfgewaltige HSG-Schütze Kevin Schiffer musste auf der Bank bleiben. Bätjer wechselte indes im Rückraum, Dominik Niemeyer, Björn Schubert, Timo Heiligenstadt und Magnus Wegener wussten ihre Wurfchancen zu nutzen. „Lediglich die destruktive Spielweise der Northeimer hat uns zwischenzeitlich runter geholt“, urteilte Jürgen Bätjer. Durch Ruhe und Disziplin auf dem Feld gelang es seinem Team, die kleinen Schwächephasen zu überwinden und den Sieg mit 29:25 am Ende unbeirrt nach Hause holen.
Auch Volker Gnioth sah sich durch diese Leistung in seiner Entscheidung für einen Spieler und gegen den Trainer bestätigt. Gegen Northeim habe man gesehen, dass die Spieler durchaus motiviert seien und dass alle ausnahmslos für den Sieg und ihre Mannschaft gekämpft hätten.

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel, Jürgen Bätjer, Dominik Niemeyer (8), Jobst Tschirch (1), Magnus Wegener (4), Björn Schubert (6), Timo Heiligenstadt (4), Tobias Walter (3), Florian Glombik (3), Marc Rettig, Kestas Zalandauskas.

Text: Julia Schwekendiek (TAH), Foto: Fabian Bönisch

TV 87 muss sich ohne Trainergespann beweisen
Handball-Oberliga / Mieleke hört auf (14.04.2007)

Nun ist es amtlich: Auch Co-Trainer Tobias Mieleke wird nicht mehr länger in den Pflichten des TV Stadtoldendorf stehen. Nach dem Rücktritt von Trainer Thomas Brandes (der TAH berichtete) zog Mieleke ebenfalls Konsequenzen aus der derzeitigen Situation und gab beim letzten Training, bei dem sich auch Thomas Brandes von der Mannschaft verabschiedete, seinen Rücktritt bekannt.

"Da ich die gleichen Ansichten habe wie Thomas, hätte ich es vor mir selbst nicht vertreten können, in dieser Situation weiter auf der Bank zu sitzen", begründete Mieleke seinen Entschluss. Nach sieben Jahren beim TV Stadtoldendorf gewiss keine leichte Entscheidung für den 32-jährigen Sozialversicherungsfachangestellten aus Northeim. "Die Zeit in Stadtoldendorf war klasse. Man wird mich definitiv noch öfter in der Halle sehen, denn mit der Mannschaft hat meine Entscheidung nichts zu tun". Nach dieser Saison hätte er ohnehin seine aktive Karriere beendet.

Die Mannschaft habe die personellen Veränderungen unterschiedlich aufgenommen, berichtete Manager Volker Gnioth. Bei allen habe sich schnell die Meinung durchgesetzt, dass es nun wichtig sei, die Saison ordentlich zu Ende zu spielen und den dritten Platz in trockene Tücher zu bringen. "Es geht im Verein schließlich nicht um einzelne Personen, sondern darum, dass wir gemeinsam Erfolg haben", so Gnioth. "Ich stehe zu meiner Entscheidung. Mir blieb kaum etwas anderes übrig, denn das Ultimatum des Trainers konnte ich nicht erfüllen". Nun hoffe er, dass sich seine Entscheidung als richtig erweise. Bis zum Saisonende wird Jürgen Bätjer das Training übernehmen und als Interimscoach das Sagen haben.

Im Schatten des unerwarteten Rücktritts muss der TV Stadtoldendorf am morgigen Sonntag um 17 Uhr bei der HSG Northeim/Hammenstedt/Hillerse zum Rückrundenspiel antreten. Keine einfache Aufgabe für die Homburgstädter, denn nach der blamablen Niederlage beim Abstiegskandidaten MTV Obernkirchen muss die Mannschaft ohne Trainer zu alter Stärke zurückfinden. Volker Gnioth geht jedoch davon aus, dass die personelle Situation keine großen Auswirkungen auf den Spielfluss haben wird. "Wir sind hoch motiviert gegen diese starke Mannschaft. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt wäre ein Sieg ein großer Erfolg".

Julia Schwekendiek (TAH)

Trainer Brandes tritt beim TV Stadtoldendorf zurück
Differenzen mit Management / Bätjer und Mieleke sollen Training übernehmen (13.04.2007)

Die Meldung kam völlig überraschend und unerwartet: Thomas Brandes ist mit sofortiger Wirkung als Trainer des TV Stadtoldendorf zurückgetreten. Vor gut eineinhalb Monaten hatte Manager Volker Gnioth noch dessen Absichten einer Vertragsverlängerung verkündet, nun muss der Verein unverhoffter Dinge auf Trainersuche gehen. Vorerst soll Jürgen Bätjer das Amt als Spielertrainer übernehmen. Ob Tobias Mieleke weiterhin an der Seitenlinie stehen wird, ist derzeit ebenfalls noch ungeklärt.
Thomas Brandes, der erst zu dieser Saison vom TSV Anderten zum TV Stadtoldendorf gekommen war, begründete seinen Schritt mit nicht überbrückbaren Differenzen zwischen ihm und dem Management bezüglich der Personalpolitik. „Man hat in den letzten Wochen gesehen, wie die Mannschaft Erfolg haben kann und wer dafür wichtig ist. Diesen Weg wollte der Verein nicht mitgehen“. Bereits im Dezember habe er mit dem Manager zusammengesessen und die bisherigen Leistungen reflektiert. Damals fiel eine Entscheidung zu Ungunsten von Florian Backhaus.

„Das gesamte Team muss hinter seinem Trainer stehen und die Richtlinien akzeptieren. Natürlich habe auch ich mir Gedanken gemacht, was ich falsch gemacht haben könnte und daher ab Januar das Training umgestellt. Zuletzt haben wir 16:0 Punkte eingeholt, so falsch kann ich also nicht gelegen haben“, verteidigte er seine Linie. Einige Spieler hätten seine Entscheidungen jedoch nicht mit tragen wollen. Brandes, der sich vom Management mehr Unterstützung für seine Personalentscheidungen erhofft hatte, zog schließlich die Konsequenzen und stellte sein Traineramt zur Verfügung. „Natürlich weiß ich um die Qualitäten einiger Spieler. Doch das ist gewiß kein Freibrief, dass jeder machen kann, was er will“, bekräftigte er. Er habe bereits viele Zugeständnisse machen müssen und seine Entscheidungen immer gemäß den erbrachten Leistungen getroffen. Da der Verein jedoch an gewissen Spielern festhalten wolle, sah er keine Basis mehr für eine fruchtbare Zusammenarbeit.
Manager Volker Gnioth sprach indes von einem „Ultimatum“ von Seiten des Trainers, dem er nicht hätte folgen können und folgen wollen. „Von einem A-Lizenz Trainer hatte ich erwartet, dass er die Mannschaft auch psychologisch zu motivieren weiß und alle Spieler ausnahmslos zu Höchstleistungen anspornt“. Es sei nicht möglich gewesen, die Spannungen durch Gespräche zu lösen. „Mir tut es sehr Leid. Die Arbeit, die Thomas in Stadtoldendorf gemacht hat, war immer sehr gut“, bedauerte Gnioth den Rücktritt des Trainers, den er bei seiner Verpflichtung vor einem Jahr als „Glücksgriff“ bezeichnet hatte. Nach der Niederlage gegen den Tabellenletzten MTV Obernkirchen sei die Lage jedoch eskaliert, so dass bereits jetzt, sechs Spieltage vor Saisonende, eine Entscheidung fallen musste.

Ob Co-Trainer Tobias Mieleke aus Solidarität zu Thomas Brandes ebenfalls von seiner Position zurücktreten wird, ist noch nicht entschieden. „Im Grunde gehe ich konform mit der Entscheidung von Thomas. Für mich wird sich in den nächsten Tagen entscheiden, wie es weitergeht“, erbat sich Mieleke Bedenkzeit. Für das kommende Spiel gegen die HSG Northeim wird aller Voraussicht nach Abwehrchef und Mannschaftskapitän Jürgen Bätjer die Zügel in die Hand nehmen.

Julia Schwekendiek (TAH), Foto: Fabian Bönisch

„Haben das Spiel nicht ernst genommen“
Handball-Oberliga / TV Stadtoldendorf verliert beim Tabellenletzten mit 32:35 (11.04.2007)

„Eine große Katastrophe“ nannte es Manager Volker Gnioth, Trainer Thomas Brandes zeigte sich maßlos enttäuscht. Dass seine Mannschaft nach einer überragenden Serie ausgerechnet beim Tabellenletzten MTV Obernkirchen verlieren würde, hatte keiner erwartet. Mit 32:35 (14:14) wurde der TV 87 für halbherzigen Einsatz bestraft, der MTV Obernkirchen kann hingegen im Abstiegskampf neue Hoffnung schöpfen.
„Wir haben das Spiel nicht richtig ernst genommen und teilweise grob fahrlässig gespielt. So darf man sich gegen eine Altherrenmannschaft wie Obernkirchen nicht präsentieren“, fand Brandes deutliche Worte. Er selbst gab ebenfalls Fehler im Wechselspiel zu. Sebastian Stenzel wurde erst in der zweiten Halbzeit für Florian Glombik eingesetzt und erzielte in kürzester Zeit sechs sensationelle Treffer für den TV 87. Bis zur 18. Minute konnte der TV 87 zunächst mit 11:7 vorlegen. Kurz nachdem Timo Heiligenstadt jedoch wegen angeblicher Schiedsrichterbeleidigung die rote Karte gesehen hatte, glichen die Gastgeber, die ohne Trainer Saulius Tonkunas und Torjäger Peter Gerfen auskommen mussten, wieder aus. „Die ausgelassenen Torchancen und der Stabilitätsverlust in der Abwehr waren der Knackpunkt. Durch unsere eigene Schwäche haben wir den Gegner aufgebaut“, sah Volker Gnioth die Gründe für die Niederlage.

Die Umstellung des TV Stadtoldendorf auf eine 4:2 Abwehr mit Manndeckung gegen den starken Obernkirchener Carem Griese (13 Treffer) sollte in der zweiten Halbzeit Abhilfe schaffen. Beim 18:15 schien diese Taktik aufgehen. Als dann jedoch auch TV-Keeper Swen Herrendörfer, der mit tollen Paraden zur Etablierung der Führung beigetragen hatte, fälschlicherweise rot sah, verlor der TV 87 endgültig seine Linie und verstrickte sich in unnötige Diskussionen mit den Schiedsrichterinnen. Trotz Heimspielatmosphäre und großer Unterstützung der mitgereisten TV-Fans reichte es am Ende nicht für den neunten Sieg in Folge.

„Das Spiel wurde in der Abwehr verloren“, resümierte Volker Gnioth. Obwohl die TV-Schützen ein ums andere Mal am überragenden MTV-Torwart Michael Edler scheiterten, kritisierte er vor allem die vielen Gegentreffer. „Wir sind wieder in alte Zeiten zurück gefallen, die ich eigentlich überwunden geglaubt habe“, befand Brandes. „Wir können nur über harte und ehrliche Arbeit zum Erfolg kommen und dürfen uns solche Aussetzer in der Einstellung einfach nicht erlauben“.

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel (6), Jan Ahlers, Jürgen Bätjer (3), Dominik Niemeyer (6), Jobst Tschirch (4), Magnus Wegner (5), Björn Schubert (1), Timo Heiligenstadt (2), Tobias Walter (4), Florian Glombik (1), Marc Rettig.

Text: Julia Schwekendiek, Foto: Fabian Bönisch

Nervenkitzel bis zur letzten Sekunde
TV Stadtoldendorf besiegt TSV Barsinghausen mit 33:31 (03.04.2007)

Ein wahres Wechselbad der Gefühle hielt der 24. Spieltag der Oberliga Niedersachsen für den TV Stadtoldendorf bereit. Die Begegnung mit dem TSV Barsinghausen war an Spannung und Dramatik jedenfalls kaum zu überbieten, denn erst eine Minute vor dem Abpfiff entschieden drei Siebenmeter das Spiel für Stadtoldendorf. Mit 33:31 (12:14) konnten die Homburgstädter die hart umkämpfte Partie knapp für sich entscheiden und den achten Sieg in Folge in trockene Tücher bringen.
„Wir haben das wohl beste Spiel der letzten Monate gesehen“, war TV-Manager Volker Gnioth sichtlich begeistert. Im Hinspiel hatte man noch mit 31:37 (13:20) einen heftigen Dämpfer bekommen, mit kämpferischer Einstellung und mannschaftlicher Geschlossenheit gelang vor rund 400 begeisterten Fans die Revanche. „Die Mannschaft hat sich weiter entwickelt und ist reifer geworden ist“, verteilte auch Trainer Thomas Brandes Lorbeeren. „Ich wusste, dass die Zeitstrafen am Ende über den Sieg entscheiden würden. Die Spieler wollten den Sieg, also mussten sie sich auf die Schiedsrichter einstellen“, spielte er auf eine unglückliche erste Halbzeit an, in der sein Team nur selten vollzählig war. Beim Stand von 9:10 in der 24. Minute musste sich der TV 87 kurzzeitig gar zu Dritt zur Wehr setzen, so dass das eingangs geplante Abwehrtaktik kaum funktionierte.

Trotz Rückstand und Unterzahl kämpften sich die Homburgstädter immer wieder heran. Björn Schubert erwischte eine sensationelle erste Halbzeit im Angriff und auch Keeper Markus Bartsch hielt seine Mannschaft mit tollen Paraden im Spiel. Beim Ausgleich kurz nach der Pause ballte Thomas Brandes die Faust, der „Homburgexpress“ schien ins Rollen zu kommen. Wieder waren es dann jedoch zwei Zeitstrafen, die den TV 87 zurückwarfen. „Sobald alle sechs Spieler auf den Feld waren, waren wir sehr stark“, stellte Brandes fest, der sich vor allem von den gelungenen Kreisanspielen an Jürgen Bätjer, aber auch der Leistung von Kestas Zalandauskas gegen „Basches“ Torjäger Paul Schirmer und den fünf Treffern von Youngster Sebastian Stenzel beeindruckt zeigte. „Nach einigen guten Aktionen hat uns dann jedoch die notwendige Ruhe und Geduld gefehlt, um noch einen Treffer oben drauf zu setzen“. In einer spannungsgeladenen Schlussphase versenkte Dominik Niemeyer erst 35 Sekunden vor dem Abpfiff den erlösenden Siebenmeter zum 32:30. „Eigentlich hätten beide Mannschaften einen Punkt verdient gehabt“, resümierte TSV-Ersatzcoach Gerd Köhler, der für den verletzten Trainer Stefan Wyss das Kommando übernahm und personelle Ausfälle für die Niederlage mitverantwortlich machte.

Mit diesem Sieg ist der TV Stadtoldendorf dem TSV Barsinghausen nun dicht auf den Fersen, lediglich zwei Punkte trennen beide Teams voneinander. Während der TG Münden die Meisterschaft nach einem sicheren 38:20- (19:8)-Sieg gegen den MTV Eyendorf kaum noch zu nehmen ist, bleibt der Kampf um Platz zwei also weiterhin offen.

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel (5), Jürgen Bätjer (5), Dominik Niemeyer (5/3), Jobst Tschirch (4), Magnus Wegener (3), Björn Schubert (8), Tobias Walter (3), Florian Glombik, Marc Rettig, Kestas Zalandauskas.

TSV Barsinghausen:
Marc Daseking, Wolfgang Linz – Maximilian Wölfel (3), Paul Schirmer (8/3), Sebastian Reichhardt (3), Cordt Ziemer, Lars Kruse (3), Sven Reuter (5/1), Bastian Harendt, René Behnisch, Thorsten Baae (7), Benjamin Köhler, Jörh Harre.

Text: Julia Schwekendiek (TAH), Fotos: Fabian Bönisch

Handball-Oberliga / TV 87 gewinnt mit 30:25 (15:10) gegen HG Rosdorf-Grone (27.03.2007)

Der TV Stadtoldendorf setzt seine Siegesserie weiter fort und ist jetzt nur noch vier Punkte von Platz zwei der Tabelle entfernt. Seit sieben Spielen sind die Oberliga-Handballer von Trainer Thomas Brandes derzeit ungeschlagen, denn auch das mit Spannung erwartete „kleine Derby“ gegen die HG Rosdorf-Grone konnte der TV 87 mit 30:25 (15:10) deutlich für sich entscheiden.

„Wir haben eine sensationelle erste Halbzeit gespielt und in der Deckung mit so viel Leidenschaft agiert, wie noch nie in dieser Saison. Zehn Gegentore in der ersten Halbzeit sind gegen eine Mannschaft wie Rosdorf hervorragend“, war Thomas Brandes von der Vorstellung seiner Mannschaft sichtlich begeistert. Auch vom Gegnertrainer Lars Rindlisbacher gab es Anerkennung für diese Leistung. „Wir haben es nicht geschafft, richtig Druck aufzubauen. Der TV Stadtoldendorf hat seine taktischen Möglichkeiten besser genutzt und hat daher verdient gewonnen“.
Bei ausverkaufter Halle erwischte der TV Stadtoldendorf den besseren Start und musste lediglich beim 2:2 in der 6. Minute den einzigen Ausgleichstreffer der HG hinnehmen. Die 5:1-Abwehr mit Timo Heiligenstadt gegen Rosdorfs Top-Schütze Christian Brand funktionierte wie geplant, so dass dieser erst in der 30. Minute seinen ersten von nur fünf Treffern erzielen konnte. Auch ohne taktische Wechsel vor der Pause baute der TV 87 kontinuierlich Druck auf und ließ dem verunsicherten Gastgeber in der Rosdorfer Siedlungshalle kaum eine Chance.
„In der Kabine war sich die Mannschaft einig, dass sie den Sieg unbedingt wollte“, berichtete Brandes. Fünf Tore Vorsprung zur Halbzeit (15:10) stimmten optimistisch. Als die HG Rosdorf-Grone in der 43. Minute jedoch wieder bis auf 17:19 heran kam, schien die Partie wieder offen. Björn Schubert erwischte mehrfach die Latte, dass es nur so krachte, doch im Gegenzug trafen auch die Rosdorfer Schützen nicht oder scheiterten an TV-Keeper Markus Bartsch. Unter lautem Jubel der mitgereisten Stadtoldendorfer Fans wartete der TV 87 geduldig auf seine Chancen und machte in der 53. Minute beim 25:20 durch Dominik Niemeyer alles klar. Thomas Brandes ballte die Siegesfaust, die Fans feierten ihre Mannschaft und sangen lautstark „Auswärtssieg“. Einziger Wehrmutstropfen an diesem 23. Spieltag blieb der verletzungsbedingte Ausfall von TV-Kreisläufer Jürgen Bätjer, der nach einer unglücklichen Szene in der 54. Minute durch Kestas Zalandauskas ersetzt werden musste.

„Ich hatte immer gefordert, dass wir uns daran messen müssen, wie stark wir auswärts gegen die anderen Top-Mannschaften spielen. Mit dieser Leistung hätten wir auch gegen Duderstadt oder Münden gewonnen und sollten am kommenden Wochenende auch Barsinghausen schlagen können“, zeigte sich Thomas Brandes nach dem Spiel zuversichtlich für das nächste Heimspiel gegen den Tabellenzweiten.

TV Stadtoldendorf: Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel, Jürgen Bätjer (4), Dominik Niemeyer (11/2), Jobst Tschirch (2), Magnus Wegener (5), Björn Schubert (1), Timo Heiligenstadt (3), Tobias Walter (1), Florian Glombik (3), Marc Rettig, Kestas Zalandauskas.

HG Rosdorf-Grone: Sascha Kurzrock, Mathhäus Fink – Christian Brand (5), Abraham Ankrah (3), Marcus Wuttke (5/1), Erik Hogreve, Jonas Norpoth (4), Benny Jentsch (2), Chris Osei-Bonsu, Sebastian Frank (3), Marcel Schulz (1), Felix Karmann, Ender Kanar (2/1), Johannes Hartdegen.

Text und Foto: Julia Schwekendiek

Dominik Niemeyer schießt HF Springe fast im Alleingang ab - TV 87 siegt mit 35:25 (20.03.2007)

„Oh wie ist das schön, so schön, so schön“, stimmten Fans und Zuschauer in der 59. Minute in der Rumbruchshalle ein Loblied auf ihre Mannschaft an. Zuvor hatte Dominik Niemeyer mit seinem zwölften Treffer alles klar gemacht in der Oberliga-Begegnung zwischen dem TV Stadtoldendorf und den HF Springe. Mit 35:25 (18:14) verwiesen die Stadtoldendorfer Handball-Herren die Gäste vom Deister in die Schranken und feierten danach ausgelassen die geglückte Revanche für die verloren gegangene Hinrundenpartie.

„Vor dem Spiel hatte ich ein bisschen Angst, aber wenn man dann mit zehn Toren Unterschied gewinnt, kann man nur zufrieden sein“, zog TV-Coach Thomas Brandes nach dem Spiel sein persönliches Resümee. Zwar bemängelte er hier und da fehlende Entschlossenheit, einfache Fehler und Ballverluste im Angriff, doch die Freude über den so wichtigen Sieg vermochte das nicht zu stören.

Nach ausgeglichenem Beginn und 9:9 in der 17. Minute zog der TV Stadtoldendorf das Tempo an und setzte sich innerhalb von vier Minuten mit vier Toren ab (13:9, 21.). Einer recht unspektakulären ersten Halbzeit folgten dann einige dramatische Minuten, als sich die Handballfreunde Springe plötzlich mit nur noch zu Zweit den sechs Stadtoldendorfer Feldspielern ausgeliefert sahen. Beim Stand von 20:15 (34.) mussten Marcel Ketelhake, Gordon Wahl, Christian Müller und Daniel Möhlenbruch innerhalb von 90 Sekunden das Feld verlassen, so dass der TV 87 fast ohne Gegenwehr auf 26:15 davon ziehen konnte. Die Vorentscheidung war damit durch einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen gefallen. Zwar kam das Team von HF-Trainer und Rekordnationalspieler Frank-Michael Wahl noch einmal bis auf sechs Tore heran, doch bis zum Schlusspfiff war der TV Stadtoldendorf die klar dominierende Mannschaft. Vor allem Dominik Niemeyer überzeugte mit seiner Trefferquote, aber auch Jürgen Bätjer im Mittelblock und Keeper Swen Herrendörfer lieferten eine überzeugende Vorstellung.
Das erwartete Aufeinandertreffen mit dem Ex-Stadtoldendorfer Florian Backhaus blieb allerdings aus. Dieser saß zwar wie erwartet auf der Springer Bank, verzichtete aber aus freien Stücken auf einen Einsatz gegen seine ehemaligen Teamkollegen.
„Durch die Schiedsrichter war ein spielerischer Fluss kaum mehr möglich“, kritisierte Frank-Michael Wahl die insgesamt neun Zeitstrafen für sein Team in der zweiten Halbzeit. Thomas Brandes hielt seiner Mannschaft besonders die gut durchdachten Spielzüge zugute. „Im Angriff haben wir uns zeitweise in Einzelaktionen verzettelt, doch dann auch immer wieder schöne und sensationelle Tore gesehen. Eine Mannschaft mit Springe muss man erst einmal schlagen, das gibt Selbstvertrauen für das nächste Auswärtsspiel gegen die HG Rosdorf-Grone“.

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel (1/1), Jan Ahlers, Jürgen Bätjer (4), Dominik Niemeyer (12/3), Jobst Tschirch (4), Magnus Wegener (4), Björn Schubert (1), Timo Heiligenstadt (3), Tobias Walter (4), Florian Glombik (2), Marc Rettig, Kestas Zalandauskas.

HF Springe:
Sebastian Trant, Thorsten Walbrecht – Dennis Melching (10), Jens Lützelberger (4/2), Marcel Ketelhake (3/1), Christian Müller (3), Gunnar Schröder, Daniel Möhlenbruch (1), Gordon Wahl (4), Matthias Freier, Phillip Zahn.

Text: Julia Schwekendiek (TAH), Fotos: Fabian Bönisch

TVer präsentieren sich in bester Torlaune
Handball-Oberliga / TV Stadtoldendorf besiegt MTV Braunschweig mit 38:25 (06.03.07)

Torreich, doch wenig spektakulär verlief am 21. Spieltag der Oberliga Niedersachsen die Begegnung zwischen dem TV Stadtoldendorf und dem MTV Braunschweig. Obwohl die Partie zur Pause noch offen schien, sicherte sich der TV 87 am Ende einen ungefährdeten 38:25-(12:8)-Sieg gegen den Gastgeber in der Braunschweiger Tunica Sporthalle.
„Das war ein Top-Spiel für uns mit einer hervorragenden Leistung im Angriff“, freute sich auch TV-Coach Thomas Brandes, der nur wenig am Spiel zu bemängeln hatte. Während sein Team in der ersten Halbzeit noch mit der Offensive des MTV Braunschweig zu kämpfen hatte und sich zeitweilig in Einzelaktionen verstrickte, zeugte vor allem die zweite Halbzeit von wahrer Spielfreude. So kam der TV Stadtoldendorf über Tempogegenstöße immer wieder zu einfachen Toren und setzte den MTV Braunschweig konstant unter Druck. Tobias Walter krönte seine beeindruckende Form mit insgesamt zehn Treffern und auch Swen Herrendörfer bewies im Stadtoldendorfer Tor wieder ansteigendes Leistungsniveau. „Man hat gemerkt, dass wir physisch wieder in einer sehr guten Verfassung sind“, analysierte Thomas Brandes das Spiel. Über 17:10, 23:13 und 33:20 bauten die Homburgstädter ihre Führung kontinuierlich aus und auch nach einigen Wechseln war kein Bruch im Spiel zu bemerken. Anstelle des erkranken Jürgen Bätjer gab Sebastian Voss aus der Zweiten Herrenmannschaft am Kreis erfolgreich sein Oberliga-Debüt.
Während die Kräfte des Tabellenvierzehnten unter Trainer Maik Falkenroth in der zweiten Halbzeit deutlich schwanden, nutzte der TV Stadtoldendorf seine Chance, das derzeitiges Leistungshoch mit 26 Toren in 30 Minuten zu unterstreichen und weiteres Selbstvertrauen vor den nächsten schweren Spielen zu tanken.

TV87 Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel (4), Jan Christoph Ahlers, Dominik Niemeyer (7), Jobst Tschirch (5), Magnus Wegener (4), Tobias Mieleke, Björn Schubert (2), Timo Heiligenstadt, Tobias Walter (10/2), Florian Glombik (1), Marc Rettig (3), Kestas Zalandauskas, Sebastian Voss (1).

Julia Schwekendiek (TAH)

TVer siegen deutlich, und der Chef verlängert seinen Vertrag
Handball-Oberliga / TV Stadtoldendorf besiegt TuS Altwarmbüchen mit 40:31 (21.02.07)

Doppelter Grund zur Freude bei den Handball-Herren des TV Stadtoldendorf: Mit 40:31 (21:14) gewann das Team von Thomas Brandes am 19. Spieltag der Oberliga Niedersachsen souverän gegen den Tabellenletzten TuS Altwarmbüchen und bestätigte damit seine aufsteigende Form. In der anschließenden Pressekonferenz gab Thomas Brandes dann seine Vertragsverlängerung für die nächste Saison bekannt. "So können wir einen neuen Versuch starten, um vielleicht das zu erreichen, was uns dieses Mal noch nicht gelungen ist", zeigte sich Manager Volker Gnioth glücklich über diese Entscheidung

Die Mannschaft präsentierte sich gegen den TuS Altwarmbüchen wieder frisch und in bester Torlaune. Ab der ersten Minute dominierten die Homburgstädter die Begegnung, so dass der doppelte Punktgewinn zu keinem Zeitpunkt gefährdet schien. Wie es sich jedoch für einen kritischen Trainer gehört, bemängelte Thomas Brandes die zwischenzeitlichen Konzentrationsverluste vor dem Tor und die Bewegung in der Deckung. "Im Angriff haben wir teilweise die Bälle liegen gelassen und in der Abwehr keine richtige Einstellung gefunden". Das führte unter anderem zu elf Treffern des Altwarmbücheners Helge Michaelis und zu drei Zeitstrafen für den TV 87. Magnus Wegener und Kestas Zalandauskas konnten frei vor dem gegnerischen Tor einige Chancen nicht nutzen, Dominik Niemeyer und Jobst Tschirch vergaben je einen Siebenmeter. Dennoch machte der TV Stadtoldendorf auch in Unterzahl Druck, erarbeitete sich viele gute Möglichkeiten und profitierte dabei von der Wechseltaktik des Trainers, der nach der Verletzungsmisere wieder auf seinen kompletten Kader zurückgreifen konnte. Mit acht Treffern bewies sich Timo Heiligenstadt als sicherster Schütze aus dem Spiel heraus und auch Keeper Markus Bartsch wurde mit rund 15 Paraden wieder unverzichtbar für den Erfolg. Bereits zur Halbzeit führte der TV Stadtoldendorf mit 21:14 und baute diesen Vorsprung nach der Pause zwischenzeitlich bis auf zehn Tore aus.

"Mit dem Ergebnis können wir sicherlich zufrieden sein und auch der Tempo-Handball wird immer besser", lobte Thomas Brandes seine Mannschaft. "Die Spieler wissen inzwischen sehr genau, was ich mir vorstelle und setzen das immer besser um. Wenn wir so weiter machen, werden wir noch viele schöne Spiele sehen", zeigte er sich nach der Partie optimistisch für die verbleibenden Begegnungen der Rückrunde.

Für eine Überraschung am 19. Spieltag sorgte indes die HSG Northeim, die als erste Mannschaft in dieser Saison dem bisherigen Spitzenreiter TSV Barsinghausen zwei Punkte entlocken konnte. Mit einen Sieg über die HG Rosdorf-Grone setzte sich deshalb die TG Münden erstmals an die Tabellenspitze der Oberliga.

TV Stadtoldendorf: Swen Herrendörfer, Markus Bartsch - Sebastian Stenzel (4), Jürgen Bätjer (3), Dominik Niemeyer (9/3), Jobst Tschirch (1), Magnus Wegener (3), Tobias Mieleke, Björn Schubert (6), Timo Heiligenstadt (8), Tobias Walter (2), Florian Glombik (2), Marc Rettig (1), Kestas Zalandauskas (1).
TuS Altwarmbüchen: Claas Meyer, Jan Goitke - Helge Michaelis (11/4), Maik Hoffmann (2), Waldemar Noll (7), Marco Hoffmann (3), Marc Rüffer (4), Dirk Möller (2), Dennis Bosse, Fred Michaelis (2), Marvin Bohn, Maximilian Holz.

Julia Schwekendiek (TAH)

„Wenn wir so spielen, schlägt uns keiner“
Handball-Oberliga / TV Stadtoldendorf gewinnt in Eyendorf mit 35:27 (21.02.07)

„Wenn wir weiterhin so spielen, schlägt uns keiner. Das war weltklasse“. Begeisterung und Zufriedenheit in den Worten von Manager und Trainer, Euphorie und Hochstimmung bei Fans und Mannschaft. Mit einem deutlichen 35:27 (18:9) gelang dem TV Stadtoldendorf nach fünf misslungenen Versuchen beim MTV Eyendorf endlich der lang ersehnte Auswärtssieg.

Viel wurde zuletzt kritisiert, mit durchwachsener Leistung musste die Mannschaft vorerst Abschied von der obersten Tabellenregion nehmen. Doch nun scheint das Team wieder fit und die Krise überwunden zu sein. „Die Abwehr stand wie eine eins. Für den Gegner gab es einfach kein Durchkommen“, berichtete TV-Manager Volker Gnioth. Vor allem dem derzeitigen Eyendorfer Torschützenkönig Volker Rieckmann und Malte Andresen galt die besondere Aufmerksamkeit der Stadtoldendorfer Abwehrspieler, so dass diese mit je zwei Feldtoren kaum zur Entfaltung kommen konnten. Aus sicherem Deckungsverhalten wurde ein sicheres Spiel nach vorn aufgebaut, Florian Glombik oder auch Jobst Tschirch kamen über Tempogegenstöße immer wieder zu einfachen Toren. Zwischenzeitlich legte der TV 87 sogar mit mehr als zehn Toren vor und hatte über 13:3 und 17:7 bereits zur Halbzeit mit 18:9 ein sicheres Polster.

Dennoch gab sich das Eyendorfer Team nicht sofort geschlagen. Bis zur letzten Minute blieb jeder Ball hart umkämpft, einige Nachlässigkeiten und zugelassene Konter in der Schlussphase nutzte das Team von MTV-Trainer Hermann Steffens zur Ergebniskorrektur. Auf Stadtoldendorfer Seite präsentierten sich vor allem Timo Heiligenstadt und Dominik Niemeyer in bester Wurflaune, Markus Bartsch im Tor hielt insgesamt vier Siebenmeter des Gegners. „Die Verteilung der Tore zeigt, dass wir auch im Positionsspiel sehr erfolgreich waren“, war TV-Coach Thomas Brandes sichtlich zufrieden und ist optimistisch, mit der Mannschaft in zwei Wochen zu Hause gegen den TuS Altwarmbüchen den nächsten Sieg feiern zu können.

TV Stadtoldendorf: Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel (2), Jürgen Bätjer (5), Dominik Niemeyer (9/3), Jobst Tschirch (3), Magnus Wegener (2), Timo Heiligenstadt (8), Tobias Walter (1), Florian Glombik (5), Marc Rettig, Kestas Zalandauskas.

Julia Schwekendiek (TAH)

TV Stadtoldendorf ist zurück in der Erfolgsspur
Brandes-Team gewinnt gegen MTV Großenheidorn mit 39:33 (30.01.2007)

Mit Engagement und kämpferischer Leistung haben die Handball-Herren des TV Stadtoldendorf vor heimischem Publikum zwei wichtige Punkte geholt. Das Team von Trainer Thomas Brandes besiegte am 17. Spieltag den MTV Großenheidorn mit 39:33 (19:14) und hat damit nach drei Niederlagen ein Stück Selbstvertrauen zurück gewonnen.

„Vor dem Spiel waren wir verunsichert, weil wir nicht genau wussten, wo wir stehen“, fasste Brandes die Situation seiner Mannschaft nach der zuletzt „schwarzen“ Serie zusammen. „Mit den zwei Punkten können wir sehr zufrieden sein. Auf dieser Leistung sollten wir aufbauen“. Auch Großenheidorns Trainer Stephan Lux hatte nach dem Debakel gegen den Tabellenletzten MTV Obernkirchen von seinem Team Wiedergutmachung gefordert. Entsprechend ausgeglichen verlief das Spiel in der ersten Viertelstunde, in der sich beide Teams zunächst an den Gegner heran tasteten.

In der 20. Minute erzielte Magnus Wegener, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder auf dem Feld stand, die erste Vier-Tore-Führung (14:10), die der TV 87 bis zur Pause ausbauen konnte (19:14). Vor allem in der Deckung standen die Homburgstädter kompakt, Markus Bartsch präsentierte sich im Tor in derzeit gewohnter Bestform.

Nach der Pause nutzte Thomas Brandes die Chance für einige Wechsel, stellte die Abwehr um und ließ Tobias Walter eine Manndeckung gegen MTV-Schütze Milan Djuric spielen. Beim 30:23 (47. Minute) schien das Spiel fast entschieden. „Wir dachten zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich, wir hätten alles im Griff und könnten einen Gang runterschalten“, kritisierte Thomas Brandes scharf. Technischen Fehlern folgten Unkonzentriertheiten in der Abwehr. Keine fünf Minuten später war der MTV Großenheidorn dank Timm Franzke und Marian De Salvo wieder bis auf zwei Tore heran (31:29). „Da hat uns etwas die geistige Frische gefehlt und sich bemerkbar gemacht, dass wir spielerisch immer noch eingeschränkt sind“, urteilte der TV-Coach. Mit je acht Treffern von Dominik Niemeyer und Timo Heiligenstadt und lautstarker Unterstützung des Fanclubs zogen sich die Stadtoldendorfer dennoch souverän aus der Affäre und erzielten mit 39:33 Toren ein Spielverlauf gerechtes Endergebnis.

„Wir haben sehr gut trainiert und sind auch läuferisch weiter gekommen. Wenn die Mannschaft wieder komplett fit ist, können wir sicherlich wieder einiges erwarten“, zeigte sich Thomas Brandes in der abschließenden Pressekonferenz selbstbewusst.

TV Stadtoldendorf:
Markus Bartsch, Swen Herrendörfer – Jürgen Bätjer (1), Dominik Niemeyer (8), Jobst Tschirch (3), Magnus Wegener (3), Tobias Mieleke, Björn Schubert (1), Timo Heiligenstadt (8), Tobias Walter (4), Florian Glombik (5), Marc Rettig (4), Kestas Zalandauskas (2).

MTV Großenheidorn:
Götz Heuer, Lars Wagner – Bertrand Salzwedel (1), Pascal Babin, Bastian Lubs, Marian De Salvo (8), Björn Teßmann (1), Sven Seegers (3), Patrick Kaatze (1), Milan Djuric (4), Patrick Zumbrock (4), Christoph Lindemann (2), Timm Franzke (9/3).

Text: Julia Schwekendiek (TAH), Fotos: Fabian Bönisch

Gnioth: „Wir hätten ebenso gut gewinnen können“
TV Stadtoldendorf verliert auswärts gegen SG Hohnhorst/Haste (25.01.2007)

Auch im neuen Jahr hält die Serie der Auswärtsniederlagen beim TV Stadtoldendorf an. Gegen die SG Hohnhorst/Haste unterlag das Handball-Team von Trainer Thomas Brandes in der Schlussminute knapp mit 25:26 (13:14) und muss sich damit vorerst von der obersten Tabellenregion verabschieden. Seit September ist es den Homburgstädtern nicht mehr gelungen, auswärts zu punkten.
„Es war ein spannendes und ausgeglichenes Spiel auf Augenhöhe“, resümierte TV-Manager Volker Gnioth. In der entscheidenden Schlussphase habe der TV 87 jedoch den Faden verloren und zu viele Gegentreffer kassiert. Dennoch müsse keiner den Kopf hängen lassen. „Es war eine deutliche Leistungssteigerung zu bemerken, denn jeder hat sein Bestes gegeben. Wir hätten das Spiel ebenso gut gewinnen können“, war der Manager einerseits erfreut und zugleich enttäuscht, am Ende trotzdem mit leeren Händen dazustehen.
Ohne Abwehrchef Jürgen Bätjer, Magnus Wegener und Sebastian Stenzel gab sich der TV Stadtoldendorf von Beginn an kämpferisch und ging nach kurzem Rückstand beim 12:9 (22. Minute) sogar mit drei Treffern in Führung. Bereits hier versäumte es das Team jedoch, sich auf Grund einer unglücklichen Zeitstrafe weiter vom Gegner abzusetzen. Die SG Hohnhorst/Haste kam dank ihrer wurfgewaltigen Rückraumschützen Paul Weiser und Marc Wengler immer wieder heran. „Wir haben es hier schon versäumt, den Sack zuzumachen“, musste Thomas Brandes zugeben. „Das ist bitter. Aber bei 26 Gegentoren bin ich vor allem mit dem Abwehrverhalten und dem mannschaftlichen Auftreten sehr zufrieden“.
Auch in der zweiten Halbzeit nutzte sein Team eine Schwächephase der Gegner, um mit 23:20 (45.) vorzulegen. Vor allem Florian Glombik konnte mit vier Treffern von links außen glänzen ebenso wie Markus Bartsch, der im Tor mit guten Paraden den nötigen Rückhalt bot. Beim 24:25 (55.) wurde es noch einmal spannend. Das Spiel ging hin und her, die TV-Schützen scheiterten mit einigen wichtigen Würfen an SG-Keeper Ingo Henze. „Das war der Knackpunkt“, war sich Volker Gnioth sicher. 90 Sekunden vor dem Ende traf Marc Wengler für die SG zum 26:24, der TV Stadtoldendorf musste sich mit der fünften Auswärtsniederlage in Folge zufrieden geben. „Physisch hängen wir zwei Wochen hinterher“, erklärte Thomas Brandes. „Viele Spieler sind nicht hundertprozentig fit und waren in der Schlussphase stehend k.o.“.
TV Stadtoldendorf: Swen Herrendörfer, Markus Bartsch –Jan-Christoph Ahlers, Dominik Niemeyer (4/1), Jobst Tschirch (6), Tobias Mieleke, Björn Schubert (8), Timo Heiligenstadt (1), Tobias Walter (1), Florian Glombik (4), Marc Rettig (1), Kestas Zalandauskas.
SG Hohnhorst-Haste: Ingo Henze, Andre Rudolph – Marc Wengler (7), Paul Weiser (7), Tim Kirchmann (5), Philipp Daseking (3), Benjamin Hillebrandt (1), Oliver Gümmer (1), Björn Güth (1), Daniel Hilbig (1).

Julia Schwekendiek (TAH)

TV Stadtoldendorf nutzt Winterpause für Veränderungen
Verein trennt sich von Florian Backhaus / Tobias Mieleke wird Co-Trainer (16.01.2007)

Der TV Stadtoldendorf zieht erste personelle Konsequenzen aus der zuletzt durchwachsenen Leistung seines Handball-Teams und trennt sich von Florian Backhaus. „Es musste sich etwas ändern. Mit dieser Entscheidung wollen wir ein Signal geben“, begründet TV-Manager Volker Gnioth die Vertragsauflösung des Kreisspielers. Schon beim Trainingsauftakt nach der Winterpause war der 25-jährige Hamelner nicht mehr dabei. „Thomas Brandes und ich haben viel zusammengesessen, die vergangenen Spiele analysiert, Statistiken ausgewertet und Gespräche geführt“. Gemeinsam mit dem Trainer sei schließlich die Entscheidung gefallen, so Volker Gnioth. Backhaus, der in Hannover eine Ausbildung zum Physiotherapeut absolviert und des Öfteren beim Training gefehlt habe, habe die Entscheidung akzeptiert. „Wir trennen uns im Guten und bedanken uns für sein Engagement. Auf dem Spielfeld hat er immer sein bestes gegeben, doch es gab ein paar Dinge, die nicht mehr gepasst haben“, steht der Manager hinter der Entscheidung.

Auch mit anderen Spielern habe es bereits und werde es noch Gespräche über Schwachstellen und Trainingsleistung geben, bestätigte Thomas Brandes. Das sei bisher sehr gut angekommen. Alle müssten ihre Hausaufgaben machen, die ihnen zugedachten Rollen annehmen und mit Leben ausfüllen. In einem Freundschaftsspiel gegen den SV Alfeld habe dieses bereits erste Früchte getragen, so dass er zuversichtlich auf den Rest der Saison blicke. Nach fünf Niederlagen und Platz vier sei nun der Druck weg und man könne unbeschwert sicherlich noch etwas bewegen. Vor allem im Rückzugs- und Angriffsverhalten werde er den Hebel ansetzen.

Ab sofort wird Thomas Brandes auch nicht mehr allein für das Training verantwortlich sein. Tobias Mieleke soll ihm als Co-Trainer zur Seite stehen. „Nach viel Verletzungspech wollten wir ihm eine neue Perspektive aufzeigen. Die vielen hochkarätigen Spieler im Team benötigen mehr individuelle Betreuung und das ist zu zweit besser zu leisten.“, erklärt Brandes. Man werde die Trainingsprozesse aufteilen und gemeinsam Entscheidungen treffen, um mehr Effektivität und Professionalität in den Trainingsbetrieb zu bekommen. Als „Stand-By“-Spieler werde Mieleke aber auch weiterhin als Aktiver zum Team gehören.
Nach der Trennung von Florian Backhaus wird nun wohl Marc Rettig am Kreis wieder auf mehr Spielanteile hoffen können, um Abwehrchef Jürgen Bätjer zu entlasten. Man werde die Positionen vor allem nach Engagement und Trainingsbeteiligung besetzen. „Wer hundert Prozent bei der Sache ist, hat es auch verdient zu spielen“, findet Volker Gnioth. In der laufenden Saison sei jedenfalls nicht geplant, die Position durch einen neuen Spieler von außen zu besetzen.

Text: Julia Schwekendiek (TAH), Foto: Fabiab Bönisch

TV Stadtoldendorf scheidet im HVN-Pokal aus
Schwache Leistung der Brandes-Sieben beim 24:32 gegen den SV Alfeld (28.12.2006)

Es sollte der krönende Abschluss des Jahres werden, am Ende jubelte jedoch der Gegner. In der vierten Runde des HVN-Pokals mussten sich die Stadtoldendorfer Handball-Herren dem Regionalligisten SV Alfeld deutlich mit 24:32 (12:14) geschlagen geben und sind damit aus dem Wettbewerb ausgeschieden.

TV-Coach Thomas Brandes fiel es nach der Partie sichtlich schwer, seine Enttäuschung in Worte zu fassen. Schließlich hatte man sich nach der zuletzt durchwachsenen Leistung in der Oberliga deutlich mehr von diesem Derby erhofft. „Man kann gegen einen Regionalligisten verlieren, aber es kommt auf das Wie an“, formulierte es der TV-Trainer. „Die Spieler haben jetzt zwei Wochen Zeit, alles zu verarbeiten und sich Gedanken zu machen“.

Nur zu Beginn konnten die Homburgstädter dem Gegner aus Alfeld Paroli bieten, mehr und mehr Fehler sowie eine schwächelnde Abwehr ließen den Gästen in der Rumbruchshalle jedoch viele Freiheiten. Das Fehlen der Leistungsträger Timo Heiligenstadt, Magnus Wegener und Björn Schubert wollte der Coach nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Wir hatten einen Kader von vierzehn Spielern auf der Bank sitzen, aber einige waren heute bei einer anderen Veranstaltung“.

In der ersten Viertelstunde stand die TV-Abwehr zunächst kompakt. Keeper Markus Bartsch lieferte genau wie sein Gegenüber Michael Edler eine solide Vorstellung und auch das Anspiel an Stadtoldendorfs Kreisläufer Jürgen Bätjer führte mehrfach zum Erfolg. Beim 7:6 (15. Minute) lag der TV 87 letztmals in Führung. Eine Auszeit des Stadtoldendorfer Trainers beim Stand von 8:10 (20.) führte in der Folge jedoch nicht mehr zum gewünschten Erfolg, so dass die Mannschaft von SV-Trainer Jürgen Kloth einen Zwei-Tore-Vorsprung (14:12) mit in die Kabine nahm.
„Wir haben eine schwere Zeit hinter uns. Da ist es schön, in Stadtoldendorf zu gewinnen, auch wenn für uns der Pokal nicht ganz so wichtig ist“, freute sich Jürgen Kloth, der mit seinem Team im ersten Regionalliga-Jahr derzeit nur auf dem vorletzten Tabellenplatz steht. Gerade die zweite Halbzeit bereitete ihm allen Grund zur Freude und den Stadtoldendorfern Kopfzerbrechen. Technische Fehler im Stadtoldendorfer Angriff und Pässe, die beim Gegner landeten, wurden mit Gegenstößen bestraft, der SV Alfeld konnte vor allem Hendrik Sievers und auch Niklas Hermann immer wieder in Szene setzen.

Beim 19:13 (38.) führte der Regionalligist erstmals mit sechs Treffern. In der 53. Minute traf Arne Zimmermann gar zum 31:21 für den SV Alfeld. Zwar kämpfte sich der Stadtoldendorfer Kader zwischenzeitlich immer wieder heran (16:20, 42.), ungenutzte Chancen und Ärger über diese Fehler brachen den Widerstand jedoch schnell. Bester Schütze auf Seiten der Homburgstädter war wieder einmal Dominik Niemeyer, der nach einem Tief zu Beginn der Saison zu alter Stärke zurückgefunden hat.
Nach der zweiwöchigen Winterpause ist nun vor allem Thomas Brandes gefragt, wenn es darum geht, den Unstimmigkeiten in der Mannschaft ein Ende zu setzen und mit Motivation in eine erfolgreiche Oberliga-Rückrunde zu starten.

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel (1), Jan Ahlers (2), Florian Backhaus (2), Jürgen Bätjer (3), Dominik Niemeyer (7/1), Jobst Tschirch (3), Tobias Mieleke, Tobias Walter (1), Florian Glombik (1), Kestas Zalandauskas (1), Marc Rettig (2).

SV Alfeld:
Michel Edler, Dennis Affeln – Oliver Eggers (2), Andreas Lück (3), Eike Korsen (3), Goran Krka (3), Dominik Zimmermann (4), Tim Hartdegen (3), Niklas Hermann (7/3), Hendrik Sievers (5/1), Christoph Engelmann (1), Arne Habekost, Daniel Sacher, Konrad Melle.

Text: Julia Schwekendiek (TAH), Fotos: Fabian Bönisch

TV Stadtoldendorf vergibt erstmals Heimspielpunkte
Brandes-Team verliert gegen TV Jahn Duderstadt mit 32:35 (19.12.2006)

Kein schönes Weihnachtsgeschenk für den TV Stadtoldendorf: Am letzten Oberliga-Spieltag des Jahres gingen die Handball-Herren erstmals vor heimischem Publikum leer aus. Obwohl die Stimmung in der Rumbruchshalle bis zum Ende meisterlich blieb, verlor das Brandes-Team knapp mit 32:35 (15:20) gegen den direkten Tabellennachbarn TV Jahn Duderstadt.

„Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen“, gab Stadtoldendorfs Trainer Thomas Brandes in der anschließenden Pressekonferenz zu. Trotz allem zeigte er sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, die ohne Timo Heiligenstadt, Jens Klingemann, Marc Rettig und Jan Ahlers angetreten war. Auch Magnus Wegener kam nach seiner Knieverletzung noch nicht wieder zum Einsatz. „Wir haben alles versucht, die gesamte Deckungsarbeit umgestellt, ausgewechselt und bis zum Ende gefightet“, resümierte der Coach. Die personellen Ausfälle konnte das Team jedoch nicht kompensieren. Zudem erwischten die Homburgstädter Pech im Angriff und scheiterten ein ums andere Mal an den Pfosten und Jahn-Keeper Christian Wedemeyer.

Nach anfänglicher Führung (8:5, 12. Minute) und flüssigen Spielverlauf versäumte es der TV Stadtoldendorf, Ruhe ins Spiel zu bringen und musste nach vier Gegentreffern in Folge in der 15. Minute den ersten Rückstand hinnehmen. Der TV Jahn Duderstadt fand zunehmend besser ins Spiel und setzte vor allem seinen 14-fachen Torschützen Marco Krist im temporeichen Spiel gut in Szene. Thomas Brandes taktierte und ließ Florian Glombik und Jobst Tschirch in der zweiten Halbzeit eine direkte Manndeckung gegen Stefan Pietsch und Marco Krist spielen. Etliche Zeitstrafen brachten dieses Konzept jedoch durcheinander, so dass die Eichsfelder ihren Vorsprung kontinuierlich bei vier bis fünf Toren (29:24, 45.) halten konnten. „Wir wollen Euch kämpfen sehen“ forderten die Stadtoldendorfer Fans von der Tribüne und quittierten einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen mit lauten Pfiffen. Zwar kamen die Homburgstädter nach zwei roten Karten gegen Thomas Seiler und Lukasz Kobusinski in den letzten Minuten noch einmal bis auf zwei Tore heran, mit dem Schlusspfiff traf Benjamin Möller jedoch zum 35:32-Endstand für das Team von Jahn-Trainer Stephan Albrecht.

„Wir haben in den letzten Spielen gesehen, dass wir mit den Spitzenteams der Liga mithalten können und sollten an diese Leistung anknüpfen. Keiner muss heute den Kopf hängen lassen“, lobte Thomas Brandes das Engagement seiner Mannschaft nach der spannenden und kämpferischen Schlussphase, in der Dominik Niemeyer den insgesamt neunten Siebenmeter-Wurf verwandelte. Mit 18:10 Punkten gehen beide Teams nun punktgleich auf Rang vier und fünf in die Weihnachtspause, so dass für die Rückrunde alles offen bleibt.

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel, Florian Backhaus, Jürgen Bätjer (7), Dominik Niemeyer (13/9), Jobst Tschirch (3), Magnus Wegener, Tobias Mieleke, Björn Schubert (6), Tobias Walter, Florian Glombik (2), Kestas Zalandauskas (1).

TV Jahn Duderstadt:
Edgar Krüger, Christian Wedemeyer – Marco Krist (14/4), Stefan Pietsch (3), Mark Tetzlaff (4), Thomas Seiler (6/1), Lukasz Kobusinski (3), Tobias Thormann, Maximilian Loest, Benjamin Möller (5), David Meitzner, Stefan Unzeitig, Sandro Bogott.

Text: Julia Schwekendiek (TAH), Fotos: Fabian Bönisch

„Haben gekämpft bis zum Umfallen“
Handball-Oberliga / TV 87 verliert gegen MPE Celle mit 29:31 (12.12.2006)

Vor heimischem Publikum sind sie bisher unschlagbar, doch auswärts fehlt den Handball-Herren des TV Stadtoldendorf derzeit ein Quäntchen Glück. Nachdem man sich bereits in Springe, Barsinghausen und Münden geschlagen geben musste, folgte nun mit 29:31 (16:13) die vierte knappe Auswärtsniederlage gegen den MTV Post Eintracht Celle.
Dennoch muss beim TV Stadtoldendorf keiner den Kopf in den Sand stecken. „Die Mannschaft hat gekämpft und gefightet bis zum Umfallen“, erkannte TV-Manager Volker Gnioth an. Mit einer stark dezimierten Rumpftruppe gegen das vollzählige und motivierte Celler Team fehlten dem TV 87 am Ende schlichtweg die Kräfte, um die gute Leistung des Spiels über 60 Minuten zu kompensieren. Neben den Langzeitverletzen Klingemann und Wegener mussten auch Timo Heiligenstadt, Jobst Tschirch und Tobias Mieleke verletzt beziehungsweise Grippe krank pausieren, so dass fast alle wichtigen Leistungsgträger im Rückraum fehlten. Marc Rettig konnte berufsbedingt ebenfalls nicht antreten, statt dessen wurde Jan Ahlers kurz vor Spielbeginn nachnominiert.

Nach kurzem Rückstand (1:4) zu Beginn der Partie fand das Team von TV-Coach Thomas Brandes immer besser ins Spiel, lieferte sich gegen den „Tabellennachbarn“ eine ausgeglichenes Match und ging zur Pause verdient mit drei Toren Vorsprung (16:13) in die Kabine. „Wir hatten uns viel vorgenommen. Leider waren einige Spieler am Ende fast stehend k.o., weil wir nicht auswechseln konnten“, bedauerte Thomas Brandes die personellen Nackenschläge. Über 18:13 und 22:17 setzte seine Mannschaft zunächst auch in der zweiten Halbzeit Akzente, so dass die rund 80 mitgereisten TV-Fans das Spiel schon fast gewonnen glaubten und mit Trommeln und Gesängen Heimspiel-Atmosphäre aufkommen ließen.
TV-Keeper Markus Bartsch, der sich bereits gegen die TSG Emmerthal in Topform präsentierte, konnte auch in den entscheidenden Phasen gegen Celle wieder sein Potenzial unter Beweis stellen. Vor allem Dominik Niemeyer mit 14 und Björn Schubert mit neun Treffern lieferten über die gesamte Spielzeit ein hervorragendes Match. „Das verdient absoluten Respekt“, lobte Brandes die Mannschaft. Erst beim 26:26 in der 53. Minute kamen die Celler unter ihrem neuen Trainer Dieter Beschnidt schließlich zum Ausgleich und legte in der Folge mit drei Toren vor, an die das erschöpfte TV-Team nach zwei unglücklichen Pfostentreffern nicht mehr heran kam.

„Wenn unsere Rückraumspieler da gewesen wären, hätten wir das Spiel gewonnen“, war Volker Gnioth sich sicher. „Das macht Hoffnung für das nächste Spitzenspiel gegen den TV Jahn Duderstadt am kommenden Sonnabend.“

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel, Jan Ahlers, Florian Backhaus (1), Jürgen Bätjer (3), Dominik Niemeyer (14), Björn Schubert (9), Tobias Walter, Florian Glombik (1), Kestas Zalandauskas (1).

Julia Schwekendiek (TAH)

Volker Gnioth sieht ein „Spiel auf Augenhöhe“
TV87 tritt beim „Tabellennachbarn“ MPE Celle an / Per Bus zum Auswärtsspiel (12.12.06)

Nach dem letzten Heimsieg gegen die TSG Emmerthal stehen die Handball-Herren des TV Stadtoldendorf am morgigen Sonnabend vor der nächsten schweren Auswärtsaufgabe. Gegner ist der MTV Post Eintracht Celle, der seit dem Trainerwechsel von Martin Kahle zu Ex-Co-Trainer Dieter Beschidt vor einigen Wochen einen sensationellen Lauf hat und genau wie der TV 87 erst drei Niederlagen in der laufenden Saison einstecken musste.
„Wir fahren nach Celle, um dort zu gewinnen“, gibt TV-Manager Volker Gnioth ein klares Ziel vor. Gerade nach den Unstimmigkeiten nach den letzten Spielen sei es wichtig, die Dinge positiv zu sehen, so der Manager. „Wir müssen von Spiel zu Spiel denken und zusehen, dass wir möglichst viele Punkte holen und wenig Miese einfahren“, lautet sein einfaches Konzept. Auch wenn MPE-Coach Dieter Beschnidt mit Blick auf seine Personalbank den TV Stadtoldendorf als klaren Favorit einstuft, so sieht Volker Gnioth eher ein „Spiel auf Augenhöhe“ vor sich. „Der MTV Celle hat Heimvorteil. Es ist sehr schwer dort zu gewinnen“, weiß er aus der vergangenen Saison, als am Ende ein Unentschieden stand. Nicht umsonst stehen beide Teams derzeit punktgleich auf Rang drei und vier.
Allerdings muss der MPE-Trainer am Sonnabend auf seine wichtigsten Leistungsträger verzichten, Sebastian Beschnidt, Jörg Matthée und Jörg Oehus werden neben den Langzeitverletzten ebenfalls fehlen. „Mit gerade einmal einem Auswechselspieler ist unsere Spielerdecke momentan einfach zu dünn, um dem mit zweit- und regionalligaerfahrenen Spielern gespickten Kader der Stadtoldendorfer ernsthaft Paroli bieten zu können“, stapelt Beschnidt vor der Partie tief. Das Team von TV-Coach Thomas Brandes wird hingegen unverändert im Vergleich zu den letzen Spielen auflaufen. Positive Nachricht: Tobias Mieleke, der nach langer Verletzung bereits im letzten Spiel gegen die TSG Emmerthal einen kurzen Einsatz hatte, wird voraussichtlich auch am Sonnabend auf dem Parkett stehen. Jens Klingemann und Magnus Wegener werden indes weiterhin fehlen, vor allem der längere Ausfall von Wegener habe das Team hart getroffen, so TV-Manager Volker Gnioth.
Für alle Fans, die den TV Stadtoldendorf zum Spitzenduell nach Celle begleiten wollen, hat der Verein wieder einen Bus organisiert. Dieser startet um 15.45 Uhr am Ballisgraben in Stadtoldendorf, macht einen Zwischenstopp für einen gemütlichen Bummel über den Celler Weihnachtsmarkt und trifft anschließend rechtzeitig zum Spielbeginn um 19.30 Uhr an der Gymnasiumsporthalle in Celle ein.

Julia Schwekendiek (TAH)

Spiel gewonnen, klare Linie verloren
Handball-Oberliga / TV Stadtoldendorf besiegt TSG Emmerthal im Derby mit 31:28 (04.12.2006)

Das Ziel, zwei Punkte zu holen, ist erreicht, doch spielerisch konnten die Handball-Herren des TV Stadtoldendorf nicht wirklich überzeugen. Im Derby besiegte das Brandes-Team die TSG Emmerthal zwar klar mit 31:28 (14:12), über die Art und Weise des Sieges wird es jedoch noch einigen Gesprächsbedarf geben.
„Ich bin froh, dass die zwei Punkte in Stadtoldendorf geblieben sind“, zeigte sich TV-Coach Thomas Brandes erleichtert und zugleich enttäuscht von der Leistung einiger seiner Spieler. „Wenn man wüsste, was in einigen Spielern auf dem Feld vorgeht, dann hätten wir es sehr viel leichter. Die Fehler aus dem letzten Spiel gegen Münden hätten uns auch heute fast den Sieg gekostet“. Mit vielen verschenkten Torgelegenheiten und einem, wie Brandes es formulierte, „katastrophalen Entscheidungsverhalten“ machten sich die Homburgstädter selbst das Leben schwer und verloren nach flüssigen Spielphasen immer wieder ihre klare Linie. Die 5:1-Deckung des TV 87 gegen TSG-Schütze Tobias Keller ließ vor allem TSG-Spielertrainer Sönke Koß aus dem Rückraum zu viel Freiraum und auch nach taktischer Umstellung auf 6:0- Deckung konnten sich die Homburgstädter nicht vom Gegner absetzen. Jedem Führungstreffer folgte bis zur 29. Minute der Ausgleich, erst in der 30. Minute war Tobias Walter zwei mal zum 14:12-Pausenstand erfolgreich. „Wir sind einfach nicht in der Lage 60 Minuten konzentriert zu spielen. Anstatt den besser positionierten Spieler zu sehen, versuchen einige zu zaubern und ein Schaulaufen zu veranstalten“, war Brandes sichtlich verärgert, obwohl sein Team mit diesem Sieg weiterhin neben dem TSV Barsinghausen die heimstärkste Mannschaft der Oberliga bleibt.

In der zweiten Halbzeit fand der TV 87 schließlich besser ins Spiel und konnte sich in der 39. Minute erstmals mit drei Toren absetzen (19:16). Fehlern im Angriffsspiel und unnötigen Diskussionen auf dem Feld versuchten „Abwehrchef“ Jürgen Bätjer und Thomas Brandes von der Bank aus lautstark ein Ende zu setzen.
Ihren besten Mann hatten die Stadtoldendorfer vor allem gegen Ende in Keeper Markus Bartsch, der mit tollen Paraden ein Herankommen des Teams von TSG-Coach Roland Schwörer verhinderte. Immerhin befand sich der TV 87 in einer emotionsgeladenen Schlussphase nach vielen Zeitstrafen und einem Verweis gegen Jobst Tschirch fast durchweg in Unterzahl auf dem Feld.
Nicht zuletzt war es schließlich Björn Schubert, der mit neun Treffern trotz zeitweiliger Manndeckung gegen sich einen wichtigen Beitrag zum Stadtoldendorfer Sieg leistete und eine größere Blamage verhinderte.

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel (1/1), Florian Backhaus, Jürgen Bätjer (3), Dominik Niemeyer (5/1), Jobst Tschirch (7/2), Tobias Mieleke (1), Björn Schubert (9), Timo Heiligenstadt (3), Tobias Walter (2), Florian Glombik, Kestas Zalandauskas.

TSG Emmerthal:
Sascha Krannich, Andreas Kinne – Jan Koß, Stefan Kunze, Nils Vietmeyer, Tobias Keller (9/5), Sönke Koß (4), Andreas Gödecke, Lars Knoke (3), Björn Scheele, Heiko Heemann (2), Julian Kutschera (5), Dean Wood (5).

Julia Schwekendiek (TAH)

Oberliga: TSG Emmerthal kommt zum Derby
TV Stadtoldendorf erwartet volles Haus beim Handball-Klassiker (01.12.06)

Endlich ist es wieder soweit: Am morgigen Sonnabend steigt in der Stadtoldendorfer „Rumbruchshölle“ der Handball-Klassiker zwischen dem TV 87 und der TSG Emmerthal. Während es für das Team von TV-Coach Thomas Brandes darum geht, den Kontakt zur Tabellenspitze nicht zu verlieren, muss die TSG unter Trainer Roland Schwörer alles daran setzen, um sich Luft im Tabellenkeller zu verschaffen.
„Jetzt heißt es dran bleiben. Es kann nur eine Devise für das Spiel geben“, fordert Thomas Brandes den Sieg und hundertprozentiges Engagement seiner Spieler für die Mannschaft. In der vergangenen Saison mussten die Homburgstädter zwei mal gegen den „Nachbarn“ aus Emmerthal passen, doch in dieser Saison spricht die Bilanz deutlich für den TV Stadtoldendorf. Ein Wechselbad der Gefühle erlebte die TSG Emmerthal nach einem Start mit vier Niederlagen, derzeit rangiert das Team nur auf Platz 13 weiter unter seinem eigentlichen Potenzial. „Spielerisch gehört die Mannschaft sicherlich zu den besten Teams der Liga. Spielmacher Sönke Koß auf der Mittelposition sorgt immer für sehr viel Bewegung im Angriffsspiel, wodurch die beiden gefährlichen Rückraumschützen Tobias Keller und Lars Knoke immer wieder hervorragend ins Spiel gebracht werden“, weiß Thomas Brandes. Man dürfe den Gegner also auf keinen Fall unterschätzen und müsse versuchen, das Abwehrverhalten noch kompakter und aggressiver zu gestalten. Vor allem die einfachen Torgelegenheiten über Tempogegenstöße oder die zweite Welle müssten genutzt werden.
Dass die Stadtoldendorfer als Titelkandidat nach ihrer dritten Niederlage gegen die TG Münden erheblich unter Druck stehen, weiß auch Emmerthals Spielertrainer Sönke Koß. „Stadtoldendorf geht sicherlich als klarer Favorit in die Partie. Dennoch wollen wir uns nicht verstecken, unser Ding durchziehen und mit Leidenschaft und unbändigem Kampf den Titelanwärter unter Druck setzen. Ein Derby hat immer sein eigenen Charakter“, gibt Koß vor dem Spiel bekannt.
Wenn die Partie morgen um 18 Uhr angepfiffen wird, dürfen sich die Zuschauer neben einem heiß umkämpften Match sicher auch auf grandiose Stimmung und eine volle Halle einstellen. Schließlich ist es noch keinem Gegner in dieser Saison gelungen, Punkte aus Stadtoldendorf zu entführen.

Julia Schwekendiek (TAH)

Handball-Oberliga: Schlussphase kostet Sieg (28.11.06)

Gut gekämpft und doch verloren: Im Spitzenspiel der Handball-Oberliga musste sich der TV Stadtoldendorf nach einer packenden Schlussphase der TG Münden mit 31:32 (13:17) geschlagen geben. Es ist die dritte Auswärtsniederlage der Homburgstädter in Folge, die jedoch um so bitterer erscheint, da das Team kurz vor Schluss noch mit 30:29 in Führung gelegen hatte. „Man hat gesehen, dass wir auch auswärts mit den Spitzenteams mithalten können. Am Ende wurden wir jedoch wieder dafür bestraft, dass wir unsere Leistung nur 50 von 60 Minuten abgerufen haben“, lautete das enttäuschte Fazit von TV-Coach Thomas Brandes. Während der TV Stadtoldendorf damit weiter an Boden verliert, bleibt die TG Münden engster Verfolger des TSV Barsinghausen, der sich auch am elften Spieltag gegen die HG Rosdorf-Grone keine Blöße gab.

Zu Beginn der Partie konnte das Brandes-Team den starken TG-Schützen um Andrej Doktorovych zunächst Paroli bieten. Konzentrationsprobleme und einfache Ballverluste im Angriff sorgten ab der 15. Minute (7:7) jedoch dafür, dass sich das Team von TG-Coach Peter Rommel zur Pause bis auf 17:13 absetzen konnte.
Mit zunehmender Deckungsstabilität, einem sich steigernden Swen Herrendörfer im TV-Tor und erfolgreicher Manndeckung gegen Doktorovych kämpften sich die Homburgstädter in Durchgang zwei schließlich wieder heran. Beim 30:29 fünf Minuten vor Abpfiff verpasste das Brandes-Team jedoch die große Chance auf einen weiteren Treffer und auch eine doppelte Überzahlsituation beim 31:31 konnten die Homburgstädter nicht nutzen. Statt dessen vergab Björn Schubert, mit neun Treffern erfolgreichster TV-Schütze, als tragischer Held die letzte sichere Torgelegenheit, die die TG Münden im Gegenstoß zum Siegtreffer nutzte.
„Diese Fehler am Schluss dürfen uns nicht passieren“, resümierte Thomas Brandes, der auch einige kritische Schiedsrichterentscheidungen in der entscheidenden Phase für die Niederlage mitverantwortlich machte. „Es sind oft die Kleinigkeiten, die weh tun“. Allerdings müsse man positiv anerkennen, dass sich das Team mit Einsatz und Engagement nach dem Pausenrückstand wieder heran gekämpft habe und vor allem Björn Schubert und der achtfache Torschütze Tobias Walter eine gute Partie geliefert hätten.

Julia Schwekendiek (TAH)

„Wir müssen uns von Spiel zu Spiel verbessern“
Handball-Oberliga / Thomas Brandes, Trainer des TV Stadtoldendorf, im Interview (23.11.06)

Stadtoldendorf. Am Rande des letzten Oberliga-Heimspiels nutzte TAH-Mitarbeiterin Julia Schwekendiek die Möglichkeit zu einem kurzen Interview. Mit Thomas Brandes, Trainer des TV Stadtoldendorf, sprach sie über die Erwartungen der nächsten Spiele sowie Stärken und Schwächen der Mannschaft.

Zehn von 34 Spieltagen sind jetzt gespielt. Wenn Sie ein erstes Zwischenfazit ziehen, sind Sie dann da, wo Sie stehen wollten?

Wenn man sich unser Programm bisher anschaut, dann können wir mit Zufriedenheit sagen, dass wir unsere Heimaufgaben allesamt mit blütenweißer Weste gelöst haben. Das können bisher nur Barsinghausen und Duderstadt von sich behaupten. Wir sind also absolut im Soll. Die vier Punkte, die wir auswärts gelassen haben, tun sehr weh, aber auch Barsinghausen hat noch schwere Auswärtsaufgaben in der Saison vor sich.
Im Kampf um die Meisterschaft ist noch nichts verloren. Nach dem Spiel gegen die HG Rosdorf-Grone waren wir auf einem guten Weg, doch die Verletzung von Magnus Wegener schmerzt dem Team. Dafür ist Kestas Zalandauskas eine gute Alternative im Rückraum. Mit dem Deckungsverhalten bin ich noch nicht ganz zufrieden und auch wenn der Angriff super läuft, haben wir da sicher noch Potential und sind nicht aggressiv genug.
Unter dem Strich können wir mit 16:4 Punkten durchaus zufrieden sein. Wenn jetzt die ‚Kracherspiele‘ kommen, heißt es Anschluss an die Spitzenteams zu halten. Wir müssen die Bigpoints landen, aus unseren Fehlern lernen und konzentriert auf ein höheres Level zuarbeiten.

Ist es eine Überraschung, dass ausgerechnet der TSV Barsinghausen so überragend auftrumpft?

Nein, mit Barsinghausen habe ich eigentlich von Anfang an gerechnet. Die haben bisher ein dickes Ausrufezeichen hinter ihre Ambitionen gesetzt. Allerdings wird sich auch zeigen, ob das Team diese Leistung über 34 Spieltage hinweg halten kann, schließlich ist es immer leichter, wenn man erst einmal auf einer Welle schwimmt. An die taktische Diszipliniertheit und hohe Konstanz, die die Mannschaft auf dem Feld beweist, müssen wir auch versuchen heranzukommen.

Individuell gehört der TV Stadtoldendorf sicher zu den am besten besetzten Mannschaften der Oberliga. Warum ist diese Stärke bisher nicht als Teamleistung zu spüren, wenn man sich vor allem die Leistungsschwankungen der letzten Siege gegen Braunschweig und Rosdorf sowie der Niederlagen gegen Springe und Barsinghausen anschaut?

Es stimmt schon, dass wir viele gute Aktionen auf dem Feld haben und uns dann wieder die Cleverness fehlt. Es ist nur natürlich, dass sich jeder beweisen will, schließlich belebt Konkurrenz das Geschäft gerade bei uns, wo jede Position mehrfach besetzt ist. Jeder will und muss zeigen, was er kann, nur leider geht diese Eigennützigkeit manchmal nach hinten los. Was zählt, ist die Mannschaft und dass wir am Ende einen Punkt mehr haben als der Gegner. Seit Anfang der Saison werden wir als Topfavorit gehandelt, weil wir individuell sicherlich eine der stärksten Mannschaften sind. In der Oberliga ist jedoch auch entscheidend, wie weit man spielerisch ist. Gerade das macht sich bei Barsinghausen bezahlt, die zwar individuell schlechter besetzt sein mögen als wir, aber dennoch eine geschlossene Mannschaftsleistung abliefern, bei der sich jeder dem Mannschaftserfolg unterordnet.

Das Programm vor Weihnachten bietet noch einige Highlights: Was wünschen Sie sich als Trainer, wo soll die Mannschaft am Ende des Jahres stehen?

Das mache ich nicht vom Tabellenplatz abhängig. Wir wollen den Kontakt zu den Spitzenteams pflegen. Die Mannschaft hat hohe Ansprüche an sich selbst und die Spieler wollen ganz oben auch um den Aufstieg mitspielen. Wenn wir bis Weihnachten weiter oben stehen wollen, ist es genauso wichtig, dass auch Barsinghausen einmal Punkte abgibt. Wir müssen uns von Spiel zu Spiel verbessern, doch leider war gerade das Spiel gegen die HSG Northeim nicht ein Paradebeispiel dafür.

Julia Schwekendiek (TAH)

Schwarz und Weiß bringen Farbe ins Spiel
TV Stadtoldendorf besiegt HSG Northeim mit 37:32 (21.11.06)

Die Handball-Herren des TV Stadtoldendorf bleiben in ihren Heimspielen in der Oberliga Niedersachsen weiterhin ungeschlagen. Gegen die personalgeschwächte HSG Northeim sicherte sich das Brandes-Team trotz fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen einen nie gefährdeten 37:32-(20:12)-Sieg und rehabilitierte sich damit bei den rund 350 Fans für die desolate Niederlage gegen den TSV Barsinghausen.

Von Beginn an dominierte der Favorit aus Stadtoldendorf die Partie, so dass Gästetrainer Carsten Barnkothe beim Stand von 8:3 in der 9. Minute bereits die erste Auszeit nahm. Im flüssigem Angriffsspiel des TV 87 konnte vor allem Sebastian Stenzel mit schönen Toren von links außen glänzen, auch Dominik Niemeyer fand mit zehn Treffern zu alter Stärke zurück. Neuzugang Kestas Zalandauskas und Jürgen Bätjer ließen im Innenblock kaum Torwürfe der HSG-Schützen zu. Zur Halbzeit gingen die Homburgstädter daher verdient mit einem Acht-Tore-Vorsprung (20:12) in die Kabine. „Zwölf Gegentore zur Halbzeit sind eine akzeptable Leistung“, lobte auch TV-Coach Thomas Brandes sein Team. „Eigentlich sollte das Spiel so weitergehen und das Team bis zum Ende weiter Druck aufbauen. Das war dann jedoch nicht mehr möglich“, spielte er auf den weiteren Spielverlauf an, der sich nach der vierten Zeitstrafe für den TV 87 in der 29. Minute bereits andeutete.
Zwar konnten die Homburgstädter mit veränderter Abwehrformation ihren Vorsprung bis auf 26:16 (40. Minute) ausbauen, doch dann war es das Schiedsrichtergespann Schwarz/ Weiß aus Göttingen, das unerwünscht Farbe ins Spiel brachte und der HSG Northeim umstrittene Schützenhilfe leistete.

„Ich wusste nicht, was ich meinen Spielern noch sagen sollte, die ratlos zur Bank schauten“, schilderte der TV-Coach seine Eindrücke, „für alle Aktionen wurden wir mit zwei Minuten bestraft, so dass ein aggressives Deckungsverhalten überhaupt nicht mehr möglich war.“ In 60 Minuten sammelte der TV 87 satte 15 Zeitstrafen, das Barnkothe-Team immerhin sechs. Brandes wechselte, nahm Jürgen Bätjer und Björn Schubert aus dem Spiel und brachte statt dessen Marc Rettig und Florian Glombik. Die rote Karte gegen Timo Heiligenstadt in der 50. Minute wurde mit lauten Pfiffen und „Schieber“-Rufen der TV-Fans deklariert. Höhepunkt der „schwarz-weißen“ Vorstellung waren kurz vor dem Schlusspfiff schließlich vier Siebenmeter in zwei Minuten für die HSG Northeim, die Kevin Schiffer allesamt im TV-Netz versenkte.
„Es ist schade, dass man so deutlich gesehen hat, wer die bessere Mannschaft auf dem Feld war und es am Ende trotzdem noch einmal recht eng wurde“, war Thomas Brandes enttäuscht. „Wenn man in der zweiten Halbzeit fast 20 Minuten in teilweise dreifacher Unterzahl spielt, ist ein geordneter Spielablauf kaum mehr möglich.“

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel (5), Florian Backhaus, Jürgen Bätjer (5), Dominik Niemeyer (10/1), Jobst Tschirch (4), Tobias Mieleke, Björn Schubert (2), Timo Heiligenstadt (6), Tobias Walter (1), Florian Glombik, Marc Rettig (3), Kestas Zalandauskas (1).

HSG Northeim:
Maik Wilfer, Martin Dernedde – Kai Hungerland (10), Kevin Schiffer (13/8), Andre Kühn (1), Jens Knöchel, Kai Kühn (1), Dennis Friedrichs, Jan Hendrik Schmidt (4), Michel Skala (3), Kai Ahrens, Johann Aman.

Text: Julia Schwekendiek (TAH), Fotos: Fabian Bönisch

Gute Nachrichten vermeldet die TV-Personalabteilung
1. Herren trägt die Heimspiele jetzt immer sonnabends um 18 Uhr aus (17.11.2006)

Die schmerzliche Niederlage gegen den TSV Barsinghausen ist verarbeitet, morgen wollen die Handball-Herren des TV Stadtoldendorf wieder vor eigenem Publikum zwei Zähler auf ihrem Konto verbuchen.
Um 18 Uhr wird die Partie gegen den Aufsteiger HSG Northeim in der Rumbruchshalle angepfiffen, eine durchaus lösbare Aufgabe für den TV 87 sollte man meinen. Mit vier Siegen in neuen Spielen steht die HSG Northeim unter Trainer Carsten Barnkothe derzeit auf Platz zehn der Tabelle, sieben Plätze unter dem TV 87, der nach der zweiten Niederlage punktgleich mit dem TV Jahn Duderstadt und der TG Münden auf Rang drei rangiert.

„Wir sind klarer Favorit“, konstatiert TV-Manager Volker Gnioth. Dennoch müsse man den Gegner ernst nehmen, das habe auch schon das Vorbereitungsspiel vor der Saison gezeigt, das der TV 87 für sich entscheiden konnte. „Die HSG Northeim ist eine unheimlich junge, schnelle und homogene Mannschaft ohne einen herausragenden Spieler. Doch gerade weil sie unbeschwert aufspielen kann, könnte sie sehr gefährlich werden“, glaubt der Manager. Mit einer sicheren Abwehr und Treffsicherheit im Angriff sei das Spiel aber eine sichere Sache. „Für uns heißt es, vor Jahresende keine unnötigen Punkte mehr abzugeben. Daher müssen wir von Anfang an mehr als hundert Prozent Leistung bringen“, so Gnioth.

Gutes vermeldet auch die Personalbank des TV 87: Alle Spieler und auch Neuzugang Kestas Zalandauskas sind einsatzbereit. Die HSG Northeim wird indes ohne ihre Dauerverletzten Oliver Strupeit und den ehemaligen Aufstiegsgaranten Oliver Kirch anreisen. Kirch, der zuletzt gehofft hatte, in die Mannschaft zurückkehren zu können, fällt nach einem Kreuzbandriss im Training bis zum Ende der Saison aus. Des Weiteren werden wohl Rainer Pischke, Jan-Henrik Schmidt und Jan Knöchel fehlen, die zuletzt gegen den TuS Altwarmbüchen verletzt das Parkett verlassen mussten. „Abgesehen von der Personalsorgen sind unsere Chancen beim heimstarken TV Stadtoldendorf sowieso gering“, gibt Carsten Barnkothe zu, der das Spiel dem folgenden in Obernkirchen unterordnet. „Es wird kein Spaziergang, doch zu Hause können und müssen wir alle schlagen“, gibt sich indes Stadtoldendorfs Manager Gnioth siegessicher.

Text und Foto: Julia Schwekendiek (TAH)

Zalandauskas kehrt zurück
Litauer soll Stadtoldendorfer Rückraum verstärken (17.11.2006)

Kestas ZalandauskasSeit dem vergangenen Spieltag ist es offiziell: Kestas Zalandauskas ist zurück im Team der Handball-Herren des TV Stadtoldendorf. Seit drei Wochen trainiert der gebürtige Litauer bereits wieder im Kreis seiner alten Mannschaft, in der letzten Partie des TV 87 gegen den TSV Barsinghausen gab er offiziell sein Comeback bekannt.

„Die Saison ist noch lang und nach dem längeren Ausfall von Jens Klingemann und jetzt auch Magnus Wegener mussten wir reagieren“, erklärt TV-Manager Volker Gnioth. Da Zalandauskas zur Zeit beruflich nach neuen Perspektiven suche, in Stadtoldendorf wohne und wieder Zeit zum Trainieren habe, sei dieser Schritt nur logisch gewesen, so Gnioth.

Seine steile Handballkarriere begann Kestas Zalandauskas in Litauen, wo er zeitweise sogar in der Nationalmannschaft spielte. In Deutschland folgten Engagements beim Regionalligisten in Anderten, beim VfL Hameln und in Rinteln. Als Trainer kam er bereits während der Saison 2001/02 nach Stadtoldendorf. Hier löste er zunächst Lars Rindlisbacher als Coach ab, bevor er auch als Spieler sehr erfolgreich seinen Beitrag zum Aufstieg der Herrenmannschaft in die Verbands- und Oberliga leistete und schließlich gemeinsam mit Michael Hensel das Team trainierte.
Nach einem Jahr in der Oberliga sah er sich jedoch aufgrund seiner Arbeit im Schichtdienst nicht mehr in der Lage, die hohen Anforderungen zu erfüllen und legte den Handball vorübergehend auf Eis.

„Ich freue mich, wieder da zu sein“, so der 40-Jährige, der beim Stadtoldendorfer Publikum immer schon sehr beliebt war. „Sicher wird Kestas noch einige Zeit brauchen, um zu alter Stärke zurückzufinden“, glaubt Volker Gnioth. Doch wenn die Fitness erst wieder da sei, dann sei er eine gute Alternative im Rückraum. „Wir brauchen jemanden mit Handballverstand. Er kann der Abwehr halt geben“, ist sich der TV-Manager sicher. Wenn am kommenden Sonnabend um 18 Uhr die Partie gegen den Verbandsligaausfsteiger HSG Northeim angepfiffen wird, wird Kestas Zalandauskas erstmals auch vor heimischem Publikum in der Rumbruchshalle spielen.

Text: Julia Schwekendiek (TAH), Foto: Fabian Bönisch

TV 87 verpasst Sprung an die Spitze
Handball-Oberliga / TSV Barsinghausen besiegt Brandes-Team mit 37:31 (14.11.2006)

Die Handball-Herren des TV Stadtoldendorf haben ihre erste Chance vertan, sich allein an die Tabellenspitze der Oberliga Niedersachsen zu setzen. Nachdem bereits Mitfavorit TV Jahn Duderstadt seine Punkte in Großenheidorn ließ, musste auch der TV 87 einsehen, dass er dieser Aufgabe noch nicht gewachsen ist. Mit einer wahren Torflut von 37:31 (20:13) Treffern ging das Team von TV-Coach Thomas Brandes gegen den gastgebenden Tabellenführer TSV Barsinghausen vor rund 300 Zuschauern in der Barsinghäuser Glück-Auf-Halle ruhmlos unter.

„Wenn man irgendwo verlieren darf, dann wohl gegen den Tabellenführer“, versuchte Thomas Brandes nach dem Spiel die Niederlage seines Teams zu entschuldigen. Doch was sich zuvor auf dem Spielfeld ereignete, wird wohl noch einigen Gesprächsbedarf und Aufarbeitung fordern. Nach gutem Start mit aggressiver Deckung und flüssigem Spielverlauf führten die Homburgstädter in der 5. Minute bereits mit 3:1 und hielten das Spiel eine gute Viertelstunde offen. Doch in der Folge fand der TSV Barsinghausen zunehmend seinen Lauf (12:8, 17. Minute), einfache Fehler der TV-Abwehr und Torhüter Herrendörfer/ Bartsch nutzten die TSV-Schützen um Paul Schirmer und Maximilian Wölfel eiskalt aus. Einzig Jobst Tschirch sorgte für positive Momente im TV-Spiel. Im Angriff verloren die Homburgstädter an Sicherheit und auch mit einem taktischen Wechsel in der Abwehr kamen die Spieler nicht klar, so dass der TSV Barsinghausen erfolgreich sein Tempospiel aufziehen konnte und mit einer Sieben-Tore-Führung (20:13) in die Kabine ging.

„Eigentlich hätte wir vogelfrei ohne Druck aufspielen können. Schließlich ist Barsinghausen keine ‚Übermannschaft‘ und hat zeitweise ebenfalls an Konzentration vermissen lassen“, urteilte Thomas Brandes. Dennoch kassierte sein Team auch nach der Pause weiterhin ideenlos einfache Treffer, im Angriff machten vor allem Kreisläufer Jürgen Bätjer und Florian Backhaus torlos keine gute Figur. Kurios, dass der TV Stadtoldendorf ausgerechnet in dreifacher Unterzahlsituation beim Stand von 32:21 in der 50. Minute zu einer beispielhaften Torserie ansetzte und wieder auf 26:32 (52.) herankam. Doch da war das Spiel bereits gelaufen. Auch Kestas Zalandauskas, der ab sofort wieder in den Pflichten des TV 87 steht und als Joker im Spiel gedacht war, konnte auf der Position des verletzten Magnus Wegener nicht wie erhofft in den Spielverlauf eingreifen. „Es geht nicht, dass wir unseren besten Handball erst dann spielen, wenn alles egal ist“, kritisierte Thomas Brandes verärgert nach einer emotionsgeladenen Schlussphase, in der Florian Backhaus zuletzt die rote Karte sah. „Daran werden wir weiter arbeiten müssen. Vielleicht sind wir der Bürde des Tabellenführers einfach noch nicht gewachsen“.

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel (2/2), Florian Backhaus, Jürgen Bätjer, Dominik Niemeyer (5/1), Jobst Tschirch (5), Björn Schubert (8), Timo Heiligenstadt (4), Tobias Walter (1), Florian Glombik (3), Marc Rettig (1), Kestas Zalandauskas (1).

TSV Barsinghausen:
Wolfgang Linz, Marc Daseking - Rolf Dombrowski (2), Bastian Bruns (3), Sven Reuter (6), Paul Schirmer (4), Cordt Ziemer (5), Sebastian Reichardt (6), Maximilian Wölfel (9/3), Bastian Harendt (2), René Behnisch, Lars Kruse, Olaf Seegers.

Julia Schwekendiek (TAH)

Brandes: „Wir werden den Kampf annehmen“
TV Stadtoldendorf wird morgen vom Tabellenführer TSV Barsinghausen empfangen

Nach der Absage des Pokalspiels am vergangenen Wochenende bekommen die Handball-Herren des TV Stadtoldendorf morgen die nächste Chance, sich gegen den derzeitigen Tabellenführer der Oberliga Niedersachsen zu beweisen. Um 17 Uhr wird das Brandes-Team zum Spitzenspiel vom TSV Barsinghausen empfangen, der einzigen Mannschaft, die derzeit noch ungeschlagen ist.
„Was das flexible Abwehrspiel und die taktischen Änderungen während eines Spiels angeht, ist Barsinghausen wohl am weitesten entwickelt in der Liga“, glaubt TV-Coach Thomas Brandes. Nicht umsonst steht das Team von TSV-Coach Stefan Wyss derzeit nach nur einem Unentschieden beim TC Schöningen auf dem ersten Tabellenplatz. Selbst Mitfavorit TV Jahn Duderstadt und die TG Münden ließen ihre Punkte bereits bei den Deisterstädtern, die zu Saisonbeginn nur wenige personelle Änderungen bekannt gaben. „Großes Plus sind die mannschaftliche Geschlossenheit und die taktische Disziplin auf dem Feld“, weiß der TV-Coach über den TSV Barsinghausen, der vor allem mit mehreren flexiblen Abwehrformationen und schnellen Gegenstößen seinen Gegner aus dem Konzept zu bringen vermag. Gerade deshalb werden die Homburgstädter in der Abwehr Höchstleistung erbringen müssen, um mit Paul Schirmer und dem Zweitliga-Erfahrenen Cordt Ziemer die besten TSV-Schützen unter Kontrolle bringen zu können. Auch das TSV Towartgespann Linz/Daseking hat in der Vergangenheit bereits viele Schützen zur Verzweiflung gebracht. Hinter der „ersten Sechs“ klaffe jedoch eine Lücke, so Thomas Brandes, da habe der TV bessere Alternativen.
„Die Pokalbegegnung hätte ich gern gespielt“, gibt er vor der Ligabegegnung zu, schließlich hätten hier einige Spieler mit weniger Spielanteilen eine wichtige Chance bekommen, sich zu beweisen. Dennoch habe er für die krankheitsbedingte Absage des TSV Barsinghausen Verständnis. Morgen wird das TV-Team wohl unverändert im Vergleich zu den vergangenen Spieltagen auflaufen. „Wenn wir die Aggressivität aus der zweiten Halbzeit des Rosdorf-Spiels 60 Minuten bringen, das Tempospiel des Gegners unterbinden und im Angriff einen kühlen Kopf bewahren, haben wir eine gute Chance“, glaubt der TV-Coach.

Julia Schwekendiek (TAH)

Tschirch, Heiligenstadt und Wegener lassen es richtig krachen
Brandes-Team bezwingt HG Rosdorf-Grone deutlich mit 31:22 (31.10.2006)

Es war ein Spiel, wie man es sich spannender kaum hätte vorstellen können. Noch nie hat der TV Stadtoldendorf die HG Rosdorf-Grone bisher in einer Ligabegegnung besiegen können, doch diese Negativserie ist seit dem achten Oberliga-Spieltag beendet. Mit 31:22 (11:14) setzte sich das Team von TV-Coach Thomas Brandes gegen die HG Rosdorf-Grone durch und unterstrich damit einmal mehr seine Titelambitionen.

„Wir haben endlich wieder Handball mit Leidenschaft gespielt“, zeigte sich Thomas Brandes nach der zuletzt schwachen Leistung seines Teams begeistert.
„Man hat gemerkt, dass die Mannschaft den Sieg unbedingt wollte. Jeder hat für den anderen gekämpft“.

Dabei spiegelte die erste Halbzeit ganz und gar nicht die Leidenschaft wider, die die Mannschaft nach der Pause aufflammen ließen. Nach einem guten Start des TV 87 erzielte Tobias Westendorf den ersten Führungstreffer für das Team von HG-Coach Lars Rindlisbacher (6:5, 15. Minute), das daraufhin seinen Vorsprung kontinuierlich bis auf fünf Tore (9:14, 27.) ausbaute.
Björn Schubert und Dominik Niemeyer verzweifelten am Rosdorfer Innenblock Hogreve/ Norpoth und auch HG-Keeper Sascha Kurzrock präsentierte sich in gewohnter Bestform.

„In der ersten Halbzeit haben wir fast alles falsch gemacht und unsere Chancen kaum genutzt“, kritisierte Thomas Brandes. Mit allzu großem Respekt ging seine Mannschaft ans Werk, die Abwehr ließ vor allem HG-Schütze Marcus Wuttke zu viel Freiraum.

 

Nach taktischen Änderungen zur zweiten Halbzeit kam der Ball dann für den TV 87 ins Rollen. In der 39. Minute glich Jürgen Bätjer, der nach seiner dritten Zeitstrafe kurz vor Schluss die rote Karte sah, zum 15:15 aus. Wie verwandelt spielte das Rindlisbacher-Team, das personalgeschwächt ohne Benny Jentsch und den gesperrten Christian Brand angetreten war. Viele Zeitstrafen brachen die klare Linie der ersten Halbzeit, und als Jonas Norpoth in der 49. Minute ebenfalls mit rot das Feld verlassen musste, versenkten Jobst Tschirch, Timo Heiligenstadt und Magnus Wegener den Ball im Rosdorfer Kasten, dass es nur so krachte.
Matchwinner neben der gegen Ende hin starken und kompakten TV-Abwehr waren auch die rund 400 begeistern Fans, die als „achter Mann“ in der „Rumbruchshölle“ den Kessel zum Brodeln brachten.

„Wir wussten, dass wir Geduld aufbringen müssen, um zum Ende des Spiels unsere Chance zu bekommen. Das haben wir hervorragend umgesetzt, denn auch die Disziplin auf dem Feld war gut“, lautete das Fazit von Thomas Brandes nach der Partie, obwohl der Sieg in dieser Höhe nicht ganz Spielverlauf gerecht sei.
Ob der TV Stadtoldendorf wirklich auf dem richtigen Weg ist und mit den anderen Favoriten der Liga mithalten kann, wird sich am kommenden Sonnabend zeigen. Dann nämlich trifft das Brandes-Team ab 18 Uhr im HVN-Pokal auf den derzeitigen Tabellenersten TSV Barsinghausen, der zuletzt den MTV Obernkirchen mit 33:20 (13:11) deklassierte.

 

 

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel, Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus, Jürgen Bätjer (4), Dominik Niemeyer, Jobst Tschirch (5/1), Magnus Wegener (9/1), Björn Schubert (2), Timo Heiligenstadt (5), Tobias Walter (4), Florian Glombik (2), Marc Rettig.

HG Rosdorf-Grone:
Sascha Kurzrock, Matthäus Fink – Abi Ankrah (1), Tobias Westendorf (1), Jan Knöchel, Marcus Wuttke (9/1), Erik Hogreve, Jonas Norpoth, Sebastian Frank (3), Christian Pabst (1), Ender Kanar (6/2), Eugen Reifschneider, Marcel Schulz (1), Chris Osei-Bonsu.

Text: Julia Schwekendiek (TAH), Fotos: Fabian Bönisch

HF Springe entzaubern den Favoriten
TV Stadtoldendorf verliert mit 29:33 beim Wahl-Team (23.10.06)

Trainer Thomas Brandes war maßlos enttäuscht, seine Spieler traten nach dem Spiel stillschweigend und ratlos den Weg in die Kabine an. Dass der TV Stadtoldendorf ausgerechnet bei den HF Springe unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden würde, damit hatte vor der Partie kaum jemand gerechnet.
„Milde ausgedrückt war es eine Frechheit, was sich mache Spieler hier geleistet haben“, suchte Thomas Brandes nach dem Debakel nach Worten. Während die HF Springe nach ihrem 33:29-(16:12)-Erfolg gegen den bis dato verlustpunktfreien Titelfavoriten in Freudentaumel ausbrachen, war für das Brandes-Team der erste glorreiche Höhenflug beendet. Nichts war zu sehen von der mannschaftlichen Geschlossenheit der letzten Spiele, mit unnötigen Diskussionen und zahllos vergebenen Chancen hatte sich der TV 87 selbst Steine in den Weg gelegt. „Wir wussten, dass Springe kämpferisch ins Spiel gehen würde. Doch wenn sich keiner auf das konzentriert, was er zu tun hat und sich statt dessen auf fünf Nebenkriegsschauplätzen austobt, dann kann man ein Spiel nicht gewinnen“, lautete das bittere Fazit des TV-Trainers.

Dabei kamen die Homburgstädter zunächst gut ins Spiel und konnten bis zur 18. Minute (8:7) ihre wenn auch knappe Führung stets behaupten. Als jedoch Björn Schubert, Dominik Niemeyer und Magnus Wegener das Tor nicht mehr trafen und Dennis Melching, Jens Lützelberger und Marcel Ketelhake für die Handballfreunde loslegten, kippte das Spiel zugunsten der Gastgeber. „Wir haben es prima hin bekommen, den Gegner aufzubauen und uns selbst runterzuziehen“, scherzte Brandes mit Galgenhumor. Der Pausenstand von 16:12 für das Team von HG-Coach Frank Michael Wahl war mehr als verdient.
Auch in der zweiten Halbzeit versäumte es der TV 87, sich an die Springer heranzukämpfen. Während die Handballfreunde jede Wurfmöglichkeit erfolgreich nutzten, verzweifelten die TV-Schützen am hervorragenden HG-Keeper Thorsten Walbrecht. Beim Stand von 25:18 (44.) war das Spiel so gut wie gelaufen. Viele Zeitstrafen auf beiden Seiten und zuletzt eine rote Karte gegen TV-Abwehrchef Jürgen Bätjer spiegelten die Brisanz der letzten 20 Minuten wider. Vier Treffer von Jobst Tschirch und ein Kempa-Trick 30 Sekunden vor Schluss verschönerten das Ergebnis zwar noch, konnten den größten Saisonerfolg der HF Springe aber nicht mehr abwenden.

„Im Rückraum hatten wir einen Totalausfall“, urteilte Thomas Brandes, der jetzt hofft, dass die Mannschaft ihre Lehren aus der Niederlage zieht. „Wir müssen lernen, Disziplin ins Spiel zu bringen und das Diskutieren auf dem Spielfeld abzustellen. Im nächsten Spiel wird sich zeigen, ob die Mannschaft ihr Potenzial ausschöpfen kann oder daran zerbricht“, sieht er der Partie gegen die HG Rosdorf-Grone am kommenden Sonntag in Stadtoldendorf mit gemischten Gefühlen entgegen.

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel (4/1), Florian Backhaus (1), Jürgen Bätjer (2), Dominik Niemeyer, Jobst Tschirch (8/1), Magnus Wegener (5), Björn Schubert (4), Timo Heiligenstadt (3), Tobias Walter (1), Florian Glombik (1), Marc Rettig.

HF Springe:
Ralf Waßmann, Thorsten Walbrecht – Daniel Möhlenbruch (4), Gunnar Schröder (4), Bastian Reinecke, Marcel Ketelhake (8), Dennis Melching (6), Thomas Fischer (1), Phillip Zahn, Christian Müller (3), Jens Lützelberger (8), Matthias Freier, Alexander Hänsel.

Julia Schwekendiek (Text & Foto, TAH)

Brandes-Team begeistert das Publikum mit einer wahren Torflut
Handball-Oberliga / TV 87 schickt MTV Braunschweig mit 42:27 nach Hause (18.10.06)

Mit einem wahren Torfestival haben die Stadtoldendorfer Handball-Herren am sechsten Spieltag den MTV Braunschweig ihre „Rumbruchshölle“ spüren lassen. 42 mal rappelte es im Kasten der Gäste während das TV-Keeperduo Herrendörfer/Bartsch den Ball nur 27 mal aus dem eigenen Netz fischen musste. Sowohl TV-Manager Volker Gnioth als auch Coach Thomas Brandes zeigten sich begeistert von der konzentrierten und mannschaftlich geschlossenen Leistung des Teams.

„Wir konnten endlich erfolgreich unser Tempospiel aufziehen und haben auch in der Deckung sehr gut gestanden“, urteilte Thomas Brandes, der kürzlich als Trainer seine bundesligataugliche A-Lizenz erworben hat.

Von Beginn an dominierten die Homburgstädter das Spiel vor rund 400 Zuschauern in der Sporthalle am Rumbruchsweg. Das 1:2 in der 2. Minute sollte die einzige Führung für das Team von MTV-Coach Maik Falkenroth bleiben. Auf Seiten des TV 87 war ohne Zweifel Björn Schubert der Mann der ersten zehn Minuten (10:5), sechs Mal versenkte er den Ball im gegnerischen Tor. Während flüssige Spielzüge und geschickte Kombinationen im Angriff Früchte trugen, hielten Swen Herrendörfer in der ersten und Markus Bartsch in der zweiten Halbzeit den eigenen Kasten mit guten Paraden weitgehend sauber.

In der 27. Minute war es wieder Björn Schubert, der zum Zwölf-Tore-Vorsprung (22:10) einnetzte, so dass beim Halbzeitstand von 23:12 das Spiel so gut wie entschieden war.

Thomas Brandes nutze die Gelegenheit zu wechseln und zu experimentieren. In der zweiten Halbzeit liefen die Homburgstädter mit anderer Abwehrformation um Jobst Tschirch und Florian Backhaus auf. Probleme mit der direkten Manndeckung und Unstimmigkeiten im Spielfluss überwanden die Homburgstädter nach einer Auszeit beim Stand von 28:19 (43. Minute) schnell, Dominik Niemeyer traf nach der Pause allein sieben Mal aus dem Rückraum. Zu keiner Zeit fand der junge Löwenstädter Kader um Spielmacher Udo Falkenroth und Rückraumschütze Florian Gebert ein Erfolgsrezept gegen den Topfavoriten.

„Der TV 87 hat uns unsere Grenzen aufgezeigt und hat sein aggressives Tempospiel bis zum Ende durchgezogen, so dass das Ergebnis spielverlaufgerecht ist“, musste Maik Falkenroth nach dem Schlusspfiff anerkennen.

„Die Mannschaft hat sich hervorragend verhalten und konzentriert das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben in der vergangenen Woche viel geredet und heute gesehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, lobte Thomas Brandes sein Team. „Im Endeffekt ist es egal, ob wir mit einem oder 15 Toren gewinnen. Wichtig ist, dass wir unsere Favoritenrolle annehmen und uns von Spiel zu Spiel weiterentwickeln“, so auch das Fazit von TV-Mannschaftskapitän Jürgen Bätjer. Sein Team steht nach sechs Ligaspielen gemeinsam mit dem TV Jahn Duderstadt ungeschlagen an der Tabellenspitze.

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel (1), Florian Backhaus (1), Jürgen Bätjer (3), Dominik Niemeyer (9), Jobst Tschirch (3), Magnus Wegener (5), Björn Schubert (9), Timo Heiligenstadt (5), Tobias Walter (4/2), Florian Glombik, Marc Rettig (2).

MTV Braunschweig:
Sebastian Funk, Stefan Plitzko – Daniel Treutler, Florian Gebert (8/1), Tim Grassel (2), Niels Kahler (2), Ahmed Mukktar (1), Udo Falkenroth (8/3), Niels Lange (1), Karl Kreft (1), Franz Köhler (1), Simon Schulze (3), Oliver Grübel.

Julia Schwekendiek (TAH)

Alleinige Tabellenführung im Blick
Handball-Oberliga / TV 87 empfängt MTV Braunschweig (18.10.06)

Nach erfolgreichem Pokalwochenende geht es für die Handball-Herren des TV Stadtoldendorf am Sonntag gegen den MTV Braunschweig wieder vor eigenem Publikum um Ligapunkte. Während die einen bisher ein vermeintlich leichtes Auftaktprogramm hatten, mussten die anderen bereits gegen zwei Meisterschaftsfavoriten antreten, allein die Tabellensituation betrachtend dürfte das Brandes-Team daher leichtes Spiel gegen den jungen Kader von MTV-Coach Maik Falkenroth haben.
„Unser größter Fehler wäre es, den Gegner zu unterschätzen“, warnt TV-Trainer Thomas Brandes jedoch. „Wir müssen mit Konzentration und Ehrgeiz ins Spiel gehen und zeigen, wer der Herr im Haus ist“, fordert er von seiner Mannschaft. Nach dem Absteig aus der Regionalliga habe der MTV Braunschweig einige Veränderungen durchgemacht, viele Leistungsträger hätten den Verein verlassen, junge Nachwuchsspieler seien hinzugekommen. „Gerade solch eine junge Truppe kann auch mal über sich hinaus wachsen“, glaubt der TV-Coach, der die Braunschweiger mit 2:8 Punkten zu Unrecht auf Platz 14 der Tabelle sieht. Trotzdem dürfe es nur eine Devise geben, „die Punkte sollen in Stadtoldendorf bleiben“, so Brandes. Personell entspannt sich die Situation beim TV 87 wieder, Tobias Walter und Magnus Wegener konnten nach ihrem Ausfall im Pokalspiel bereits wieder trainieren, auch Keeper Markus Bartsch ist zurück. Allein hinter dem Einsatz von Jobst Tschirch stehe noch ein Fragezeichen, Tobias Mieleke wird voraussichtlich noch ein bis zwei Wochen ausfallen.
In den Begegnungen zwischen dem TV Jahn Duderstadt und der HG Rosdorf-Grone sowie der TG Münden und dem TSV Barsinghausen treffen am Sonnabend bereits vier der derzeit fünf Topteams der Oberliga Niedersachsen aufeinander, so dass die Homburgstädter mit ein bisschen Glück am Sonntag sogar als einzige die Tabellenführung übernehmen könnten. Alle Handballfans sind daher eingeladen, den TV Stadtoldendorf ab 17 Uhr in der Sporthalle am Rumbruchsweg lautstark zu unterstützen.

Julia Schwekendiek (TAH)

Handball-HVN-Pokal: TV 87 steht in Runde drei
TV Stadtoldendorf schlägt MTV Großenheidorn mit 34:31 (10.10.2006)

Auch im HVN-Pokal bleiben die Handball-Herren des TV Stadtoldendorf weiterhin ungeschlagen. Mit 34:31 (16:11) gewann das Team von TV-Trainer Thomas Brandes beim Ligakonkurrenten MTV Großenheidorn und steht damit in Runde drei des Pokals.
„In der ersten Halbzeit haben wir Traumhandball gespielt“, freute sich TV-Manager Volker Gnioth, der sich vom souveränen Auftreten seines Teams begeistert zeigte. Schnell führte der TV 87 mit 12:6, Großenheidorns Topschütze Milan Djuric hatte bei einer neu formierten TV-Abwehr um Magnus Wegener und Marc Rettig und dem zu Bestform aufgelegten Keeper Swen Herrendörfer einen schweren Stand. Mit flüssigen und geschickten Spielzügen sah es bis zur 20. Minute so aus, als würde der TV Stadtoldendorf seiner Favoritenrolle mehr als gerecht werden wollen. Als jedoch einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen unnötige Diskussionen hervorriefen und der TV 87 sich seine erste Zweiminutenstrafe einhandelte, wurde klar, dass das Spiel noch längst nicht entschieden war.
„Wahrscheinlich hat die Mannschaft in der zweiten Halbzeit schon ans nächste Ligaspiel gedacht und versucht, sich zu schonen“, mutmaßte Volker Gnioth. „Man hat deutlich gesehen, dass man ein Spiel mit nur 80 Prozent Leistung nicht gewinnen kann“, so sein Fazit. Mit insgesamt zwölf Zeitstrafen und jeweils einer roten Karte gegen Timo Heiligenstadt und Florian Glombik war die zweite Halbzeit fast durchgängig von einer Unterzahlsituation der Gäste geprägt, sehr kurios, wie Volker Gnioth befand, schließlich habe es auf Seiten der Gastgeber nur zwei Zeitstrafen gegeben. Als es nach der 45. Minute beim Stand von 21:20 noch einmal eng wurde und das Team von MTV-Coach Stephan Lux immer näher herankam, fuhr der TV 87 sein Leistungslevel in einem Schlussspurt wieder hoch, so dass der 34:31 Sieg zu keiner Zeit gefährdet war. „Wir haben das Spiel mit Routine und Glück nach Hause gebracht“, zeigte sich auch Thomas Brandes durchweg zufrieden. Einziger Wermutstropfen, mit Swen Herrendörfer, Jobst Tschirch, Tobias Walter und Magnus Wegener mussten vier Spieler verletzt ausgewechselt werden, bei allen hofft Manager Gnioth jedoch, dass sie beim nächsten Oberligaspiel am 15. Oktober gegen den MTV Braunschweig wieder einsatzbereit sind.
TV Stadtoldendorf: Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel (2), Jan Ahlers, Florian Backhaus (1), Jürgen Bätjer (6), Dominik Niemeyer (5/1), Jobst Tschirch, Magnus Wegener (6), Björn Schubert (7), Timo Heiligenstadt (2), Tobias Walter (2), Florian Glombik, Marc Rettig (2).

Sieg nach packendem Finale
Handball-Oberliga / TV 87 schlägt TC Schöningen mit 33:30 (02.10.06)

„Kämpfen und siegen“ lautete das Motto der Stadtoldendorfer Handball-Herren am fünften Spieltag der Oberliga Niedersachsen. Gegen den TC Schöningen feierte das Team von Trainer Thomas Brandes mit 33:30 (16:14) den fünften Erfolg in Serie und steht damit weiterhin mit dem TV Jahn Duderstadt und der HG Rosdorf-Grone ganz oben in der Tabelle. „Unter dem Strich bin ich zufrieden“, resümierte Thomas Brandes nach dem Schlusspfiff. „Auch wenn es kein schönes Spiel war, war es dennoch sehr kämpferisch und am Ende haben wir unser Ziel über die spielerische Linie erreicht“, so der Coach.
Über die gesamte erste Halbzeit dominierte der TV Stadtoldendorf das Spiel. Den Zwei-Tore-Vorsprung aus der zweiten Minute (2:0) hielten die Homburgstädter durchgängig bis zur Pause (16:14), versäumten es jedoch, sich weiter vom heimstarken Gegner abzusetzen. Vor allem in der Deckung stand der TV 87 sicher, so dass Schöningens Top-Scorer Christian Bangemann und Spielertrainer Kai-Olaf Reinemann kaum zum Zug kamen.

Nach der Pause fand der TC Schöningen besser ins Spiel, leichtfertig vergebene Chancen und kleine Fehler im Spiel des TV Stadtoldendorf nutzte das Team von TC-Coach Uwe Wacker, um beim 20:19 in der 40. Minute erstmals ins Führung zu gehen. Nachdem der TV 87 seine Deckungstaktik umgestellt hatte und sich vor allem auf den starken TC-Kreisläufer Markus Zeitel konzentrierte, nutzten Schöningens Schützen die Gunst der Stunde. „Beim 25:22 für Schöningen in der 50. Minute war das Spiel eigentlich weg“, glaubte Thomas Brandes zwischenzeitlich, zumal sein Team zu diesem Zeitpunkt mit einer doppelten Unterzahlsituation zurecht kommen musste.

„Unser großes Plus war sicherlich wieder einmal der ausgeglichene Kader und das erfolgreiche Wechselspiel“, sah Brandes den Grund dafür, dass sein Team unter dem lautstarkem Ansporn des mitgereisten TV-Fanclubs das Match nach der 54. Minute (28:28) doch noch drehen konnte.
Vor allem Timo Heiligenstadt und Björn Schubert nutzten ihre zunehmenden Freiheiten im Rückraum, um sich als beste TV-Schützen zu profilieren. Zufrieden zeigte sich der Coach auch mit der Leistung von Youngster Sebastian Stenzel und Keeper Swen Herrendörfer, der über weite Strecken des Spiels eine souveräne Vorstellung im Tor bot und somit einen wichtigen Beitrag zum Sieg leistete. „Wir wollten unbedingt zwei Punkte holen und sind mit den Stresssituationen gut umgegangen. Am Ende hat das Früchte getragen, so wie ich mir es vorstelle“, verteilte Brandes Lob an seine Mannschaft, die ihr nächstes Spiel am 7. Oktober im HVN-Pokal beim MTV Großenheidorn bestreiten wird.

TV Stadtoldendorf: Swen Herrendörfer, Sirko Macke – Sebastian Stenzel (5/3), Jan Ahlers, Florian Backhaus, Jürgen Bätjer (4), Dominik Niemeyer, Jobst Tschirch (3), Magnus Wegener (4), Björn Schubert (9), Timo Heiligenstadt (7), Tobias Walter (1), Florian Glombik, Marc Rettig.
TC Schöningen: Christian Meyer, Timo Wagner – Kai-Olaf Reinemann (7), Oliver Klose (1), Jan Przemus, Jörg Gerken, Oliver Sievert, Paul del Pino (2), Marco Schöttke (1), Markus Zeitel (6), Thilo von Langendorff, Rene Libbe (1), Sascha Warsawa (2), Christian Bangemann (10).

Julia Schwekendiek (TAH, Text und Fotos)

Brandes: „Für uns ist es ein Knackspiel“
Drittes Auswärtsspiel für den TV Stadtoldendorf am 30.09.

„Egal wo wir hinfahren, nach unserem Saisonstart sind wir der Topfavorit und die Gegner bis in die Haarspitzen motiviert“, glaubt TV-Coach Thomas Brandes. Am Sonnabend sind seine Stadtoldendorfer Handball-Herren beim TC Schöningen zu Gast, einer heimstarken Mannschaft, die bisher jedoch noch sieglos ist. „Gerade jetzt müssen wir zusehen, dass wir den Kontakt nach oben nicht verlieren und die Fehler der vergangenen Spiele nicht wiederholen“, fordert der Trainer von seinen Spielern vor dem dritten Auswärtsspiel.
Bis auf Tobias Mieleke und Markus Bartsch ist der Kader des TV Stadtoldendorf komplett, als zweiter Torhüter wird Sirko Macke aus der Mannschaft des TV 87 II mitfahren. „Wir haben in dieser Woche viel daran gearbeitet, im Angriffsverhalten konzentrierter zu spielen, weniger Leerlaufphasen zu haben und die Kombinationen flüssiger zu machen“, gibt Brandes sein Vorbereitungskonzept preis. Der sicherlich entscheidende Faktor werde jedoch sein, in der Deckung aggressiver zu spielen, über 60 Minuten hundertprozentige Leistung zu bringen und die individuellen Stärken des Teams durchzusetzen.
Besonderes Augenmerk des Stadtoldendorfer Trainers gilt vor allem Schöningens Spielertrainer Kai-Olaf Reinemann und Neuzugang Christian Bangemann, der zur Zeit mit 33 Treffern die Torschützenliste der Liga anführt. Auch Kreisläufer Markus Zeitel werde es den Stadtoldendorfer Schützen nicht leicht machen, ist sich Thomas Brandes sicher. Doch auch bei Schöningen läuft bisher ebenfalls nicht alles nach Plan. In zwei von drei Spielen war ein Unentschieden das Maß aller Dinge, gegen die SG Hohnhorst/Haste fuhren die Mannen aus der Nähe von Helmstedt mit einem Tor Unterschied eine knappe Niederlage ein. Vor allen in der Abwehr hapere es noch, so TC-Coach Uwe Wacker.
TV-Manager Volker Gnioth erwartet beim Spiel in der Schöninger Grundschulsporthalle ein aggressives Publikum, das seine Mannschaft lautstark unterstützen wird. „Dort ist immer eine gewaltige Atmosphäre“, weiß er von den vergangenen Begegnungen. Der TV 87 bietet seinen Fans wieder einen Fanbus zum Spiel an, der am Sonnabend, 30. September, um 13 Uhr am Ballisgraben in Stadtoldendorf starten wird.

Julia Schwekendiek (TAH)

TV Stadtoldendorf bewahrt seine weiße Weste Handball-Oberliga (27.09.06)
Brandes-Team sichert sich mit 31:29 (15:17) in Altwarmbüchen den zweiten Auswärtssieg

„Ich hatte das Spiel eigentlich schon abgehakt“, musste TV-Coach Thomas Brandes nach dem wohl spannendsten Handball-Krimi dieser Oberliga-Saison zugeben. Fast 50 Minuten bemühte sich seine Mannschaft vergebens beim souveränen Aufsteiger TuS Altwarmbüchen, erst kurz vor dem Ende gelang es dem TV 87, das Spiel zum glücklichen 31:29-(15:17)-Auswärtserfolg zu drehen.

„Wir haben in der Deckung zu fahrlässig gespielt, hatten zu viele Leerlaufphasen und haben den Gegner immer weiter aufgebaut“, sah Thomas Brandes den Grund für den deutlichen Rückstand über weite Strecken des Spiels. Von Beginn an spielte der TuS Altwarmbüchen selbstbewusst auf, bereits in der siebten Minute führte das Team von Coach Mathias Kistner mit fünf Treffern (7:4), die gleichzeitig die ersten Führungsminuten des TuS bei einem Heimspiel in dieser Saison bedeuteten. „Wir wussten, dass Altwarmbüchen nach drei knappen Niederlagen um sein letztes Hemd spielen würde“, so Thomas Brandes, der in der ersten Halbzeit vor allem mit der Einstellung der Spieler und der unkonzentrierten Umsetzung der Spielzüge haderte. Anstatt spielerisch über die gesamte Mannschaft Druck zu machen, verzettelten sich die Homburgstädter in Zweikämpfen, auch über die Außenpositionen lief nicht viel. Selbst mehrere gelbe Karten, eine rote gegen TuS-Rückraumspieler Marco Hoffmann und zwei Auszeiten der Trainer vermochten die Hannoveraner nicht aus dem Konzept zu bringen. Die Führung der Gastgeber zur Halbzeit (17:15) war also mehr als verdient. Mit offensiver Deckung und mehr Ruhe im Spiel schien der TV 87 nach der Pause dann endlich ein Erfolg versprechendes Konzept gefunden zu haben. Tobias Walter glänzte bei fünf von insgesamt sechs Siebenmetern und auch zwei Unterzahlsituationen in der 40. und 47. Minute meisterte der TV 87 ohne Gegentreffer. In der 43. Minute gingen die Homburgstädter erstmals für kurze Zeit in Führung, die Gastgeber konterten jedoch mit drei schnellen Gegentreffern. Erst beim 29:27 durch Dominik Niemeyer in der 56. Minute schien sich für den TV 87 alles zum Guten zu wenden, Hektik im Altwarmbüchener Spiel und eine weitere rote Karte gegen den erfolgreichsten TuS-Rückraumschützen Marc Rüffer verhinderten ein Desaster für den Meisterschaftsfavoriten. “Man hat gesehen, dass die Mannschaft den Sieg unbedingt wollte und gerade zum Ende hin Charakter gezeigt hat. Wir freuen uns Über die zwei Punkte, werden das Spiel aber schnell abhaken. Die anderen Gegner sind auch heiß und wir müssen uns taktisch noch weiterentwickeln, um spätestens in vier Wochen so weit zu sein, wie ich mir das vorstelle“, so das Resümee von Thomas Brandes nach dem vierten Spieltag. TV Stadtoldendorf: Swen Herrendörfer - Sebastian Stenzel, Florian Backhaus, Jürgen Bätjer (6), Dominik Niemeyer (3), Jobst Tschirch (2), Magnus Wegener (1), Björn Schubert (4), Timo Heiligenstadt (4), Tobias Walter (8/4), Florian Glombik (3), Marc Rettig. TuS Altwarmbüchen: Daniel Templin, Jan Goitke - Dennis Bosse, Maik Hoffmann (4/2), Hannes Mazur, Björn Gaus, Helge Michaelis (3), Benjamin Klemz (4), Marco Hoffmann (1), Marc Rüffer (7), Jan Mazur (1), Marvin Bohn (1), Monty von der Ah (1), Waldemar Noll (7).

Brandes: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“
TV Stadtoldendorf bezwingt MTV Eyendorf nach durchschnittlicher Leistung mit 34:29 (21.09.06)

„So spannend hätte das Spiel gar nicht werden müssen“, ließ sich TV-Manager Volker Gnioth nach dem dritten Spieltag die Erleichterung anmerken. Gegen den MTV Eyendorf gelang den Handball-Herren des TV Stadtoldendorf am Sonntag ein deutlicher 34:29-(15:15)-Sieg, der sich gegen Ende vor allem wieder durch das erfolgreiche Wechselspiel des Trainers auszeichnete. TV-Coach Thomas Brandes hatte bereits vor dem Spiel gewarnt, die Stärken des Gästeteams zu unterschätzen: „Ich habe ein ganz ungutes Gefühl bei dieser routinierten Mannschaft, die zuletzt mit 38:21 gegen Obernkirchen gewonnen hat“. Der Spielverlauf sollte ihm Recht geben.

Nach souveränem Beginn führte der TV 87 vor heimischem Publikum in der fünften Minute bereits mit 5:1, es sah zunächst danach aus, als würden die Homburgstädter die Gäste aus Eyendorf schier aus der Halle schießen wollen. Als das Team nach gut zehn Minuten jedoch bei einen doppelten Kempa-Trick an MTV-Keeper Johann Fleischmann scheiterte und sich wenig später noch eine Zwei-Minuten-Strafe einhandelte, funktionierte plötzlich kaum noch etwas. Die Mannschaft von MTV-Trainer Hermann Steffens erzielte drei schnelle Treffer in Folge, in der 23. Minute lag der TV 87 erstmals nach einem kuriosen Treffer des MTV-Torwarts mit einem Tor im Rückstand (11:12). Dank einem überragenden Swen Herrendörfer zwischen den TV-Pfosten stand es zur Halbzeit 15:15.

„Wir müssen lernen, auch nach misslungenen Aktionen konzentriert weiterzuspielen“, kritisierte Brandes die Einstellung seiner Spieler. Nach der Pause tat sich sein Team weiterhin schwer, bis zur 45. Minute lieferten sich beide Mannschaften ein ausgeglichenes und kämpferisches Match, das auf beiden Seiten mit mehreren Strafzeiten quittiert wurde.
Tobias Walter profilierte sich als sicherer Siebenmeter-Schütze, eine zweifache Unterzahlsituation der Gäste in der 48. Minute nutzte der TV 87 schließlich, um endlich den erhofften Vorsprung herauszuspielen. Mit fünf Treffern in den letzten zehn Minuten war es schließlich Dominik Niemeyer, der die Abwehr des MTV Eyendorf zur Verzweiflung brachte.
„Mit den ersten und den letzten zehn Minuten bin ich zufrieden. Über alles, was dazwischen war, werden wir noch reden müssen“, so das Fazit von Thomas Brandes. Die Abstimmung in der Abwehr habe er teilweise vermisst und auch im Kopf sei die Mannschaft nicht frei gewesen. Die „große Bank“ und die vielen Wechsel seien schließlich der entscheidende Vorteil gegenüber den Eyendorfern gewesen, so Brandes. „Bei anderen Gegnern werden wir uns die heutigen Fehler nicht erlauben können“, spielte er auf den harten Konkurrenzkampf in der Liga an. Denn auch die Mitfavoriten TV Jahn Duderstadt und TG Münden gaben sich am dritten Spieltag noch keine Blöße und rangieren mit dem TV Stadtoldendorf weiterhin an der Tabellenspitze. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und den anderen Teams gezeigt, dass wir mithalten können“, zeigte Brandes sich selbstbewusst.

TV Stadtoldendorf: Swen Herrendörfer, Markus Bartsch - Sebastian Stenzel (1), Florian Backhaus (2), Jürgen Bätjer (2), Dominik Niemeyer (8), Jobst Tschirch (4), Magnus Wegener (3), Björn Schubert (5), Timo Heiligenstadt (2), Tobias Walter (7/4), Florian Glombik, Marc Rettig.
MTV Eyendorf: Johann Fleischmann (1), Florian Petersen - Volker Rieckmann (9), Raphael Oertzen (3), Eike Vogt (5), Marcus Krause (2), Malte Andresen (6), Sven Schmidt, Andree Petersen, Ingo Bucholz (1), Alexander Rieckmann (2).

Julia Schwekendiek (TAH), Fotos: Fabian Bönisch

TV 87 feiert zweiten Sieg im zweiten Spiel
Handball-Oberliga / TV 87 gewinnt mit 31:27 (17:15) beim MTV Großenheidorn (21.09.06)

Mit souveräner Mannschaftsleistung und geschickten Spielzügen haben die Handball-Herren des TV Stadtoldendorf die zweite schwere Hürde gemeistert. Im ersten Auswärtsspiel gewann das Team von Trainer Thomas Brandes mit 31:27 (17:15) beim MTV Großenheidorn und hat nun eine hervorragende Ausgangsposition für die weiteren Spiele. „4:0 Punkte sind ein Saisonauftakt, wie ich ihn mir vorstelle“, freute sich der Coach nach dem gelungenen Beginn.

Das Spiel gestaltete sich für den TV 87 zunächst erwartet schwer, und der MTV Großenheidorn versuchte, seinem Ruf als heimstarke Mannschaft gerecht zu werden. Zur Mitte der ersten Halbzeit lagen die Gäste aus Stadtoldendorf mit 9:12 im Rückstand, behielten jedoch einen ruhigen Kopf und spielten sich konzentriert wieder an die Gastgeber heran. „Wir haben die Aufgabe angenommen und kämpferisch sehr gut dagegen gehalten“, so Brandes, der einen durchweg positiven Eindruck vom Spiel mit nach Hause nahm. Zur Halbzeit führte sein Team bereits mit zwei Toren (17:15).

Auch nach der Pause baute der TV 87 weiterhin kontinuierlich Druck auf, Markus Bartsch im TV-Tor lief erneut zu Höchstform auf und leistete bei nicht ganz fehlerfreier Abwehrarbeit seiner Mannschaftskameraden einen wichtigen Beitrag zum Erfolg. Beim 24:18 in der Mitte der zweiten Halbzeit führte der TV 87 zeitweise mit sechs Treffern und konnte diesen Vorsprung fast bis zum Schlusspfiff halten. Thomas Brandes nutzte die Gelegenheit viel zu wechseln und wurde am Ende mit vielen Toren von allen Positionen und einem verdienten 31:27 Sieg belohnt. „Die Einstellung der Mannschaft war ausschlaggebend für den Erfolg“, so sein Eindruck. „In Großenheidorn kann nicht jeder gewinnen“, lobte auch TV-Manager Volker Gnioth seine Spieler nach dem Spiel. „Das war eine Leistung, wie wir es immer haben wollten.“

TV Stadtoldendorf: Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Sebastian Stenzel (4), Florian Backhaus, Jürgen Bätjer (3), Dominik Niemeyer (6/2), Jobst Tschirch (1), Magnus Wegener (6), Björn Schubert (7), Timo Heiligenstadt, Tobias Walter (1), Florian Glombik (3), Marc Rettig.

Julia Schwekendiek (TAH)

TV Stadtoldendorf erreicht zweite Pokal-Runde
Handball-Oberliga / TV 87 gewinnt 36:23 (17:10) gegen VfL Bad Nenndorf (12.09.06)

Die Handball-Herren des TV Stadtoldendorf haben die zweite Runde des HVN-Pokals erreicht. Mit einem klaren 36:23 (17:10) gegen den Verbandsligisten VfL Bad Nenndorf unterstrich das Team von Trainer Thomas Brandes erwartungsgemäß seine gute Form und nutzte die Gelegenheit, mit verschiedenen Formationen zu spielen. „Man hat gemerkt, dass die Mannschaft richtig Spaß am Spiel hatte. Der Teamgeist war super“, so die Eindrücke von TV-Manager Volker Gnioth.

Der VfL Bad Nenndorf konnte nur in den ersten zehn Minuten mit den Homburgstädtern mithalten, die daraufhin das Tempo anzogen und in der 21. Minute bereits mit 14:5 führten. Nach der Pause fand der VfL Bad Nenndorf zunächst etwas besser ins Spiel, in der Schlussphase konnte sich der Favorit aus Stadtoldendorf jedoch mit einigen guten Aktionen wieder deutlich absetzen und den Erstrundensieg sicher nach Hause bringen. Sehenswert war auch die Leistung von Sebastian Stenzel, der insgesamt neun Mal den Ball im gegnerischen Tor versenkte. Thomas Brandes zeigte sich nach dem Spiel begeistert von der souveränen Vorstellung seines Teams. „Wir haben gezeigt, wer der Herr im Haus ist und haben uns wieder einen Schritt weiter in die richtige Richtung entwickelt“, ist er optimistisch für die zweite Pokal-Runde Anfang Oktober.

Julia Schwekendiek (TAH)

TV Stadtoldendorf und Jahn Duderstadt gelten als heiße Favoriten Handball-Oberliga
Trainer-Umfrage: Welche Teams konkurrieren um den Meisterschaftstitel? (12.09.06)

Selten gab es im Vorfeld einer Oberliga-Saison so viel Gerede über vermeintliche Titelfavoriten und namhafte Neuverpflichtungen der Vereine, noch nie trafen so viele etablierte Teams in der höchsten niedersächsischen Spielklasse aufeinander. Nach der Auflösung der Regionalliga Mitte mussten ausgerechnet drei Teams aus der Regionalliga Nord (TV Jahn Duderstadt, MTV Braunschweig, TG Münden) den Weg in die Oberliga Niedersachsen antreten, die damit erstmals von 14 auf 16 Teams gewachsen ist.

Nach dem ersten Spieltag am vergangenen Sonntag bestätigte sich bereits, dass die Spitzengruppe näher zusammenrückt und es mehr Titelkandidaten gibt als zuvor.
„Leichte Spiele wird es in dieser Spielzeit mit diesen Mannschaften nicht geben“, weiß auch Stadtoldendorfs Coach Thomas Brandes. In einer Umfrage unter den 16 Trainern der Liga werden der TV Stadtoldendorf und der TV Jahn Duderstadt als Nummer Eins unter den Titelanwärtern gehandelt, dicht gefolgt vom zweiten Regionalliga-Absteiger TG Münden und dem MTV Post Eintracht Celle, Vizemeister der vergangenen Oberliga-Saison. Außenseiterchancen werden der HG Rosdorf-Grone und auch dem TSV Barsinghausen ausgerechnet. TV-Coach Brandes hat neben den Top-Teams aus Duderstadt und Münden auch die Mannen aus Emmerthal, Großenheidorn, Rosdorf-Grone und Barsinghausen auf der Rechnung. „Natürlich werden wir auch versuchen, ganz oben mitzuspielen“ spielt er die Titelansprüche und hohen Erwartungen zunächst noch herunter. Der TV Jahn Duderstadt habe alle Leistungsträger der vergangenen Saison halten können, sich auf der linken Rückraumposition mit dem zweitligatauglichen Mark Tetzlaff noch verstärkt und mit Stefan Albrecht einen hauptamtlichen Trainer verpflichtet, so Brandes. Ähnlich Erfolg versprechend sei die Situation auch in Münden. Das Regionalliga-Team der vergangenen Saison konnte fast gehalten werden und habe sich im Tor mit Virginijus Petrauskas und im Rückraum mit Florin Luca exzellent verstärkt.

Glaubt man den Trainern aus Eyendorf, Braunschweig, Barsinghausen, Springe, Großenheidorn, Schöningen und Altwarmbüchen, so ist die individuell stärkste Mannschaft dennoch die von Trainer Thomas Brandes. Die Neuverpflichtungen Swen Herrendörfer, Jürgen Bätjer, Jobst Tschirch und Björn Schubert, der bereits Mitte der letzten Saison aus Münden kam, haben beim 33:25 (15:13) im ersten Spiel gegen die SG Hohnhorst/Haste bereits ihre Ambitionen deutlich machen können.
Auch der TG Münden gelang ein knapper 35:33-(17:17)-Auftaktsieg gegen den TuS Altwarmbüchen, der TV Jahn Duderstadt konnte den Erwartungen mit 30:25 (16:9) gegen den MTV Eyendorf ebenfalls gerecht werden. Einzig Emmerthal und Rosdorf-Grone warten noch auf ihr erstes Ligaspiel. Insgesamt werden in dieser „Saison der Superlative“ mehr Teams um den Titel und den Regionalliga-Aufstieg kämpfen als bisher, schon ein oder zwei dumme Niederlagen könnten über die Meisterschaft entscheiden, ist sich Barsinghausens Trainer Stefan Wyss sicher.
Die Saison 2006/07 wird damit sicherlich eine der längsten, kräftezehrendsten und spannendsten Meisterschaftsrunden der letzten Jahre.

Julia Schwekendiek (TAH)

Erfolgreicher Saisonauftakt für den TV Stadtoldendorf
TV 87 gewinnt beim Heimspiel gegen die SG Hohnhorst/Haste mit 33:25 (08.09.06)

Die schweißtreibende Vorbereitungsphase und das harte Training haben sich gelohnt: Im ersten Saisonspiel besiegten die Handball-Herren des TV Stadtoldendorf die SG Hohnhorst/Haste mit 33:25 (15:13). Doch so deutlich das Ergebnis am Ende aussehen mochte, das Spiel war über weite Strecken ausgeglichen und bot auch den Gästen aus Haste viele gute Möglichkeiten.
"Taktisch haben wir noch Potenzial und auch an der Psyche müssen wir noch arbeiten“, stellte TV-Coach in der anschließenden Pressekonferenz fest. Nervosität und Undiszipliniertheit bestimmten den größten Teil der ersten Halbzeit, das TV-Team schien zunächst mehr mit sich selbst beschäftigt als mit dem Gegner und dem großen Druck des ersten Heimspiels nicht gewachsen. Nach zwei verschenkten Siebenmetern und einer roten Karte gegen Florian Backhaus in der 18. Minute stand es 8:8, beide Mannschaften taten sich schwer mit der gegnerischen Abwehr.

Erst kurz vor der Halbzeit erzielte Florian Glombik mit zwei guten Aktionen von Linksaußen die beiden Führungstreffer zum 15:13. “Wir haben in der Deckung sehr gut gestanden, konnten uns jedoch nie absetzen und haben uns aus dem Spiel bringen lassen“, kritisierte Thomas Brandes zunächst das Spielverhalten.
Erst nach der Pause gelang es seinem Team, die Undiszipliniertheit ad acta zu legen und die eigenen Stärken auszuspielen. TV-Keeper Markus Bartsch verriegelte mit guten Paraden das eigene Tor, Björn Schubert lief vom Rückraum aus zu Höchstform auf und auch das gute Zusammenspiel von Jobst Tschirch und Jürgen Bätjer am Kreis wurde mit mehreren Treffern belohnt. Spätestens beim 26:21 durch Björn Schubert in der 52. Minute schien die Vorentscheidung gefallen zu sein. “Wir können auch zum Ende eines Spiels noch richtig Gas geben, weil wir auf fast allen Positionen doppelt besetzt sind und dementsprechend wechseln können“, sah Thomas Brandes den großen Vorteil seiner Mannschaft gegenüber dem Team von SG-Coach Marc Siegesmund.

Lob gab es dann auch vom Innen- und Sportminister des Landes Niedersachsen persönlich. „Das Spiel ist ein verheißungsvoller Auftakt für die Saison“, urteilte Uwe Schünemann, der von der euphorischen Stimmung unter den rund 400 Fans in der Rumbruchshalle begeistert war. Auch Ex-Coach Michael Hensel und Ingmar Rusch, bis zur vergangenen Saison Nummer Eins im TV-Tor, ließen es sich nicht nehmen, den Saisonauftakt von der Tribüne aus zu verfolgen. Schließlich wird der TV 87 laut einer Umfrage unter den Trainern der Oberliga neben den Absteigern TV Jahn Duderstadt und TG Münden bereits als heißer Titelkandidat gehandelt. Am heutigen Dienstag wartet bereits die nächste Herausforderung auf den TV87: Ab 20 Uhr startet die erste Runde des HVN-Pokals, Gegner ist der Verbandsligist VfL Bad Nenndorf.

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch - Sebastian Stenzel (2), Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus, Jürgen Bätjer (6), Dominik Niemeyer (3), Jobst Tschirch (4), Magnus Wegener (1), Tobias Mieleke, Björn Schubert (10), Timo Heiligenstadt (2), Tobias Walter (1), Florian Glombik (4), Marc Rettig.

SG Hohnhorst/Haste:
André Rudolph, Ingo Henze - Martin Engel, Oliver Gümmer (1), Philipp Daseking (6), Daniel Hilbig (1), Benno Hildebrandt, Marc Wengler (7), Tim Kirchmann (1), Paul Weiser (3), Björn Güth (6).

Julia Schwekendiek (TAH), Fotos: Fabian Bönisch

Gnioth: „Die harte Arbeit hat sich bewährt“
TV Stadtoldendorf wird Zweiter beim Allersheimer-Cup (31.08.06)

LIT Nordhemmern-Mindenerwald heißt der souveräne Sieger des Ersten Stadtoldendorfer Allersheimer-Cups. Mit vier Siegen in vier Spielen wurde das Team seiner Favoritenrolle mehr als gerecht und bewies mit 98 Toren eindrucksvoll, was es heißt, Regionalliga-Handball zu spielen. Gastgeber Stadtoldendorf sicherte sich trotz personeller Ausfälle mit einer soliden Leistung den zweiten Platz vor Oberligist GSV Eintracht Baunatal.

„Die harte Trainingsarbeit hat sich deutlich bewährt“, freute sich TV-Manager Volker Gnioth über den physischen und konditionellen Zustand seiner Mannschaft. Bei vier Spielen à zwei mal 19 Minuten gelangten viele Spieler an ihre Grenzen, gerade für die personalgeschwächten Teams wie den SV Alfeld war es wohl das kräftezehrendste Turnier der Saisonvorbereitung. Beim Auftakt gegen Vorjahressieger SV Alfeld kam der TV 87 zunächst nur schwer ins Spiel, nach einer konzentrierteren Phase fiel mit dem Schlusspfiff der Siegtreffer zum 17:16. Zufrieden zeigte sich TV-Trainer Thomas Brandes vor allem mit dem zweiten Spiel gegen die Eintracht aus Baunatal. „Der Ball ist gut gelaufen, in der Deckung haben wir kompakt gestanden und auch das Angriffsverhalten war sehr souverän.“
Neben Tobias Walter, Tobias Mieleke und Jürgen Bätjer konnte auch Dominik Niemeyer berufsbedingt nicht am Turnier teilnehmen, an seiner Stelle wurde Tobias König, der den TV 87 vor einigen Monaten studiumsbedingt verlassen musste, reaktiviert. „Eigentlich wollte ich bei diesem Turnier die ‚erste Sechs’ spielen, die ich für die Saison im Kopf habe“, zeigte sich Thomas Brandes zunächst etwas enttäuscht, nutzte dann jedoch die Chance, Alternativen zu probieren und vor allem die jungen Spieler seines Teams einzusetzen.

Gegen Regionalligist Nordhemmern lief der TV 87 mit Keeper Swen Herrendörfer in der ersten Halbzeit zu Höchstform auf, in der zweiten Halbzeit war dann jedoch ein erster Kräfteverschleiß zu verzeichnen. Man merke, dass Nordhemmern hochklassige Spieler im Team habe und vor allem taktisch und individuell sehr stark besetzt sei. „Das ist Handball, wie ich ihn mir vorstelle“, gab der TV-Coach zu. Den Vorteil eines großen, gut besetzten und abgestimmten Teams sehe er aber auch in Stadtoldendorf. „Es ist uns gelungen, Teamgeist zu entwickeln und auch bei Ausfällen keinen Bruch im Spiel zu haben. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sah Brandes seine Linie bestätigt. Beim 20:14 gegen den Oberligisten BSV Magdeburg nutzen schließlich vor allem Neuzugang Jobst Tschirch und TV-Keeper Markus Bartsch die Chance, ihr Talent zu beweisen.
Zusammen mit Vertretern des TV 87 und der Brauerei Allersheim überreichte Volker Gnioth bei der abschließenden Siegerehrung den biergefüllten Pokal und einen Scheck an die siegreiche Mannschaft, für die anderen Teams gab es Geldbeträge und Freibiereinladungen.

Ergebnisse:

11.30 Uhr SV Alfeld - TV 87 Stadtoldendorf
16:17
12.20 Uhr LIT Nordhemmern - GSV Baunatal
25:17
13.10 Uhr BSV Magdeburg - SV Alfeld
23:19
14.00 Uhr TV 87 Stadtoldendorf - GSV Baunatal
21:15
14.50 Uhr LIT Nordhemmern - BSV Magdeburg
31:16
15.40 Uhr GSV Baunatal - SV Alfeld
18:17
16.30 Uhr TV 87 Stadtoldendorf - LIT Nordhemmern
14:21
17.20 Uhr GSV Baunatal - BSV Magdeburg
20:18
18.10 Uhr SV Alfeld - LIT Nordhemmern
16:21
19.00 Uhr BSV Magdeburg - TV 87 Stadtoldendorf
14:20

Abschlusstabelle:

1. LIT Nordhemmern-Mindenerwald (8:0)
2. TV Stadtoldendorf (6:2)
3. GSV Eintracht Baunatal (4:4)
4. BSV Magdeburg (2:6)
5. SV Alfeld (0:8)

Julia Schwekendiek (TAH), Fotos: Fabian Bönisch

Trainer Brandes ist optimistisch für die neue Saison
TV 87 Stadtoldendorf verliert Testspiel gegen TSV Burgdorf mit 28:34 (31.08.06)

„Wir haben uns spielerisch wieder einen Schritt weiter entwickelt“, lautete das durchaus zufriedene Fazit von Trainer Thomas Brandes. Beim Testspiel gegen den Zweitligisten TSV Hannover-Burgdorf mussten die Handball-Herren des TV 87 zwar eine 28:34 (12:15) Niederlage hinnehmen, doch das Spiel war keines Wegs eine klare Sache zugunsten des Gegners. Bis zuletzt gelang es dem Brandes-Team, das Ergebnis offen zu halten und auf allen Positionen torgefährlich zu bleiben.
Anfangs ging der TV 87 sogar mit 3:2 in Führung, der TSV Hannover-Burgdorf unter Trainer Nei Cruz Portela konnte sich wenige Minuten später jedoch mit zwei Toren (7:9) absetzen und seinen Vorteil bis zur Pause behaupten (12:15).„Wir haben vorn flüssig gespielt und auch in der Abwehr kompakt gestanden“, urteilte Brandes über die Leistung seines Teams gegen den zwei Ligen besser positionierten Burgdorfer Kader. Obwohl der TV 87 bei 14:19 einen schlechteren Start in die zweite Halbzeit erwischte, wurde der Rückstand bis zur 38. Minute wieder geringer.

Zur Mitte der zweiten Halbzeit folgten dann allerdings einige schmerzhafte personelle Rückschläge. Jürgen Bätjer, mit sieben Treffern erfolgreichster TV-Schütze und im Mittelblock kaum passierbar, musste verletzt ausgewechselt werden, Jobst Tschirch sah nach einer kuriosen Aktion die rote Karte und Tobias Mieleke konnte ebenfalls nicht weiter spielen. Zuvor musste Timo Heiligenstadt bereits ebenfalls verletzungsbedingt aufgeben. Zwar konnte sich der TV 87 in der 47. Minute noch einmal auf drei Tore (26:29) heran kämpfen, für den Sieg gegen die starke Burgdorfer Mannschaft um Nationalspieler Jörg-Uwe Lütt und Haidmar Felixson reichte es dennoch nicht.
„Das Spiel lässt uns hoffen, dass wir die erste Saisonaufgabe am 3. September erfolgreich meistern können“, verbreitete Thomas Brandes nach dem Spiel Optimismus. „Die Mannschaft hat gut zusammen gespielt, das hat sich auch in den Toren widergespiegelt“, verteilte er Lob an seine Spieler. Am Sonnabend hat das Team des TV 87 beim Allersheimer-Cup nun seine letzte Möglichkeit, zum Saisonbeginn spielerisch weiter in Form zu kommen.

TV Stadtoldendorf:
Swen Herrendörfer, Markus Bartsch – Dominik Niemeyer (5), Magnus Wegener (1), Jürgen Bätjer (7), Björn Schubert (5), Florian Glombik (2), Jobst Tschirch (1), Tobias Mieleke (2), Sebastian Stenzel (4), Florian Backhaus (1), Marc Rettig, Timo Heiligenstadt, Tobias Walter.

Julia Schwekendiek (TAH), Fotos: Fabian Bönisch

Jobst Tschirch wechselt ins Brandes-Team
TV 87 Stadtoldendorf meldet eine weitere Verstärkung (24.08.06)

Jobst TschirchEr ist „jung, dynamisch, ehrgeizig und interessant“, beschreibt Volker Gnioth seine neueste Verpflichtung. Knapp drei Wochen vor Saisonbeginn gelang es dem TV-Manager nun doch, Wunschkandidat Jobst Tschirch vom Regionalligisten VfL Hameln mit ins Boot zu holen.
Seit gut einem Jahr habe er den 21-jährigen Jurastudenten bereits beobachtet, doch dessen Vertrag in der Rattenfängerstadt habe ein früheres Engagement beim TV 87 nicht zugelassen, so Gnioth.

Jobst Tschirch, der seine Handballkarriere mit sechs Jahren beim VfL Hameln begann und zeitweise für die Niedersachsen- und DHB-Auswahl spielte, blickt ebenfalls optimistisch in die Zukunft. Am Saisonende hofft er auf den Regionalliga-Aufstieg mit seinem neuen Team. „Das Umfeld hier in Stadtoldendorf stimmt, alle verfolgen dasselbe Ziel und ziehen am gleichen Strang. Das gefällt mir“, verrät der gebürtige Hannoveraner. Zuletzt war er beim VfL Hameln in die Kritik geraten, als er sich während der Saisonvorbereitung eine Woche Urlaub gönnte. Das Management kündigte ihm wegen „Vertragsbruch“ und machte den Weg frei für einen Wechsel.

Tschirch folgt somit dem Beispiel von Dominik Niemeyer und Florian Backhaus, die bereits vor einem Jahr vom VfL Hameln in die Homburgstadt kamen. „Wir sind sehr glücklich über die Entscheidung“, freut sich Volker Gnioth, der nun alle Positionen im Team mehrfach besetzt sieht.
Jobst Tschirch wird in der Rückraummitte von Magnuns Wegener empfangen und beim Testspiel gegen den TSV Hannover-Burgdorf am Mittwoch erstmals vor heimischem Publikum spielen.

Julia Schwekendiek (TAH)

Brandes: „Wir haben wichtige Erkenntnisse gewonnen“
TV 87 absolviert Trainingslager in Bodenfelde und Stadtoldendorf (22.08.2006)

TrainingslagerKnapp zwei Wochen sind es noch bis zum Saisonauftakt in der Handball-Oberliga, die entscheidende Vorbereitungsphase mit intensivem Training und Testspielen läuft beim TV 87 bereits seit Ende Juli auf Hochtouren.
Am vergangenen Wochenende fand sich die Mannschaft von Coach Thomas Brandes zum zweiten gemeinsamen Trainingslager in Bodenfelde zusammen. Erstes Zwischenfazit des Trainers: „Ich bin positiv überrascht von der guten physischen Verfassung des Teams.“ Man sehe deutlich, dass das Training Früchte trage, habe aber dennoch einiges aufzuarbeiten.


„Bisher war es kaum möglich in einer optimalen Formation zu spielen“, bemängelte Brandes die Situation im Team. Jens Klingemann, Tobias Walter, und Jan Ahlers fehlten berufs- und verletzungsbedingt bei einigen Trainingseinheiten, Magnus Wegener ist nach zwei Wochen Pause wieder mit an Bord. „Die Probleme der letzten Zeit müssen wir abstellen“, so Brandes. „Wir haben nur eine Chance oben mitzuspielen, wenn wir das Training durchziehen“, ist er sich sicher. Dazu zähle auch, die neuen Spieler – vor allem Neuzugang Jobst Tschirch (siehe Extrabericht) – weiter ins Team zu integrieren und aneinander zu gewöhnen.

Neben individuellem Wurftraining standen in Bodenfelde vor allem Mannschaftstaktik, Lauf- und Ballwege auf dem Programm, die es anschließend in zwei Testspielen umzusetzen galt. Gegen den personalgeschwächten Ligakonkurrenten aus Northeim erreichte der TV 87 am Sonnabend einen deutlichen 33:23 Erfolg, gegen die TG Münden musste das Team am Sonntag eine 24:26 Niederlage einstecken. Dennoch zeigte sich Thomas Brandes zufrieden, die Ergebnisse seien zweitrangig. Er habe die Möglichkeit genutzt, verschiedene Abwehrformationen zu testen, viel zu wechseln und so wichtige Erkenntnisse zu gewinnen. „Wir haben uns gut verkauft, konzentriert gespielt und gezeigt, dass wir mit den Topfavoriten der Liga mithalten können“, lobte er. Das Wochenende in einer Wahmbecker Pension sei auch für das Miteinander der Spieler sehr gut gewesen, so Brandes, der immer wieder die Bedeutung von Einheit und Geschlossenheit in der Mannschaft betont. „Es ist wichtig, dass alle am gleichen Strang ziehen, damit am Ende das Ergebnis stimmt.“

Im kleinen Trainingslager in Stadtoldendorf zwei Wochen zuvor absolvierte die Mannschaft bereits erfolgreich zwei Testspiele gegen die Verbandsligisten aus Großburgwedel und Dingelbe. Seine Schwerpunkte setzte der Trainer hier vor allem in der Abwehrformation und im individuellen Bereich. „Auch gegen Ende der Spiele konnten wir trotz anstrengendem Training noch Akzente setzten“, hob er die gute konditionelle Verfassung seiner Spieler hervor. In den verbleibenden zwei Wochen soll nun der letzte Schliff gesetzt werden, damit dem ersten Saisonsieg am 3. September nichts im Wege steht.

Julia Schwekendiek (TAH)

TV Stadtoldendorf beginnt mit Saisonvorbereitung:
Trainer Brandes zieht positives Fazit nach erster Trainingsphase (26.07.2006)

Volker Gnioth„Wir haben die spannendste und interessanteste Saison seit zehn Jahren vor uns“, blickt TV-Manager Volker Gnioth freudig in die Zukunft. Es hat sich einiges verändert bei den Handball-Herren des TV Stadtoldendorf – die erste Vorbereitungsphase mit neuem Trainer und neuen Spielern ist bereits abgeschlossen – und auch die Situation in der Oberliga Niedersachsen ist nicht mit der der letzten Saison zu vergleichen.

Vor einem Jahr begann das Team von Trainer Michael Hensel souverän mit einer Bilanz von 8:0 Punkten nach vier Spielen, dann folgte jedoch die erste Schwächephase mit zwei Heimniederlagen. Konditions- und Konzentrationsprobleme verhinderten eine konstant gute Leistung des Teams, so dass nach der Hinrunde ein fünfter Tabellenplatz das Maß der Dinge bildete. Nach der Derby-Niederlage gegen den SV Alfeld rückte die Meisterschaft in weite Ferne und Michael Hensel kündigte berufsbedingt seinen Rückzug nach der Saison an. Drei Trainingseinheiten pro Woche waren für ihn unmöglich, für die Mannschaft jedoch unverzichtbar, wollte sie weiterhin an der Spitze spielen. „Der sechste Platz am Ende der Saison ist dennoch zufriedenstellend“, resümiert Volker Gnioth, der vor allem an die Erfolge seiner Mannschaft, unter anderem gegen den damaligen Tabellenführer Celle, erinnert.

Schon vor dem letzten Spieltag stand bereits fest, dass Thomas Brandes vom Regionalligisten TSV Anderten das Traineramt von Michael Hensel übernehmen würde. Neben Sebastian Froböse verließ auch Tobias König studiumsbedingt den Verein, so dass der Manager nach neuem Personal Ausschau hielt. Jürgen Bätjer vom Bundesligaaufsteiger Eintracht Hildesheim wurde als neuer „Abwehrchef“ verpflichtet, Marc Rettig kehrt nach einem Jahr zum TV 87 zurück und Swen Herrendörfer vom Oberligisten TSG Altenhagen-Heepen wird im Tor die Nachfolge von Keeper Ingmar Rusch antreten.

Die erste zweiwöchige Trainingsphase hat die Mannschaft bereits abgeschlossen. Neben Hallen- und Krafttraining standen regelmäßige Waldläufe auf dem Programm, ebenso wie ein erstes Testspiel gegen den Verbandsligisten aus Himmelsthür. „Mein erster Eindruck ist sehr positiv“, freut sich Thomas Brandes über das Engagement der Spieler. „Alle versuchen alles möglich zu machen. Das ist eine hervorragende Basis für einen erfolgreichen Beginn.“ Sein Konzept: „Es sollte keine Individualisten im Team geben. Erfolg lässt sich nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erzielen.“ Natürlich wisse er um die Schwachstellen, die es noch zu beseitigen gelte, doch „individuell besetzt, sind wir sicherlich eine der stärksten Mannschaften in der Oberliga.“ Am 26. Juli beginnt die zweite durchgehende Trainingsphase bis zum ersten Spieltag am 3. September. Neben regelmäßigem Training drei Mal pro Woche stehen zwei Trainingslager mit mehreren Trainingseinheiten und Testspielen in Stadtoldendorf und Bodenfelde auf dem Plan.

Am 23. August wird sich die Mannschaft beim ersten Freundschaftsspiel gegen den Zweitligisten TSV Hannover-Burgdorf ab 20 Uhr in der Sporthalle am Rumbruchsweg Zuschauern und Fans präsentieren. Drei Tage später am 26. August startet um 11 Uhr der „Allersheimer-Cup“ mit den Regionalligisten aus Alfeld und Nordhemmen und den Oberligisten aus Magdeburg und Braunatal. Neben der ersten Herrenmannschaft hat der TV 87 in dieser Saison auch wieder eine zweite Mannschaft in der Kreisklasse gemeldet, um vor allem den nicht gesetzten Spielern des 17 Mann starken Kaders möglichst viel Spielpraxis zu bieten.

Ab dem vierten Heimspiel am 28. Oktober müssen sich die heimischen Fans des TV 87 auf eine Neuerung einstellen: Alle Heimspiele werden auf Sonnabend 18 Uhr verlegt. „Diese Zeiten passen besser in den Trainingsrhytmus der Mannschaft, die Montags, Dienstags und Donnerstags trainiert. Des Weiteren hat die Mannschaft mehr Zeit, nach dem Spiel etwas gemeinsam zu unternehmen und den Zusammenhalt zu stärken“, erklärt Volker Gnioth die Entscheidung.

Außergewöhnlich stark präsentiert sich auch die Konkurrenz in der Oberliga Niedersachsen. Mit TG Münden, TV Jahn Duderstadt und MTV Braunschweig werden drei ehemalig etablierte Regionalligisten um den Wiederaufstieg kämpfen; aus der Verbandsliga komplettieren der souveräne Meister TuS Altwarmbüchen und die HSG Northeim das Feld. Die Liga besteht damit erstmals aus 16 Mannschaften, am Ende der Saison wird es vier Abstiegskandidaten geben. „30 Saisonspiele und die Spiele im Pokal sind eine riesige Herausforderung für alle Spieler“, weiß auch Volker Gnioth, der als Saisonziel mindestens einen einstelligen Tabellenplatz von seiner Mannschaft fordert. „Jetzt heißt es, einen guten Start zu erwischen, um gar nicht erst in Bedrängnis zu geraten.“

Julia Schwekendiek (TAH)

Marc Rettig ist zurück beim TV 87 (26.07.2006)

Marc RettigFans des Oberliga-Handballs wissen es bereits:
Marc Rettig kehrt nach einem Jahr beim Verbandsligisten HSG Nörten-Angerstein zurück zum TV Stadtoldendorf.

Der gebürtige Stadtoldendorfer hat bereits die erste Trainingsphase mit seiner Mannschaft abgeschlossen und große Pläne für die kommende Saison. „Natürlich will ich mit meiner Mannschaft ganz oben mitspielen und vor allem verletzungsfrei durch die Saison kommen“, so der 27-Jährige, der im Alter von fünf Jahren seine Handballkarriere beim TV Stadtoldendorf begann.

Bis zur vergangenen Saison hielt er dem Verein die Treue, spielte erst in der Jugend und leistete später seinen Beitrag zum Aufstieg der Herren-Mannschaft in die Verbands- und die Oberliga. Die Saison in Nörten und der sechste Platz in der Verbandsliga werden ihm in guter Erinnerung bleiben, aus zeitlichen und persönlichen Gründen entschied er sich jedoch wieder zum TV 87 zurückzukehren. Als gelernter Chemikant und landwirtschaftlich-technischer Assistent sucht er zur Zeit beruflich nach neuen Perspektiven und genießt es, wieder in gewohnter Umgebung zu trainieren.

„Die Mannschaft hat gutes Potential und auch der neue Trainer verbreitet positive Stimmung“, so Marc Rettig. „Es ist einfach toll, wenn du in die Halle kommst, und jeder dich kennt.“

Julia Schwekendiek (TAH)

 

Sven Herrendorfer wechselt zum TV 87 (29.05.2006)

Sven Herrendorfer„Jetzt kann es losgehen“, freut sich Manager Volker Gnioth auf die neue Saison und setzt zugleich den Spekulationen um die Nachfolge von Ingmar Rusch ein Ende. Sven Herrendorfer vom Oberligisten TSG Altenhagen-Heepen wird in der kommenden Saison neben Markus Bartsch im Tor der Handball-Herren des TV Stadtoldendorf stehen. Der 31-jährige Student aus Bielefeld unterzeichnete am vergangenen Donnerstag einen Zweijahresvertrag beim TV 87 und komplettiert damit den 17 Mann starken Kader von Thomas Brandes. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe in Stadtoldendorf“, versichert Sven Herrendorfer, den vor allem die guten Perspektiven des Teams überzeugt haben, zu den Homburgstädtern zu wechseln.

Im Alter von sechs Jahren begann er seine Handballkarriere bei GWD Minden, wurde mit der A-Jugend westdeutscher Vizemeister und schaffte mit der zweiten Herrenmannschaft den Aufstieg in die Landesliga. Es folgten zwei Jahre in der Verbandsliga beim TuS Wagenfeld sowie ein Jahr in der Regionalliga mit dem HC Bad Salzuflen. Anschließend spielte er zwei Jahre für die TSG Bielefeld in der zweiten Bundesliga, bevor er über die TSG Söflingen wieder nach Bad Salzuflen zurückkehrte. Im Tor des Regionalligisten TV Jahn Duderstadt war er vor zwei Jahren beim Brauherren Cup schon einmal in Stadtoldendorf zu Gast, ein Ereignis das Eindruck hinterlassen hat. Mit der TSG Altenhagen-Heepen gelang ihm zuletzt ein beachtlicher dritter Rang in der Oberliga Westfalen und auch mit dem TV Stadtoldendorf will der Bielefelder in der neuen Saison oben angreifen.

„Wir freuen uns sehr, dass Sven Herrendorfer nach Stadtoldendorf kommt“, so Volker Gnioth, der den Keeper seit Längerem beobachtet hat. „Er bringt viel Erfahrung mit und wird die Lücke von Ingmar Rusch schließen können“, ist er sich sicher.

Julia Schwekendiek (TAH)

Neuer „Abwehrchef“ für den TV Stadtoldendorf (11.05.2006)
TV 87 verpflichtet Jürgen Bätjer von Bundesligaaufsteiger Eintracht Hildesheim

Jürgen BätjerDer Vertrag mit Thomas Brandes als neuem Trainer der Stadtoldendorfer Handball-Herren ist bereits unter Dach und Fach, kurz vor Saisonende gibt Manager Volker Gnioth nun die erste spielerische Neuverpflichtung bekannt. Jürgen Bätjer, der mit Eintracht Hildesheim gerade den Aufstieg in die Erste Bundesliga feiern konnte, wird ab Juli in den Pflichten des TV 87 stehen.„Die Anforderungen der ersten Liga sind für mich unmöglich zu erfüllen“, so der 30-Jährige, dessen Vertrag bei Hildesheim zum Saisonende ausläuft. Durch persönlichen Kontakt mit Thomas Brandes habe er bereits viel vom aufstrebenden Potential des Stadtoldendorfer Teams gehört und freue sich daher sehr auf seine neue Aufgabe. „Ich habe noch nie in der Oberliga gespielt und hoffe, dass wir auf gutem Niveau ganz oben mitspielen. Für alles andere bin ich zu ehrgeizig“, gibt er seine Ambitionen preis.
Seine Karriere begann Jürgen Bätjer beim FC Schüttorf 09, bald darauf spielte er mit der HSG Nordhorn in der Zweiten und kurzzeitig auch in der Ersten Bundesliga. Es folgten zwei Jahre beim TuS Spenge sowie einige Zeit mit Bad Salzufflen in der Regional- und Zweiten Bundesliga. Nach dem Ende seines Studiums in Osnabrück wechselte er zum TSV Anderten und 2002 schließlich zur Eintracht nach Hildesheim. „Es hat mir in Hildesheim immer viel Spaß gemacht, doch ich bin realistisch“, muss er zugeben. Nach seinem Referendariat als Gymnasiallehrer für Deutsch und Sport in Salzgitter Bad bekam er dort eine feste Stelle, die sportliche Laufbahn steht seitdem an zweiter Stelle. „Wir sind sehr froh darüber, Jürgen für uns gewinnen zu können. Er könnte der neue ‚Abwehrchef‘ werden“, hofft Volker Gnioth den zuletzt beträchtlichen Stabilitätsverlust in der Abwehr seiner Mannschaft beheben zu können.
Neben Jürgen Bätjer wird in der kommenden Saison auch ein altbekanntes Gesicht den Kader von Thomas Brandes verstärken. Marc Rettig, der eine Saison in der Verbandsliga für die HSG Nörten-Angerstein gespielt hat, kehrt nach Stadtoldendorf zurück. „Ich habe fast 26 Jahre für den TV gespielt. Die Zeit in Nörten war okay, doch mein Herz schlägt eben für Stadtoldendorf“, verrät der 27-jährige gebürtige Stadtoldendorfer. Die Planungen der Homburgstädter, dem SV Alfeld in der kommenden Saison in die Regionalliga zu folgen, nehmen damit bereits jetzt mehr und mehr Form an.

Julia Schwekendiek (TAH)

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