Logo des TV 87

TV 87 Stadtoldendorf

1. Herren

Obere Reihe (v.l.n.r.): Sonja Nolte - Magnus Wegener - Jan-Christoph Ahlers - Florian Backhaus - Dominik Niemeyer - Timo Heiligenstadt - Michael Hensel - Volker Gnioth
Untere Reihe: Florian Glombik - Tobias Walter - Markus Bartsch - Sebastian Froböse - Marcel Jastram - Martin Nolte - Sebastian Stenzel - Tobias Mieleke
Es fehlen: Ingmar Rusch - Jens Klingemann - Jan-Oliver Detjen - Tobias König - Jasmin Krüger

Aktuelle Spiele und Tabelle

Steckbriefe (über die Liste unten sind die Steckbriefe der einzelnen Spieler direkt aufrufbar)

Die Mannschaft

 

16 Ingmar Rusch TW  
22 Markus Bartsch TW Neuzugang
1 Martin Nolte TW Neuzugang
10 Dominik Niemeyer RL Neuzugang
6 Florian Backhaus KM Neuzugang
18 Timo Heiligenstadt RR/RM Neuzugang
13 Magnus Wegener RM Neuzugang
9 Jens Klingemann RR  
11 Sebastian Froböse KM/RM  
15 Tobias Mieleke RA  
8 Jan-Oliver Detjen RM/RA  
20 Tobias Walter RA/RR  
21 Florian Glombik LA  
4 Sebastian Stenzel LA Neuzugang
5 Jan-Christoph Ahlers RA Neuzugang
2 Tobias König RL/RM Neuzugang
27 Marcel Jastram LA  

 

TV 87 gewinnt letztes Spiel - TuS Bergen steigt ab (14.05.2006)

„Hätten wir die ganze Saison über so gut gespielt, dann hätten wir einige Minuspunkte weniger gehabt“, lautete das dennoch zufriedene Fazit von Trainer und Manager nach dem letzten Saisonspiel. Mit 37:30 (15:13) gewannen die Stadtoldendorfer Handball-Herren beim Absteiger TuS Bergen und können sich nun wohl verdient in die Sommerpause verabschieden. „Ich bin sehr zufrieden“, freute sich Michael Hensel über das letzte Spiel, für das er als Trainer des TV verantwortlich war. „Die Einstellung stimmte und wir konnten endlich eine geschlossene Mannschaftsleistung erbringen“, bestätigte auch Volker Gnioth.

Von Beginn gaben die Homburgstädter vor den rund 500 Zuschauern in der Bergener Heisterkamp-Halle den Ton an, nach kurzem Rückstand zeigte die Anzeigetafel in der zehnten Minute bereits 6:2 für Stadtoldendorf. Trotz des aggressiven und motivierten Spiels der Gastgeber gegen den nahenden Abstieg blieb der TV 87 bis zur Pause immer mit ein bis zwei Toren vorn. Tobias Mieleke, der auf der Position des fehlenden Timo Heiligenstadt spielte, übernahm erfolgreich die Koordination der Abwehr und durfte sich nach dem Spiel ebenso wie Keeper Ingmar Rusch über Lobesworte des Trainers freuen.

In der zweiten Halbzeit blieb das Spiel weiterhin offen, so dass der TuS Bergen nach zehn Minuten gar mit 19:18 in Führung gehen und die begeisterten Bergen-Fans kurzzeitig wieder an den Klassenerhalt ihrer Mannschaft glauben konnten. „Wir wollen nicht absichtlich in den Abstiegskampf eingreifen“, hatte Volker Gnioth noch vor den Spiel beschworen, seine Mannschaft folgte diesen Worten und legt zur Mitte der zweiten Halbzeit wieder nach. Beim 24:20 (44. Minute) für den TV schien der Bergener Widerstand gebrochen, Konzentration und Ruhe im Spiel der Homburgstädter brachten spätestens beim 32:26 die Vorentscheidung. Der TV 87 nutzte seine Torgelegenheiten, mit Dominik Niemeyer, Tobias Walter und Björn Schubert konnten die besten Schützen des Tages ihre Stärken voll ausspielen. „Wir haben verdient gewonnen und ein wirklich tolles Spiel gemacht“, resümierte Michael Hensel. „Alle Spieler haben noch einmal richtig Gas gegeben und die mit gereisten Fans nicht enttäuscht“, so Volker Gnioth.

TV Stadtoldendorf:
Ingmar Rusch, Markus Bartsch - Sebastian Stenzel (1), Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus (4), Dominik Niemeyer (10), Magnus Wegener (3), Tobias Mieleke, Björn Schubert (9), Tobias Walter (9), Florian Glombik (1).

Julia Schwekendiek (TAH)

Begeisterter Applaus für „Inge“ und den Coach
TV 87 verabschiedet Trainer Michael Hensel und Torwart Ingmar Rusch (08.05.2006)

Es war das letzte Saisonspiel vor heimischen Publikum, doch in Anbetracht dessen, was sich nach dem Abpfiff auf dem Feld abspielte, verkam der respektable Sieg gegen die Gäste aus Eyendorf fast zur Nebensache. Trainer Michael Hensel und Keeper Ingmar Rusch werden in der nächsten Saison aus beruflichen und privaten Gründen nicht mehr in den Diensten des TV 87 stehen, Grund genug für eine große Verabschiedungszeremonie mit Zuschauern und Fanclub.
Autogrammwünsche der kleinen Fans mussten geduldig erfüllt werden, persönliche Danksagungen bei den „Höllengranaten“ des eigenen Fanclubs und eine Grillparty vor der Halle machten den Abschied nicht gerade leichter.

Vor drei Jahren hatte Michael Hensel das Traineramt in Stadtoldendorf übernommen, sofort den Aufstieg aus der Verbandsliga perfekt gemacht und wird nun nach einem beachtlichen siebten Platz in der vorigen Saison mit seinem Team den sechsten Platz in der Oberliga Niedersachsen belegen. Nachdem sich zu Beginn dieser Saison das Personalkarussell ordentlich gedreht hatte, Kestas Zalandauskas als Spieler und Co-Trainer nicht mehr zur Verfügung stand, lag es an Michael Hensel, die neuen Spieler in die Mannschaft zu integrieren.
„Wir haben einige Punkte leichtfertig verschenkt, dennoch bin ich mit dieser Saison nicht völlig unzufrieden. Es waren drei sehr schöne Jahre, auch wenn der Motor zuletzt nicht ganz rund lief“, blickte er wehmütig zurück. „In der Mannschaft steckt großes Potential, auf dem mein Nachfolger Thomas Brandes aufbauen kann“, ist er sich sicher.

Auch Ingmar Rusch fehlten nach dem begeisterten Applaus und „Inge“-Schlachtrufen die Worte. „Ich bin überwältigt, was sich hier abspielt, da steigen einem echt die Tränen in die Augen“, gab er zu. Als er vor zwei Jahren nach langer Verletzungspause nach Stadtoldendorf kam, habe er den Spaß am Handball erst so richtig wiedergefunden.
„Ich habe mein Herz hier verloren“, grinste er. Klar, dass eigene Danksagungen des Fanclubs nicht fehlen durften.

Michael Hensel bekam eine karibische (Plastik-)Insel für sich und seine Frau geschenkt, um zu den Heimspielen nach Stadtoldendorf paddeln zu können und Ingmar Rusch einen persönlichen „Holländer“-Presentkorb, ebenso wie eigene Fanclub T-Shirts. „Vielleicht werde ich sogar dem Fanclub beitreten“, stellte Hensel Überlegungen an.

Manager Volker Gnioth bedankte sich nach der Pressekonferenz bei der Mannschaft und bei den Fans für deren treue Unterstützung und gab zugleich die Aufstellung der neuen Saison bekannt. Alle Spieler haben ihre Verträge verlängert, einzig Tobias König wird studiumsbedingt nicht mehr für den TV 87 spielen können und musste die Saison bereits jetzt vorzeitig beenden.

Julia Schwekendiek (TAH)

TV 87 verabschiedet sich mit Sieg vor heimischem Publikum (08.05.2006)
Hensel-Team gewinnt mit 36:33 (16:15) gegen MTV Eyendorf

Nach nur einem Punktgewinn in vier Spielen konnten sich die Stadtoldendorfer Handball-Herren am vergangenen Sonnabend endlich wieder über zwei Zähler und eine gelungene Vorstellung auf eigenem Parkett freuen. Mit 36:33 (16:15) gewann das Team von TV-Coach Michael Hensel gegen den MTV Eyendorf und hatte Grund genug, das letzte Heimspiel der Saison bis weit in die Nacht zu feiern.

Dabei schienen zunächst die alten Probleme der TVer wieder Überhand zu nehmen, Michael Hensel selbst traf berufsbedingt erst zehn Minuten vor Spielbeginn ein und konnte seine Mannschaft nicht ausreichend auf das Spiel einstimmen. Schon in der Anfangsphase vergab der TV 87 leichtfertig viele Chancen, nach zwölf Minuten stand es bereits 3:6. Erst langsam kehrten Ruhe und Konzentration ins Team ein, so dass Dominik Niemeyer drei Minuten später zur 7:6 Führung einnetzte und den Grundstein dafür legen konnte, mit 13 Treffern bester Schütze des Tages zu werden. Wenige Sekunden vor der Pause kamen die Eyendorfer zwar nochmals auf 15:15 heran, Sebastian Stenzel verwandelte in letzter Sekunde jedoch noch einen Siebenmeter zur knappen Pausenführung.

„Wir haben uns oft selbst in Schwierigkeiten gebracht“, konstatierte Michael Hensel zum weiteren Spielverlauf. Ein (körperlich und spielerisch) überragender Malte Andresen brachte den MTV Eyendorf wieder heran und ging wenige Minuten nach Wiederanpfiff mit seinem Team in Führung (17:18, 36. Minute). Zur Freude aller anwesenden TV-Fans zeigte sich zur Mitte der zweiten Hälfte dann endlich der oft mangelnde Kampfwille und Teamgeist der Homburgstädter, so dass der Wunsch des Trainers nach einem schönen Saisonabschluss Wirklichkeit werden konnte. Magnus Wegener, nach langer Verletzungspause wieder einsatzbereit, traf zum 25:20 (44.), und auch Björn Schubert legte mit vier Treffern in vier Minuten noch einmal nach. Ingmar Rusch und Martin Nolte im Tor der TVer boten den nötigen Rückhalt und konnten sich auch nach der roten Karte gegen Timo Heiligenstadt (51.) über einen nicht mehr einzuholenden Vorsprung freuen.

„Nach den letzten Spielen der Stadtoldendorfer hatten wir uns deutlich mehr ausgerechnet“, musste auch MTV-Coach Klaus Gruner die respektable Leistung des Hensel-Teams in einer durchweg fairen Partie anerkennen. „Wir haben ordentlich gekämpft, doch die Probleme in der Abwehr bleiben bei mehr als 30 Gegentoren die gleichen“, musste Michael Hensel feststellen.

TV Stadtoldendorf:
Martin Nolte, Ingmar Rusch, Markus Bartsch - Sebastian Stenzel (1), Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus (7), Dominik Niemeyer (13), Magnus Wegener (2), Tobias Mieleke, Björn Schubert (8), Timo Heiligenstadt (2), Tobias Walter (3), Florian Glombik.

MTV Eyendorf:
Torsten Sander, Florian Petersen, Johann C. Frischkorn – Stefan Witt, Volker Rieckmann (6), Raphael Oertzen (3), Eike Vogt (1), Marcus Krause (1), Malte Andresen (10), Marcel Borree (5), Ronny Kretschmann (3), Sven Schmidt (2), Andree Petersen, Ingo Buchholz (2) Alexander Rieckmann.

Julia Schwekendiek (TAH)

Michael Hensel: „Wir haben absolut verdient verloren“ (30.04.2006)
TV 87 unterliegt beim Tabellenletzten MTV Vorsfelde mit 26:29 (12:14)

Scheinbar leichtes Spiel sollten die Stadtoldendorfer Handball-Herren im vorletzten Auswärtsspiel beim MTV Vorsfelde haben, am Ende führten mangelnder Teamgeist und fehlender Einsatz jedoch ins Desaster. Mit 26:29 (12:14) musste sich das Team von Michael Hensel dem Tabellenletzten geschlagen geben, obwohl ein Sieg durchaus im Bereich des Möglichen gelegen hatte.
„Es war ein enttäuschender Freizeitausflug nach Vorsfelde“, resümierte Michael Hensel, der nicht zum ersten Mal mit der Einstellung seiner Mannschaft haderte. „Auch wenn es um nichts mehr geht, dürfen wir uns noch lange nicht so präsentieren.“
In der Tabelle steht der TV 87 derzeit sicher auf dem sechsten Rang, doch vor dem Hintergrund des Trainerwechsels und baldigen Saisonendes scheint die Luft einfach raus zu sein.

Dabei ging das Spiel munter los, bis zur 20. Minute lag das Hensel-Team fast durchweg in Führung, die personellen Ausfälle waren kaum zu bemerken. Nach dem 9:7 in der 20. Minute allerdings folgte der erste Einbruch, der MTV Vorsfelde konnte nachziehen und zur Pause mit zwei Toren und 14:12 vorlegen.

Auch die zweite Halbzeit verlief zunächst ausgeglichen, nach 45 Minuten gelang es dem Hensel-Team bei zweifacher Unterzahl mit drei Treffern in Folge einen Rückstand von 20:22 in eine 23:22-Führung umzuwandeln. Was dann jedoch folgte, war alles andere als eine Glanzleistung. Zwei sichere Siebenmeter konnten nicht verwandelt werden, viele unkoordinierte Einzelaktionen im Angriff und schnelle, erfolgreiche Gegenstöße des Wolfsburger Teams brachten die Homburgstädter aus dem Konzept. Beim 26:24 für die Gastgeber war bereits klar, dass der Sieg für den TV 87 in weite Ferne gerückt war. Fünf Gegentore in den letzten drei Minuten belohnten schließlich das Engagement des MTV, der zwar bereits abgestiegen ist, vielleicht aber gerade deswegen um so befreiter aufspielen konnte.

„Mit 80 Prozent Leistung kann man in der Oberliga gegen eine Mannschaft, die 110 Prozent gibt, eben nicht gewinnen“, musste auch TV-Manager Volker Gnioth enttäuscht feststellen. Nach vier sieglosen Spielen in Folge kritisierte er vor allem die lapidare Leistung der Mannschaft, einzig Timo Heiligenstadt habe nach Angaben des Trainers wirklichen Einsatz gezeigt.
„Immerhin war die Deckungsarbeit besser als zuvor“, fand Michael Hensel einige lobende Worte für seine Mannschaft, gute Aktionen im Angriff seien dafür Magerkost gewesen. Am kommenden Sonnabend hat der TV 87 gegen den MTV Eyendorf nun seine letzte Chance, die desolate Leistung wieder gut zu machen und vor heimischem Publikum die Saison zu einem versöhnlichen Ende zu bringen.

TV Stadtoldendorf:
Markus Bartsch, Ingmar Rusch – Tobias König (1), Sebastian Stenzel (3), Florian Backhaus (2), Dominik Niemeyer (5), Tobias Mieleke, Björn Schubert (5), Timo Heiligenstadt (6), Tobias Walter (3), Florian Glombik (1).

Julia Schwekendiek (TAH)

„Es geht eindeutig nicht mehr“ - Torwart Ingmar Rusch beendet Handball-Karriere

Die neue Saison 2006/07 hat noch nicht einmal begonnen, da muss der TV Stadtoldendorf bereits den ersten Verlust verkraften. Ingmar Rusch, seit zwei Jahren Nummer Eins im Tor der Homburgstädter, wird nach dem letzten Oberliga-Spieltag am 13. Mai seine Handball-Karriere auf Eis legen. „Wenn ich etwas anpacke, dann ganz oder gar nicht“, begründet der 28-Jährige seine Entscheidung.

„Handball bedeutet mein Leben, doch ich muss leider in den sauren Apfel beißen“, bedauert er den für ihn harten Schritt. Bis zu zehn Stunden Arbeitszeit, drei Mal pro Woche Training und mehr als eine Stunde Fahrtzeit dorthin ohne Fahrgemeinschaft seien einfach zu viel, erzählt der TV-Keeper, den es nach seiner zahnmedizinischen Approbation im Dezember 2005 berufsbedingt nach Hannover zog. „Es ist schon erstaunlich, wie gut es zurzeit noch läuft, obwohl ich teilweise schon vor dem Sekundenschlaf stand“, grinst er.

Seine Handball-Karriere begann Ingmar Rusch mit 14 Jahren in der Jugendmannschaft der HSG Gensungen/Felsberg, erste große sportliche Erfolge waren beim Aufstieg in die 2. Bundesliga mit der Herren-Mannschaft zu verzeichnen. Es folgte die Oberligameisterschaft mit dem TuSpo Niedervellmar 1999/2000 und der Aufstieg in die Regionalliga mit dem TG Münden. Im November 2003 dann die Hiobsbotschaft: Eine schwere Knieverletzung stellte seinen weiteren sportlichen Werdegang in Frage, nicht jedoch seine Leidenschaft für den Sport. Nach einigen „unschönen Dingen“ beim Regionalligisten TG Münden folgte der gebürtige Kasseler im Juli 2004 dem Angebot aus Stadtoldendorf, wo er schließlich den Spaß am Handball wiederfand. Die Mentalität beim TV 87 und die Atmosphäre bei den Spielen seien unglaublich toll, einzig für seinen Kollegen Markus Bartsch würde er freiwillig aus dem Tor gehen, wenn es bei ihm mal nicht liefe. „Es geht eindeutig noch mehr, aber übermüdet ist es schwer, volle Leistung zu bringen“, musste er feststellen. Auch die Unterstützung und Überredungskünste des Vereins brachten ihn nicht dazu, seinem Entschluss zu ändern. „Ich brauche auch Zeit, um nach drei Monaten in Hannover richtig Fuß zu fassen“, freie Zeit zum Ausspannen und für andere sportliche Hobbys seien derzeit rar gesät.

Ein kleiner Trost bleibt den vielen Stadtoldendorfer Fans jedoch: Sie werden trotz allem in Zukunft nicht ganz auf ihren „Inge“ verzichten müssen. Seinen Pass wird der Keeper bis auf Weiteres beim TV 87 lassen, als „Stand-By-Torwart“ will er einspringen, wenn Not am Mann ist. „Ich werde vorerst definitiv nicht zu einem anderen Verein in der Umgebung von Hannover wechseln“, dementiert er alle Spekulationen. Jetzt will er mit seiner Mannschaft jedoch noch einmal richtig „Gas geben“, bevor dann beim letzten Heimspiel am 6. Mai die offizielle Verabschiedung mit einem, vielleicht auch zwei weinenden Augen ansteht.

Bericht: Julia Schwekendiek (TAH), Foto: Thorsten Lange

Oberliga: Zwei Sekunden vor Abpfiff fällt der Ausgleich (04.04.2006)

Es war ein Oberliga-Spiel, wie es spannender kaum hätte sein können. Sprichwörtlich bis zur letzten Sekunde zitterten die Stadtoldendorfer Handball-Herren gegen die SG Hohnhorst/Haste um die Punkte, zwei Sekunden vor Abpfiff rettete Björn Schubert ein glückliches 35:35 (17:18) Unentschieden und den TV 87 vor einer Blamage. „Ich bin etwas enttäuscht, wie wir uns hier präsentiert haben“, musste auch TV-Trainer Michael Hensel zugeben.

Dabei hätte alles so einfach sein können. Nach zehn Minuten führten die Gastgeber in der Rumbruchshalle bereits mit 6:2 durch Dominik Niemeyer, das altbekannte Problem „Deckungsarbeit“ schien der TV 87 endlich in den Griff bekommen zu haben. Nachdem Jens „Eisen“ Klingemann beim Stand von 14:11 jedoch einen Siebenmeter nicht verwerten konnte, nutzten die Gäste aus Haste drei Chancen und glichen zum 14:14 erstmals aus. Zwar gelang es Björn Schubert, Florian Glombik und Tobias König den Ausgleich noch bis zur 29. Minute zu halten, zur Pause musste das Hensel-Team dennoch einen 17:18 Rückstand akzeptieren.
Ähnlich verlief das Spiel dann auch in der zweiten Halbzeit. Munteres Torewerfen auf beiden Seiten, weder der Gastgeber aus der Homburgstadt noch das Team von SG-Trainer Marc Siegesmund vermochte eine Vorentscheidung herbeizuführen. Mit elf Treffern verhalfen Dominik Niemeyer und Tobias Walter ihrer Mannschaft
nach der Pause fast im Alleingang zum 30:31 Anschluss. Als Timo Heiligenstadt in der 53. Minute nach roter Karte des Spielfelds verwiesen wurde, musste der TV 87 zu viert gegen eine starke Haster Abwehr ankämpfen - mit Erfolg. Björn Schubert erzielte den Ausgleich, Tobias Walter verwandelte fünf Minuten vor dem Abpfiff zum 32:31.
59 Minuten und 54 Sekunden schrieb die Anzeigetafel beim 34:35, Auszeit für den TV 87, letzte Anweisungen vom Trainer. Florian Backhaus hatte zuvor ebenfalls mit roter Karte das Spielfeld verlassen müssen. Zwei Sekunden waren noch zu spielen, als selbst TV-Keeper Ingmar Rusch beim letzten Freiwurf mit vor das gegnerische Tor rückte. Mehr Glück als Verstand halfen dem TV 87 schließlich, wenigstens einen wichtigen Punkt aus dem hart umkämpften Spiel zu retten.

Michael Hensel zeigte sich zwar mit der guten Angriffsleitung seiner Mannschaft zufrieden, haderte jedoch mit der Auffassung des Teams. Die Bereitschaft „das Letzte“ zu geben, sei einfach nicht da. „Wenn die Einstellung im Kopf nicht stimmt, kann man eben nicht gewinnen“, musste er wie schon nach den vergangenen Spielen gegen Rosdorf und Emmerthal feststellen. „Ein einziger Krampf“ sei wieder einmal die Deckungsarbeit gewesen, stellte er ratlos fest, 35 Gegentore seien einfach zu viel. „Daran müssen wir weiter arbeiten“, lautet sein Konzept, um am 29. April in Vorsfelde die ersten Auswärtspunkte der Rückrunde holen zu können.

TV Stadtoldendorf:
Martin Nolte, Ingmar Rusch, Markus Bartsch - Tobias König (2), Sebastian Stenzel, Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus (2), Jens Klingemann, Dominik Niemeyer (9), Tobias Mieleke, Björn Schubert (9), Timo Heiligenstadt (5), Tobias Walter (4/2), Florian Glombik (2).

SG Hohnhorst/Haste:
André Rudolph, Ingo Henze - Martin Engel (10), Oliver Gümmer (2/3), Aziz Boutaba (7), Philipp Daseking (6), Daniel Hilbig (4), Benjamin Hildebrandt, Michael Peters (2), Daniel Kirsten, Christian Höflich, Stephan Krüger, Björn Gäth (1)

Julia Schwekendiek (TAH)

Trainerwechsel beim TV Stadtoldendorf zur neuen Saison (29.03.2006)

Vier Spieltage müssen die Handball-Herren in dieser Oberliga-Saison noch absolvieren, da laufen beim TV Stadtoldendorf bereits die Planungen für die neue Saison 2006/07. Seit längerem schon steht fest: Michael Hensel wird sein Amt als Trainer der ersten Herrenmannschaft nach dieser Saison aufgeben, zu zeitaufwändig sei dies in seiner derzeitigen beruflichen und privaten Situation. Nun ist die zweimonatige Suche nach einem neuen Coach beendet und der Grundstein zu noch mehr sportlichem Erfolg gelegt.

Thomas Brandes, Polizeibeamter und Jugendnationalspieler mit langjähriger Erfahrung in der 1. und 2. Handball-Bundesliga, wird ab Juli die Nachfolge von Michael Hensel antreten. „Ein Glücksgriff”, freut sich TV-Manager Volker Gnioth, der guter Dinge in die Zukunft schaut. Drei Spiele hat sich der „Neue” bereits angesehen und ist von der Mannschaft begeistert. „Der Verein verfügt über sehr viele gute Spieler und ist hervorragend in Schuss”, so der erste Eindruck des 37-jährigen Hildesheimers, der verheiratet ist und drei Kinder hat. „Die Perspektiven sind hervorragend. Ich glaube, dass wir hier gemeinsam viel bewegen können”, gibt er seine Motive preis, die ihn dazu veranlasst haben, sein Amt als Regionalliga-Trainer beim TSV Anderten aufzugeben und nach Stadtoldendorf zu wechseln. Ab Juli wird es für ihn in die „Vollen” gehen.

Trotz aller Euphorie, so richtig leicht fällt der Abschied von Michael Hensel keinem Beteiligten beim TV 87. „Natürlich ist es sehr schade, dass Michael aufhört. Wir haben ihn immer unterstützt und ihm Rückendeckung gegeben”, bedauert Volker Gnioth Hensels Entscheidung. Von Trennung im eigentlichen Sinne könne gar keine Rede sein, schließlich bleibe Hensel dem Verein auch weiterhin in anderer Funktion erhalten. Alle Optionen seien noch offen. „Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt und auch viel Spaß gehabt”, blickt Michael Hensel auf die vergangenen drei Jahre zurück. In seiner ersten Saison als Trainer konnte der TV 87 direkt von der Verbandsliga in die Oberliga aufsteigen, einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte. Und auch in den zwei Jahren der Oberliga musste das Team nie gegen den Abstieg kämpfen, zeigte gar Ambitionen, noch weiter oben mitzuspielen.
Der Entschluss, das Traineramt abzugeben, sei also bei weitem nicht einfach gewesen, so Hensel. Neben seinem eigentlichen Beruf unterstütze er seine Frau in ihrer Praxis und habe private Zukunftspläne. „Irgendwo musste ich kürzer treten”, begründet er seine Entscheidung. Damit die Mannschaft weiterhin Erfolge feiern könne, seien drei bis vier Mal Training pro Woche nötig, ein Aufwand, den er ohne Co-Trainer neben Spielbeobachtungen und den eigenen Spielen seiner Mannschaft am Wochenende nicht mehr leisten könne.
„Ich bin mir sicher, dass Thomas Brandes auf meiner Vorarbeit aufbauen kann. Er bringt frischen Wind in die Mannschaft und wird mit seiner Erfahrung erfolgreich sein”, wünscht Hensel seinem Nachfolger Glück. Jetzt sei es jedoch erst einmal wichtig, die Saison ordentlich zu Ende zu bringen und weiterhin hundert Prozent Engagement zu zeigen. „Ich werde die Zeit beim TV 87 sicherlich in guter Erinnerung behalten und nicht vergessen. Man sieht sich schließlich immer zwei Mal im Leben”, grinst er.

Julia Schwekendiek (TAH)

TV 87 gibt sich im Oberliga-Derby einfallslos geschlagen (26.03.2006)

„Mit nur 80 Prozent Deckungsarbeit kann man in der Oberliga eben nicht gewinnen“, brachte es Michael Hensel auf den Punkt. Ein bitteres Fazit für die Stadtoldendorfer Handball-Herren, die sich nach dem desolaten Oberliga-Derby in Emmerthal wohl endgültig vom anvisierten Saisonziel verabschieden müssen. Enttäuschte Gesichter nicht nur bei den mitgereisten Fans, die beim 35:40 (13:19) gegen die TSG Emmerthal ein wahres Torfestival zu Gunsten der Gastgeber erlebten.

Dabei schien zunächst alles nach Plan zu laufen, konnte das Hensel-Team in der 10. Minute durch Dominik Niemeyer mit 5:4 in Führung gehen. Zwei gelbe Karten und Unterzahlsituationen für den TV 87 vermochten den Spielfluss kaum zu beeinträchtigen, in der 20. Minute traf Björn Schubert zum 10:8.
Was sich dann jedoch auf dem Parkett abspielte, ließ die einen in Freudenjubel ausbrechen, die anderen schier verzweifeln. Ganze sieben Gegentore in Folge kassierte der TV 87 mit Ingmar Rusch zwischen den Pfosten, bis zur 26. Minute führten viele vergebene Chancen zum 15:10 für das Team von TSG-Spielertrainer Sönke Koß. Der Halbzeitstand mit 19:13 blieb auch für die zweiten 30 Minuten bahnbrechend.

„Wer bereit ist, 100 Prozent zu geben, wird das Spiel gewinnen“, hatte TV-Manager Volker Gnioth vor dem Derby prophezeit - und sollte Recht behalten. Nach erneuten Zeitstrafen gegen Tobias Mieleke und Tobias Walter fand sich der TV 87 in der 40. Minute nur noch zu viert auf dem Feld. Kurios, dass die Homburgstädter gerade in dieser Situation noch einmal ins Spiel zurückfanden und Sebastian Stenzel sein Team beim 22:25 wieder bis auf drei Tore an den Gegner heranbringen konnte. Zeit für die TSG Emmerthal ein weiteres Ass im Ärmel auszuspielen: So war es ausgerechnet Stadtoldendorfs Ex-Keeper Sascha Krannich, der die Wende des Spiels mit vielen guten Paraden verhinderte.
Bis zum Schlusspfiff nutzten vor allem die TSG-Schützen Lars Knoke und Julian Kutschera jeden Fehler der löchrigen Stadtoldendorfer Abwehr, die den Abgang von Sebastian Froböse auch nach drei Spielen offenbar noch nicht verkraftet hat. Die Acht-Tore-Führung der TSG (37:29) konnten der Stadtoldendorfer zwar noch einmal auf fünf Tore verkürzen, mehr war jedoch nicht mehr möglich.

„Wir waren im Kopf einfach nicht wach genug, hatten Abstimmungsprobleme und haben die Deckungsarbeit dann fast ganz eingestellt“, versuchte Michael Hensel die Vorstellung seiner Mannschaft zu erklären. Die vielen Zeitstrafen auf beiden Seiten, die teilweise nicht nur aufgrund spielerischer Undiszipliniertheit verhängt wurden, sprachen ihre eigene Sprache. „Wir müssen einfach zusehen, dass wir den Rest der Saison nicht kampflos abgeben und nächste Woche zu Hause wieder 100 Prozent geben“, versprach Hensel den Fans, schließlich hatte man sich nach der Niederlage gegen Emmerthal in der Hinrunde auch wieder gefangen.

TV Stadtoldendorf:
Ingmar Rusch, Markus Bartsch - Tobias König, Sebastian Stenzel (4), Jan-Christoph Ahlers (1), Florian Backhaus (2), Dominik Niemeyer (7), Tobias Mieleke, Björn Schubert (11), Timo Heiligenstadt (5), Tobias Walter (4), Florian Glombik (1).

TSG Emmerthal:
Sascha Krannich - Stefan Kunze (4), Tobias Keller (3), Sönke Koß (5), Lars Knoke (11), Björn Scheele (2), Heiko Heemann (5), Julian Kutschera (6), Dean Wood (4).

TAH vom 28.03.2006 (Julia Schwekendiek)

Michael Hensel: „Wir hätten das Spiel gewinnen können“ (19.03.2006)
Oberliga / TV 87 verliert Heimspiel knapp mit 32:33 (17:15) gegen MTV Rosdorf

„Irgendwann ist ein Spiel nunmal zu Ende”, musste Trainer Michael Hensel enttäuscht feststellen. Wieder war es der MTV Rosdorf, der den Stadtoldendorfer Handball-Herren einen unsanften Strich durch die Rechnung machte, wieder spielten die Schiedsrichter eine entscheidende Rolle im Oberliga-Spiel. Dabei schien die Welt in der Rumbruchshalle bis 15 Minuten vor Abpfiff noch in Ordnung zu sein, konnte der TV 87 seine, wenn auch knappe, Führung stets vor den Gästen behaupten. Am Ende fehlten jedoch zwei Tore und ein kühler Kopf, um den ersten Sieg gegen das Team des Ex-Stadtoldendorfers Lars Rindlisbacher in trockene Tücher zu bringen.

Von Beginn an sah alles so aus, als ob auch der „abgespeckte” Kader des TV 87 an die guten Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen könne. Denn neben dem Abgang von Sebastian Froböse mussten auch Magnus Wegener und Tobias Mieleke verletzungsbedingt pausieren. In der 3. Minute übernahmen die Gastgeber durch Tobias Walter die Führung und selbst eine zweiminütige Unterzahlsituation in der 13. Minute vermochte das Hensel-Team zu meistern. Die insgesamt fünf gelben Karten, mit denen das Schiedsrichtergespann das „ruppige” und körperbetonte Spiel beider Teams in den ersten 20 Minuten bereits ahndete, ließ für die zweite Halbzeit nichts Gutes hoffen.

Bei zwei Toren Vorsprung (19:17) musste der TV 87 den ersten Verlust verkraften. Tobias Walter sah nach einem Foul in der 35. Minute die rote Karte, auf Seiten der Gäste mussten ihm Jonas Norpoth (47.), Eric Hogreve (58.) und Marcus Wuttke (59.) auf die Bank folgen. Die zunehmend fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen wurden mit lauten Pfiffen der Stadtoldendorfer Fans kommentiert, die mit ansehen mussten, wie ihre Mannschaft in der 48. Minute erstmals in Rückstand geriet (23:24). Bis zuletzt versuchten sie ihre Mannschaft lautstark aufzubauen, eine Auszeit des Trainers 27 Sekunden vor dem Schlusspfiff sollte noch einmal Ruhe ins chaotische Spiel bringen.
Ob schließlich eigene Fehler in den entscheidenden Phasen des Spiels, leichtfertig vergebene Siebenmeter, ganze 15 Treffer des MTV-Schützen Christian Brand bei einer zuletzt löchrigen TV-Abwehr oder doch die Unparteiischen das knappe 32:33 für Rosdorf entschieden, vermochte beim TV 87 keiner zu beurteilen.

„Wir müssen das Positive aus dem Spiel mitnehmen”, machte Hensel seiner Mannschaft Mut. „Wir dürfen uns vielleicht heute ärgern, trotzdem war es eine gute Partie mit dem glücklichen Sieger Rosdorf.” Dass mit Celle, Barsinghausen und Emmerthal auch die unmittelbaren Konkurrenten des TV Stadtoldendorf in der Oberliga je nur einen Punkt holen konnten, machte die Niederlage nicht ganz so bitter, wie sie zunächst erschien. „Rosdorf liegt uns einfach nicht”, brachte es TV-Pressesprecher und Torwart Ingmar Rusch auf den Punkt. Und TV-Manager Volker Gnioth fügte hinzu: „Dann holen wir uns die Punkte eben nächste Woche im Emmerthal zurück.”

TV Stadtoldendorf:
Ingmar Rusch, Markus Bartsch - Tobias König, Sebastian Stenzel, Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus (2), Jens Klingemann (7), Dominik Niemeyer (6), Björn Schubert (8), Timo Heiligenstadt (3), Tobias Walter (2), Florian Glombik (4), Marcel Jastram.

MTV Rosdorf:
Sascha Kurzrock, Matthäus Fink - Christian Brand (15), Abi Ankrah, Tobias Westendorf (4), Jochen Asmussen, Marcus Wuttke (2), Jonas Norpoth (3), Benjamin Jentsch, Dennis Diebitz (1), Sebastian Frank (1), Christian Pabst (4), Ender Kanar, Eugen Reifschneider, Tino Pantel, Eric Hogreve (3).

Julia Schwekendiek (TAH)

Oberliga: TV87 Stadtoldendorf lässt den Tabellenführer alt aussehen (12.03.2006)

„Alles okay“, rief TV-Trainer Michael Hensel seinem Team noch während des Spiels zu. Nur nicht aus der Ruhe kommen und sich von den schnellen Gegenstößen des Gegners verunsichern lassen. Schließlich war es kein geringerer als der Tabellenführer der Handball-Oberliga, der in der Rumbruchshalle in Stadtoldendorf zu Gast war. „Wir werden keine Punkte verschenken“, hatte Volker Gnioth dem MTV Celle vor dem Spiel noch selbstbewusst versprochen. Doch dass es der höchste Sieg des TV Stadtoldendorf in dieser Saison vor heimischem Publikum werden würde, damit hatte selbst der Manager nicht gerechnet. Was war geschehen, dass der heißeste Kandidat im Kampf um die Meisterschaft beim 35:28 (17:12) in Stadtoldendorf chancenlos blieb?

Von Beginn an passte endlich alles zusammen im Spiel des Teams von Michael Hensel. Die einzige Führungsminute des MTV Celle wurde sogleich durch zwei Treffer von Magnus Wegener und Florian Glombik zunichte gemacht, von nun an hatte der Tabellenführer einen schweren Stand in der „Rumbruchshölle“, die ihrem Namen erneut alle Ehre machte. Trotz zweier gelber Karten für den TV 87 in der 10. Minute halfen dem MTV Celle um Spielmacher Miroslav Jovicic, mit zehn Treffern bester Schütze des Tages, keine bewährten Mittel, um das konzentrierte Spiel der Stadtoldendorfer zu durchbrechen. Zur Pause führten die Gastgeber bereits mit fünf Toren und 17:12. Das Comeback des langzeitverletzten TV-Schützen Jens Klingemann in der Mitte der ersten Halbzeit wurde vor diesem Hintergrund natürlich lautstark von den TV-Fans bejubelt.

Was in den ersten 30 Minuten Früchte trägt, kann auch für die zweite Halbzeit nicht schlecht sein, dürfte die Devise des Hensel-Teams gewesen sein. Trotz Unterzahl gelang es Florian Backhaus und Dominik Niemeyer, die Führung ihrer Mannschaft in der 35. Minute bis auf acht Tore (22:14) auszubauen. Dass sich in der 45. Minute beide Teams nur noch zu viert auf dem Feld wiederfanden, zeigte deutlich, dass keiner dem Gegner etwas schenken wollte. Etliche Strafwürfe und Verwarnungen auf beiden Seiten führten dazu, dass der TV 87 dem MTV Celle zwei Minuten vor Schluss sogar mit elf Toren (35:24) davonzog. Ein letztes Aufleben des Gegners vermochte jedoch am deutlichen Endergebnis von 35:28 nicht mehr zu rütteln, so dass man Ingmar Rusch, dem starken Rückhalt im Tor des TV 87, gern glauben mag, sich unter dem lauten Jubel der rund 350 Fans gar in „Trance“ gespielt zu haben.

„Das ist Handball wie ich ihn mir vorstelle“, lobte Michael Hensel seine Mannschaft. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel verlieren. Wir wollten gewinnen, haben mannschaftlich alles gegeben und unsere Chancen genutzt.“ Ein wichtiger Sieg also für den TV 87, der sich am kommenden Sonntag dem MTV Rosdorf stellen muss, einem Gegner, gegen den man in drei Begegnungen bisher keinen Punkt holen konnte.

TV Stadtoldendorf:
Ingmar Rusch, Markus Bartsch - Tobias König, Sebastian Stenzel (1), Jan-Christoph Ahlers (1), Florian Backhaus (4), Jens Klingemann (4), Dominik Niemeyer (9), Magnus Wegener (6), Björn Schubert (3), Timo Heiligenstadt (3), Tobias Walter (1), Florian Glombik (3), Andreas de Groot.

MTV Celle:
Jörg Oehus, Mirco Thimm - Konstantin Krikli, Miroslav Jovicic, Fabian Dönitz, Dirk Pauling, Paul Weiser, Jörg Matthée, Bartek Darwicki, Tobias Kakuschke, Sebastian Beschnidt.

Quelle: TAH (jus), 13.03.2006

Trotz Niederlage zufriedene Gesichter beim TV 87 (26.02.2006)
Hensel-Team verliert mit 34:31 (18:16) knapp gegen TSV Barsinghausen

Einen Tabellenplatz nach unten rutschten die Handball-Herren des TV Stadtoldendorf nach der dritten Auswärtsniederlage in Folge am vergangenen Sonntag. Mit 34:31 (18:16) verlor das Team von TV-Trainer Michael Hensel jedoch nur knapp gegen den TSV Barsinghausen und konnte am Ende mit seiner Leistung durchaus zufrieden sein.

Alles verlief zunächst wie geplant, der TV 87 spielte von der ersten Minute an konzentriert und „hellwach“, wie im Vorfeld vom Trainer gefordert. Bis zur Mitte der ersten Halbzeit konnte sich keine der beiden Mannschaften richtig vom Gegner absetzen. Nach einem ausgeglichenen 9:9 in der 15. Minute hakte es jedoch plötzlich im Spiel der Homburgstädter, wenige Minuten später traf der TSV zum 14:10. Probleme in der Deckung und viele erfolgreiche Gegenstöße des TSV machten es der Mannschaft um Björn Schubert und Dominik Niemeyer unmöglich, den Rückstand des TV 87 bis zur Pause auszugleichen, 18:16 zeigte die Anzeigetafel nach 30 Minuten.

In der Glück-Auf-Halle des TSV in Barsinghausen blieb das Glück auch in der zweiten Halbzeit auf Seiten der Gastgeber. Zwar kam die Mannschaft des TV 87 selbstbewusst und zielstrebig ins Spiel zurück, doch auch in der 45. Minute führte der TSV Barsinghausen um Torjäger Paul Schirmer noch mit vier Toren und 29:24. Nichtsdestotrotz kämpften sich die Homburgstädter wieder heran, trafen fünf Minuten vor Schluss zum 31:30 Anschluss und hätten das Spiel um ein Haar wenden können. Am Ende konnten jedoch auch überragende 13 Treffer von Björn Schubert die knappe Niederlage des TV 87 nicht verhindern.

„Im Vergleich zu den vorherigen Auswärtsspielen war das eine ordentliche Leistung“, zeigt sich Michael Hensel nicht übermäßig verärgert über den Punktverlust. „Wenn man hinten nicht gut steht, helfen vorn auch 31 Tore nicht weiter“, scherzte er. Zwar hat der TV Stadtoldendorf im Kampf um die Tabellenspitze bereits nicht mehr viel mitzureden, doch auf seinem derzeit fünften Platz kann sich das Team mit Blick nach unten in die Tabelle über ein gutes Polster freuen. „Wir spielen um die goldene Ananas, also um einen Platz zwischen Rang drei und Rang sechs“, illustriert Hensel seine Erwartungen für die noch ausstehenden Spiele in der Oberliga-Saison.
Zur Vorbereitung auf das Spitzenspiel gegen den Tabellenersten MTV Post Eintracht Celle am 12. März in der Rumbruchshalle bleiben der Mannschaft nun zwei Wochen Zeit, um ihre gute Leistung nochmals zu steigern.

TV Stadtoldendorf:
Martin Nolte, Ingmar Rusch, Markus Bartsch - Tobias König, Sebastian Stenzel (2), Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus, Dominik Niemeyer (4/3), Sebastian Froböse (2), Magnus Wegener (3), Tobias Mieleke, Björn Schubert (13), Timo Heiligenstadt (1), Tobias Walter, Florian Glombik (3).

Julia Schwekendiek (TAH)

Oberliga: Mit Ehrgeiz, Engagement und Treffsicherheit zum Sieg (19.02.2006)

„Das ist Handball, wie ich ihn mir vorstelle”, freute sich TV-Trainer Michael Hensel. Nach durchwachsener erster Halbzeit und Rückstand zur Pause gelang seinen Handball-Herren ein beachtlicher 33:27 (13:16) Sieg gegen den Aufsteiger TC Schöningen. Charakteristisch einmal mehr die schwankende Leistung des TV Stadtoldendorf während des gesamten Oberliga-Spiels. Ganze vier Minuten hielt die Führung des TV 87 durch Florian Glombik und Björn Schubert, dann nahm der TC Schöningen unter Regie von Spielertrainer Kai-Olaf Reinemann das Ruder in die Hand. Schnelle Gegenstöße und einige gute Chancen vermochte das Team von Michael Hensel nicht zu nutzen. Bis zur Halbzeit führten die Gäste immer im Abstand von ein bis drei Toren, der Zwischenstand von 13:16 für beide Mannschaften mehr als gerechtfertigt.

Nach der Pause und „deutlichen Worten” des Trainers begann der TV 87 ein konzentrierteres Spiel, in der 35. Minute stand es bereits 17:17 und das Spiel vor der Wende. Nur eine Minute später erzielte Magnus Wegener, neben Björn Schubert mit insgesamt sieben Toren erfolgreichster Spieler des Tages, den Führungstreffer für Stadtoldendorf. Die rund 350 begeisterten Fans in der „Rumbruchshölle” feuerten mit Trommeln und Pauken lautstark ihre Mannschaften an. Ein zu Höchstform auflaufender Ingmar Rusch im Tor der Homburgstädter, der drei Siebenmeter abwehren konnte, gute Deckung im Rückraum und Treffsicherheit im Angriff bescherten dem Hensel-Team schließlich einen Sechs-Tore-Vorsprung in der 51. Minute und das deutliche 33:27 Endergebnis. Obwohl verletzungsbedingt kaum eine Minute im Spiel, konnte Tobias Walter mit insgesamt drei verwandelten Siebenmetern ebenfalls einen wichtigen Teil zum Sieg seiner Mannschaft beitragen.

„Dieses Spiel war ein Spiegelbild der gesamten Saison”, urteilte Michael Hensel nach dem Schlusspfiff. Selbstvertrauen, hundertprozentiger Einsatz und damit erfolgreicher Durchbruch der gegnerischen Abwehr erst in der zweiten Halbzeit, zuvor Abstimmungsschwierigkeiten, Unsicherheit und vergebene Chancen auf Seiten des TV 87. „Die 30 Minuten der zweiten Halbzeit waren fast die besten der Saison”, zeigte sich Hensel sichtlich zufrieden, eine gute Basis für das nächste Spiel gegen den Tabellendritten TSV Barsinghausen gefunden zu haben. Und trotz der Niederlage verteilte auch TC-Trainer Kai-Olaf Reinemann Lob an beide Mannschaften und die mitgereisten Fans. Am Ende fehlten seinem Team eben ein Funke Glück und sechs Tore.

TV Stadtoldendorf:
Martin Nolte, Ingmar Rusch, Markus Bartsch - Tobias König, Sebastian Stenzel, Jan-Christoph Ahlers, Dominik Niemeyer (3), Sebastian Froböse (2), Magnus Wegener (7), Tobias Mieleke (1), Björn Schubert (7), Timo Heiligenstadt (4), Tobias Walter (3), Florian Glombik (6).

TC Schöningen:
Stephan Dreyzehner, Timo Wagner - Kai-Olaf Reinemann (4), Markus Zeitel (5), Raul del Pino (5), Sascha Warsawa (6), Marco Schöttke (1), Tobias Libbe (5), Jörg Gerken, Dennis Wedrich, Steven Klose (1), Oliver Sievert.

Quelle: TAH (jus) vom 21.02.2006

Unsanfter Rückschlag für den TV - Hensel-Team verliert in Großenheidorn (11.02.2006)

Irgendwie scheint „der Wurm drin" zu sein bei den Handball-Herren des TV Stadtoldendorf: Während das Team von Trainer Michael Hensel zu Hause in der Homburgstadt Klasse beweist, gelingt auswärts zurzeit kaum etwas. Auch gegen den MTV Großenheidorn bekam die Mannschaft deutlich zu spüren, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Das Endergebnis spricht mit 25:30 (8:12) eine deutliche Sprache.
„Es wäre mehr drin gewesen", stellte Michael Hensel nach dem Spiel enttäuscht fest. „Wir haben eigentlich erst in der 45. Minute angefangen, richtig Handball zu spielen." Doch gegen eine Mannschaft, die auf dem zwölften Tabellenplatz um den Abstieg und jeden nur möglichen Punkt kämpft, reichte das nicht aus. So sah sich der TV Stadtoldendorf von Beginn an mit einigen Toren Rückstand konfrontiert. Nach vermeintlich schlechtem Start in die Partie gelang es Magnus Wegener, Björn Schubert und Co., ihre Mannschaft bis zur Halbzeit auf vier Tore und 8:12 an den Gegner aus Großenheidorn heranzubringen.
Nach der Pause dann wieder ein schwacher Einstieg des TV Stadtoldendorf, der MTV Großenheidorn zog nach zehn Minuten bereits mit 13:21 davon. Doch nach 45 Minuten dann fand das Team aus Stadtoldendorf plötzlich wieder ins Spiel, bewies mit einigen guten Aktionen und Kampfbereitschaft, dass es sich so einfach nicht geschlagen geben würde. Fünf Minuten später stand es bereits 22:24 und das Spiel kurz vor der Wende. Ob am Ende die vier verworfenen Siebenmeter, der hohe Kraftaufwand oder Fehler in Angriff und Abwehr Schuld an der 25:30 Niederlage in Großenheidorn waren, vermag beim TV 87 niemand zu beurteilen. Torwart Markus Bartsch jedoch bleibt hoch anzurechnen, dass er eine noch höhere Niederlage des TV 87 mit guten Paraden zu verhindern wusste.
„Wir spielen in unterschiedlichen Welten", resümierte Michael Hensel, der sich die derzeitige Auswärtsschwäche seiner Mannschaft kaum erklären kann. Es fehle an konstantem und selbstbewusstem Spiel, das zwar über weite Strecken gar nicht schlecht sei, am Ende aber nicht für den Sieg reiche. TV-Manager Volker Gnioth forderte indes „mehr Charakter" von seiner Mannschaft, gerade für die nächsten schweren Spiele gegen Schöningen, Barsinghausen und Spitzenreiter Celle. Schließlich will der TV 87 den fünften Tabellenplatz als Saisonziel weiterhin im Auge behalten.
TV Stadtoldendorf: Markus Bartsch, Ingmar Rusch, Tobias König, Sebastian Stenzel, Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus, Dominik Niemeyer, Sebastian Froböse, Magnus Wegener, Tobias Mieleke, Björn Schubert, Timo Heiligenstadt, Florian Glombik.
Stadtoldendorf. Timo Heiligenstadt (mit Ball) konnte dem TV nicht weiterhelfen.

Quelle: TAH (jus) vom 13.02.06

Oberliga: Die Aufbauarbeit und das viele Training tragen Früchte (29.01.2006)

Trainer Michael Hensel konnte sich über die beste Saisonleistung seines Teams freuen, Manager Volker Gnioth feierte gar die „Wiedergeburt des TV Stadtoldendorf“ in der Oberliga. Seit Sonntag ist die Handball-Welt in der Homburgstadt also wieder in Ordnung, das Punktekonto des TV 87 verbucht zwei Zähler mehr. Mit einem kämpferischen und durchweg verdienten 31:26 (15:12) Heimsieg gegen den MTV Obernkirchen gelang es Dominik Niemeyer, Timo Heiligenstadt und Co., ihre Mannschaft aus der Krise zu werfen.

Viel hatten sie den eigenen Worten nach gut zu machen, denn die Niederlage des TV 87 gegen den SV Alfeld war mehr als ein unsanfter Dämpfer auf dem Weg nach oben. Eine Woche mühsame Aufbauarbeit und viel Training zeigten nun erfolgreiche Früchte in einem Spiel, das bis zum Ende offen und hart umkämpft blieb.

Der MTV Obernkirchen bewies prompt, dass er seinem Ruf als besonders auswärtsstarke Mannschaft gerecht werden wollte. Nach anfänglich ausgeglichenem Spiel ging das Team von MTV-Trainer Frank Käber in der 19. Minute mit 9:7 in Führung, MTV-Spieler Jens Thielke legte den Grundstein dafür, mit elf Toren bester Spieler des Tages zu werden. Der TV Stadtoldendorf jedoch ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Ingmar Rusch im Tor des TV 87 sorgte für den nötigen Rückhalt auf eigener Seite, seine Mannschaft legte gezielt nach und konnte durch Dominik Niemeyer wenige Minuten später selbst die Führung übernehmen. Einige Verwarnungen und gelbe Karten auf beiden Seiten später schrieb die Anzeigetafel den 15:12 Halbzeitstand.

Nach der Pause dann ein ähnliches Bild. Björn Schubert punktete zum 17:13, kurze Zeit später konnte der MTV Obernkirchen allerdings mit dem 18:18 durch Jens Thielke nachziehen. Es blieb eng im Kampf um den Sieg, beide Mannschaften spielten hochkonzentriert und ließen kaum einen Fehler des Gegners ungestraft. Erst in der 58. Minute schaffte es der TV 87 seinen Vorsprung auf fünf Tore auszubauen, der 31:26 Endstand wurde gebührend lautstark von den begeisterten Stadtoldendorfer Fans gefeiert.

Michael Hensel zeigte sich nach dem Abpfiff hoch zufrieden, wohl wissend, dass der Zug um die Meisterschaft bereits ohne den TV 87 abgefahren ist. „Mein großes Kompliment gilt der Mannschaft. Sie hat sehr gut gekämpft und eine tolle Leistung gezeigt.“ Und auch Ingmar Rusch wusste Lorbeeren zu verteilen. „Wenn wir uns weiter so präsentieren, können wir noch viele Spiele gewinnen“, zeigte er sich selbstbewusst. Bis zum nächsten Auswärtsspiel gegen den MTV Großenheidorn bleiben der Mannschaft nun zwei Wochen Zeit und Ruhe, um auf dem Erfolg aufzubauen.

TV Stadtoldendorf: Martin Nolte, Ingmar Rusch, Markus Bartsch, Sebastian Stenzel (1), Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus (4), Dominik Niemeyer (6), Sebastian Froböse (3), Magnus Wegener (3), Tobias Mieleke (2), Björn Schubert (4), Timo Heiligenstadt (4), Tobias Walter (2), Florian Glombik (2), Marcel Jastram, Andreas de Groot

MTV Obernkirchen: Heiko Steege, Michael Thielke (2), Jens Thielke (11), Gordon Wahl (5), Matthias Jebsen (2), Manuel Schnitker (2), Stephan Eick (2), Eric Speckmann (1), Ralph Tavarney (1), Markus Brauch, Michael Edler, Jan Krüger.

Quelle: TAH (jus) vom 31.01.06

Michael Hensel: Wie wir uns präsentiert haben, ist erschreckend (22.01.2006)

TV-Manager Volker Gnioth ist zutiefst enttäuscht, sein Trainer Michael Hensel ist stocksauer, Torwart Ingmar Rusch schämt sich für seine Mannschaft und einige hundert Stadtoldendorfer Fans, die das Derby in der Handball-Oberliga in Alfeld zwischen dem gastgebenden SV und dem TV Stadtoldendorf gesehen haben, sind ratlos. Viel hatte sich der TV für das richtungsweisende Spiel vorgenommen, umgesetzt wurde so gut wie gar nichts, so dass die Gäste in der Alfelder BBS-Sporthalle mit 22:30 (9:16) untergegangen sind.

Dass es beim jetzigen Tabellenführer keine Geschenke abzuholen gibt, war Michael Hensel klar. Er zollte im Vorfeld der Begegnung der SV-Abwehr und dem starken Alfelder Regisseur Goran Krka Respekt, stellte aber auch klar, dass „wir hierher gefahren sind, um die Punkte mitzunehmen. Wenn wir 30 Tore werfen, sollte das zum Sieg reichen“. Da der SV Alfeld in Stadtoldendorf die bisher einzige Niederlage kassiert habe, werde man dem TV den nötigen Respekt entgegenbringen.
Doch davon war ersteinmal nichts zu sehen. Im Gegenteil: Die Stadtoldendorfer Fans trauten ihren Augen kaum, denn die einzige Mannschaft, die spielte, war die des Gastgebers. Immer wieder rannte sich die Hensel-Sechs in der kompakten SV-Abwehr fest. Ein Spiel über den Kreis fand nicht statt, dafür suchte der TV sein Glück aus dem Rückraum, was dem Gastgeber mit einem überragenden Torwart Michael Edler wenig Probleme bereitete. Das Spiel der Stadtoldendorfer war von Einzelaktionen bestimmt, ein Mannschaftsspiel fand kaum statt. Mit 5:0 führte der SV nach elf Minuten, 13 Minuten dauerte es, bis Dominik Niemeyer das erste Stadtoldendorfer Tor erzielte, sage und schreibe 8:2 vermeldete die Anzeigetafel nach einer guten Viertelstunde, als die Partie im Grunde genommen schon entschieden war. Zwar konnten die Gäste bis zur 20. Minute auf drei Tore (5:8) verkürzen, in der Folgezeit nahm der SV Alfeld das Heft aber wieder in die Hand, bewies das flexiblere Spiel, setzte sich Tor um Tor ab und hielt immer einen Sieben- bis Acht-Tore-Vorsprung.

In der Halbzeit stellte Hensel die 6:0-Abwehr auf 5:2 um. Tobias Walter, der in der ersten Halbzeit auf Linksaußen nahezu wirkungslos spielte, rückte vor die Abwehr, nahm sich Goran Krka an. Allerdings konnte auch er die Kreise des Oberliga-Torschützenkönigs nicht stören. Zudem wurde die Partie hektischer, was nicht immer zu Gunsten des SV Alfeld ausgelegt werden konnte. Andreas Lück folgte Eiko Korsen, der schon in der ersten Halbzeit mit Rot das Feld verlassen musste. Das gleiche Schicksal suchte auch TV-Kreisläufer Sebastian Froböse, der angeschlagen in die Partie gegangen war, heim. Zudem erhielt Krka und Florian Backhaus 2+2 Strafminuten. Doch auch das Aus von Lück und Korsen vermochte der TV nicht auszunutzen. Am Ende stand eine ganz bittere Niederlage, die in der Höhe wohl nicht erwartet wurde.

Volker Gnioth, Manager des TV Stadtoldendorf, verstand nach Spielschluss die Welt nicht mehr. „Das war unser mit Abstand schlechtestes Saisonspiel. Immer wenn wir ganz dicht an der Tabellenspitze dran sind, brechen wir ein. Wir haben den Alfelder Torwart regelrecht warm geworfen und stark gemacht und selbst in der Abwehr schlecht gestanden und ohne Druck nach vorn gespielt“, analysierte er schonungslos. Nach fünf Siegen in Folge hätte man mit breiter Brust auftreten können.
Tief enttäuscht von der Vorstellung seiner Mannschaft war Trainer Hensel. „Ich hatte während der gesamten Spielzeit nie das Gefühl, dass die Mannschaft an sich glaubt. Jeder hat für sich gespielt, es war kein Mannschaftsgefüge zu erkennen, dabei hat der Gegner genau das gemacht, was wir erwartet haben. Die Leistung von Dominik Niemeyer und Timo Heiligenstadt ist nicht oberligareif gewesen. Nach zwölf Minuten haben wir die Partie im Kopf bereits aufgegeben. Wie wir uns präsentiert haben, ist erschreckend“, sparte der Trainer nicht mit Kritik. Davon ausnehmen wollte er lediglich Björn Schubert, der als einziger TV-Spieler Normalform erreichte und neun Treffer erzielte.
Von einem schweren Stück Arbeit und einem interessanten und guten Spiel redete SV-Trainer Jürgen Kloth, warf aber auch ein, dass die Führung nach einer Viertelstunde ein gewisse Sicherheit verliehen habe. „Dass wir ins offene Messer laufen und uns ein Mann im Alleingang (Niemeyer) wie im Hinspiel abschießt, das passiert uns nicht nochmal“, so Kloth. „Nach dem heutigen Tag kämpfen wir mit dem TuS Celle allein um den Aufstieg, der TV Stadtoldendorf dürfte damit nichts mehr zu tun haben“, so Kloth. Dem konnte Michael Hensel nur zustimmen.

TV Stadtoldendorf: Ingmar Rusch, Markus Bartsch - Sebastian Stenzel, Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus (1), Dominik Niemeyer (5/1), Sebastian Froböse (2), Magnus Wegener (2), Tobias Mieleke, Björn Schubert (9/1), Timo Heiligenstadt (1), Tobias Walter (1/1), Florian Glombik.
SV Alfeld: Michael Edler, Dennis Affeln - Goran Krka (6), Oliver Eggers (2), Andreas Lück (6), Eike Korsen (1), Timm Große Lackmann (4), Tim Hartdegen (7), Marvin Gorkow (1), Dominik Zimmermann (1), Stefan Surrey, Mark Springmann (2), Arne Habekost.

TAH vom 24.01.06 (ue)

Oberliga: „Winterschlaf“ der Gäste rettet den Sieg (15.01.2006)

„Gerade noch mal so gut gegangen“, konnten sich die Stadtoldendorfer Handball-Herren im ersten Rückrundenspiel der Oberligasaison gegen die HF Springe freuen. Denn dass 45 Minuten guter Handball in einem hart umkämpften 60-minütigen Spiel einfach nicht ausreichen, bekam die Mannschaft von TV-Trainer Michael Hensel deutlich zu spüren. Am Ende stand ein glücklicher 31:28 (13:9) Erfolg für die Homburgstädter und die Erkenntnis, dass man viel früher und mit „einigen grauen Haaren“ weniger den Sieg hätte nach Hause holen können.
Alles verlief wie geplant, nach einigen Abstimmungsschwierigkeiten fanden die Stadtoldendorfer Mittel und Wege gegen das schnelle und robuste Spiel der Gegner. Tobias Walter, neben Björn Schubert wieder einmal erfolgreichster Spieler auf Seiten der Gastgeber, verwandelte nach der ersten Viertelstunde des ausgeglichenen Spiels den 9:8 Führungstreffer. 15 Minuten und zwei Gelbe Karten auf jeder Seite später führte seine Mannschaft bereits mit 13:9.

In der zweiten Halbzeit ging es sogleich torreich weiter, Hensels klar formuliertes Ziel, den HF Springe wie schon in der Hinrunde zu besiegen, rückte in greifbare Nähe. Vier Tore in Folge und eine Neun-Punkte-Führung in der 40. Minute ließen Positives hoffen.
Nach 45 Minuten dann die Wende: Sebastian Froböse fiel verletzungsbedingt aus, der TV 87 verlor seine klare Linie, spielte überhastet und unkoordiniert. Obwohl das Spiel schon entschieden schien, wurde es noch einmal spannend: Die Handballfreunde aus Springe kamen in der 57. Minute bis auf zwei Punkte an die Gastgeber heran, auf beiden Seiten spiegelten fast doppelt so viele Tore und Verwarnungen wie in der ersten Halbzeit die Brisanz des Spiels wider. Am Ende gelang es dem TV Stadtoldendorf nur knapp, sich gekonnt und kämpferisch bis zum Schlusspfiff über die Runden zu retten.

„Wir haben wohl unseren Winterschlaf noch nicht beendet und deshalb unsere Chance nicht nutzen können“, urteilte HF-Trainer Danilo Lonkovic nach dem Spiel. Und auch Michael Hensel bestätigte, „wir haben anfangs zwar gut gespielt, am Ende jedoch nur sehr glücklich gewonnen. Gegen den SV Alfeld nächsten Sonntag müssen wir auf jeden Fall die ganzen 60 Minuten gut spielen, wenn wir zwei Punkte holen wollen!“

Stadtoldendorf: Ingmar Rusch, Markus Bartsch, Tobias König, Sebastian Stenzel, Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus (4), Björn Schubert (5), Dominik Niemeyer (4), Sebastian Froböse, Magnus Wegener (4), Tobias Mieleke (2), Timo Heiligenstadt (2), Tobias Walter (7), Florian Glombik (3)
Springe: Sebastian Trant, Andreas Lange, Jens Lützelberger, Tim Kirchmann, Thomas Fischer, Christian Müller, Marcel Ketelhake, Bastian Reinecke, Andreas Stephan, Matthias Freier, Arne Unger, Phillip Zahn, Martin Brei

Quelle: Julia Schwekendiek (TAH)

Oberliga: Klarer Sieg ohne klare Linie (18.12.05)

Am vergangenen Sonntag durfte die 1. Herren des TV 87 Stadtoldendorf den Tabellenletzten TuS Bergen in der Halle am Rumbruchsweg begrüßen. Das Fanaufgebot der Stadtoldendorfer war wie immer sehr gut. Kurze Zeit nach Anpfiff um 17 Uhr konnte man wieder die typische Startkrankheit der Homburgstädter beobachten. Ein äußerst unkonzentriertes Spielverhalten führt unglücklicherweise dazu, dass die gegnerische Mannschaft sich rasch mit 1:2 absetzen konnte. Trainer Michael Hensel war es aber zu verdanken, dass die Herren ihrer Wunschlinie wieder treu wurden und mit dieser Spieloffensive konnte der TV dank des klassischen Kempa-Tricks zwischen Florian Glombik und Tobias Walter mit 3:2 in Führung gehen.

Zum zweiten Drittel der ersten Halbzeit wurde das Spielverhalten der Stadtoldendorfer immer besser. Seiner Ankündigung, die nächsten Spiele auch wirklich wieder mehr zu spielen, wurde Coach Hensel samt seiner Mannschaft nun also gerecht.
Den Torvorsprung konnte man langsam, aber kontinuierlich ausbauen. „Ich danke ganz besonders unserem Torwart Markus Bartsch für seine glänzende Leistung“, schwärmte der Trainer. Bartsch hielt in der ersten Halbzeit ebenso gut wie in der zweiten. Mit 16:12 ging man in die Halbzeitpause.

   

Die Erwartungen an die zweite Halbzeit wurden von den Oberligisten in den ersten zehn Spielminuten der zweiten Halbzeit noch deutlich übertroffen und so konnten sich die Stadtoldendorf rasch mit 19:12 und somit sieben Toren Führung absetzen. Bis zur 45. Spielminute konnten die Stadtoldendorfer ihre kontinuierliche Führung halten, aber danach fehlte es ein wenig an Mannschaftskampfgeist und der TuS Bergen konnte sich bis auf fünf Tore herankämpfen. Das Spiel endete mit 31:25.

Der TV 87 Stadtoldendorf:
Markus Bartsch, Ingmar Rusch, Tobias König (4), Sebastian Stenzel, Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus, Dominik Niemeyer (3), Sebastian Froböse (3), Magnus Wegener (5), Tobias Mieleke (3), Timo Heiligenstadt (2), Tobias Walter (9), Florian Glombik (2).

Fabian Bönisch

1. Herren: Spannender Kampf bis zur 60. Minute (12.12.05)

Eine Leistung der Extraklasse legten die Handballer des TV Stadtoldendorf beim Oberligaspiel gegen den MTV Eyendorf hin. Doch zunächst startete der TV schwach, es mangelte an Konzentration und Mannschaftszusammenhalt und so konnte sich der Gegner, der auf dem neunten Tabellenplatz steht, rasch mit zwei Toren absetzen und diesen Torvorsprung lange konstant halten. So konnte der TV Stadtoldendorf es nicht schaffen, den Vorsprung der Eyendorfer in den ersten 20 Spielminuten zu gefährden, erst Magnus Wegener konnte in der 22. Spielminute mit seinem Treffer zum 7:7 ausgleichen. Der rasche Anschlusssiebenmeter von Florian Glombik brachte die Gastmannschaft mit 8:7 in Führung. Doch dank einer kämpferisch einwandfreien Leistung konnte der heimstarke Oberligist Eyendorf mit 10:9 und somit einem Tor Führung in der Halbzeit gehen.

Am Anfang der Halbzeit spielten die Eyendorfer konzentriert weiter. Dank dieser Leistung konnten sie sich direkt nach Anfang der zweiten Halbzeit mit 13:11 in Führung spielen und diesen Torpuffer in wenigen Minuten auf 16:12 ausbauen.
Die direkt danach folgende Auszeit der Stadtoldendorfer zeigte aber die gewünschte Wirkung und mit neuem Elan kämpfen sich die Stadtoldendorfer mit Hilfe ihrer treuen Fans auf 18:19 heran. Bis vier Minuten vor Schluss dieser atemberaubenden Handballpartie führte noch der MTV Eyendorf. Doch durch einen sehr starken Ingmar Rusch und gezielte Treffer konnte Timo Heiligenstadt, der seit seiner Verletzung wieder erstmalig mitspielte, mit einem Siebenmeter zum 22:22 ausgleichen. TV-Torwart Ingmar Rusch kassierte danach eine Zwei-Minuten-Strafe und musste durch Markus Bartsch ersetzt werden. Aber auch Bartsch hielt seinen Kasten sauber, ließ bis zur 60. Spielminute keinen Ball mehr durch, der Angriff kämpfte ebenso stark bis zum Schluss und konnte noch zwei Treffer erzielen und so glücklich mit 24:22 gewinnen.
Trotz allem übte Trainer Michael Hensel leichte Kritik an seiner Mannschaft aus: „Wir haben dieses Spiel durch kämpferische und nicht durch spielerische Leistung gewonnen, aber immerhin haben wir gewonnen und das auch verdient. Wir müssen aber zusehen, dass wir in den nächsten Spielen mehr als Mannschaft spielen“.

Aktuell stehen die Schwarz-Gelben aus Stadtoldendorf auf dem fünften Tabellenplatz und haben ein Punkteverhältnis von 14:8 sowie eine Tordifferenz von 287:277.
Das nächste Heimspiel des TV Stadtoldendorf findet am 18. Dezember um 17 Uhr in der Halle am Rumbruchsweg statt. Zu Gast wird die TuS Bergen sein.

Der TV:
Ingmar Rusch, Markus Bartsch, Tobias König, Sebastian Stenzel, Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus (4), Dominik Niemeyer (1), Sebastian Froböse (1), Magnus Wegener (7), Tobias Mieleke, Timo Heiligenstadt (5), Tobias Walter (5), Florian Glombik (1).

Fabian Bönisch (für den TAH)

Stadtoldendorfer bewiesen ihre Rumbruchshölle (05.12.05)

Eine Führung mit acht Toren in der zweiten Halbzeit war die Spitze des Eisbergs beim Spiel des TV 87 Stadtoldendorf gegen den MTV Vorsfelde. Doch der wohlmöglich so sichere Sieg gegen den Tabellenvorletzten war gar nicht so selbstverständlich. Ein grandioser Start der Mannschaft unter Führung von Trainer Michael Hensel prägte die erste Halbzeit, in der sich der TV zeitweise mit acht Toren Vorsprung vom Gast Vorsfelde absetzen konnte. Die erste Halbzeit endete mit einer großen Tordifferenz von sieben Treffern – 21:14 für die Heimmannschaft.

Doch in der zweiten Halbzeit mangelte es an Konzentration der Homburgstädter. Dies hatte zur Folge, dass sich der Gegner Vorsfelde auf vier Tore herankämpfen konnte – 25:21.
„Das hätte in der zweiten Halbzeit böse enden können“, kommentierte Trainer Michael Hensel das Verhalten seiner Spieler. Die Schiedsrichter, für die man in den Publikumsreihen wenig gute Worte fand, trugen dazu nicht nur geringfügig bei.
In den glücklichen Schlussminuten dieser Handballpartie bewiesen die Stadtoldendorf Fans in der Rumbruchshölle, dass sie wissen, wie man seine Mannschaft anfeuert. Die fragwürdige Entscheidung der roten Karte für Florian Glombik in der 54. Minute trug dazu sicherlich auch bei. Trotz der Fehler der Mannschaft und der Disqualifikation von Glombik gewann der Gastgeber TV Stadtoldendorf deutlich mit einem Unterschied von sieben Toren mit 35:28.

„Trotz des Sieges bin ich mit der heutigen Leistung meiner Mannschaft nicht zufrieden, die zweite Spielhälfte hätte sehr böse enden können, denn wir waren sehr unsicher und hatten immense Deckungsprobleme“ sagte Coach Hensel abschließend bei der Pressekonferenz. Das nächste Heimspiel des TV 87 ist am Sonntag, den 18.12.2005 zur gewohnten Zeit um 17.00 Uhr in der Halle am Rumbruchsweg, zu Gast wird die TuS Bergen sein. Dort wird mit einer starken Fangemeinde zu rechnen sein, Auswärtsmitfahrer erinnern sich vielleicht noch an die Bergener beim Spiel Celle gegen Stadtoldendorf.

Der TV 87 Stadtoldendorf:
Markus Bartsch, Ingmar Rusch, Tobias König (2), Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus (1), Dominik Niemeyer (8), Sebastian Froböse (4), Magnus Wegener (4), Tobias Mieleke (3), Tobias Walter (11), Florian Glombik (2), Sebastian Stenzel

Fabian Bönisch (Text und Foto)

Grandioser Auswärtssieg des TV 87 Stadtoldendorf (27.11.05)

Es geschah genau das, was man sich seitens der TV 87 Stadtoldendorf-Fans erhoffte - ein Auswärtssieg. Nach den letzten knappen Niederlagen und unentschiedenen Spielen, folgte nun ein besiegbarer Gegner, den der TV auch meisterte.
Nachdem der Gastgeber SG Hohnhorst/Haste bereits nach wenigen Minuten mit zwei Toren vorangehen konnte (6:4), behielten die Homburgstädter trotzdem die Nerven und konnten so mit 6:6 ausgleichen. Es folgte der Auflauf zur Bestform und in der 15. Spielminute konnte der TV sich mit zwei Toren auf 6:8 absetzen und diesen Torvorsprung auf 7:11 ausbauen (20. Spielminute). Nach weiteren, ausgeglichenen zehn Spielminuten endete die erste Halbzeit mit drei Toren Führung – 10:13 für den TV.

Die zweite Halbzeit wurde von den Stadtoldendorfer Handballern ebenso gut gemeistert, obwohl verletzungsbedingt zwei zeitweilige Ausfälle zu beklagen waren: Dominik Niemeyer und Magnus Wegener. Dadurch konnte sich der Gegner aus Haste in der 49. Spielminute bis auf ein Tor mit 18:19 herankämpfen, doch der TV 87 zeigt Kampfgeist und siegte mit einem glücklichen Spielende von 21:25.
„Wir haben dadurch im Vergleich zu den letzten Spielen stark an Selbstvertrauen gewonnen und Mannschaftsgeist bewiesen, den wir auch in den nächsten Spielen versuchen werden zu halten.“ so Coach Michael Hensel.
Das nächste Heimspiel des TV 87 Stadtoldendorf findet am 04.12.2005 um 17.00 Uhr in der Halle am Rumbruchsweg statt.

Der TV 87 Stadtoldendorf:
Ingmar Rusch, Markus Bartsch, Tobias König, Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus, Dominik Niemeyer (5), Sebastian Froböse (4), Magnus Wegener (2), Tobias Mieleke (2), Tobias Walter (9), Florian Glombik (3)

Die SG Hohnhorst/Haste:
Andrè Rudolph, Jan Bruns, Marc Wengler (3), Michael Peters (1), Patrick Robock, Benjamin Hillebrandt (2), Daniel Kirsten (1), Oliver Gümmer (4), Martin Engel (1), Daniel Hilbig (1), Aziz Boutaba (5), Matthias Kuhn, Philipp Daseking (3)

Fabian Bönisch

Hohe Niederlage gegen die TSG Emmerthal in der Rumbruchshölle (21.11.05)

Die 1. Herren des TV 87 Stadtoldendorf können derzeit scheinbar nicht mehr gewinnen. Die sechste sieglose Partie in Folge musste heute gegen die TSG Emmerthal entgegengenommen werden. Am Ende der zweiten Halbzeit war es ein klares 20:26 für die TSG, dabei starteten die Homburgstädter so gut. Man konnte sich bereits nach wenigen Minuten mit zwei Toren absetzen, dieser Vorsprung wurde allerdings in der 15. Spielminute mit einem 8:8 gekippt. Zwei weitere Treffer für die Emmerthaler brachten kurzzeitig die Führung, die erste Halbzeit endete allerdings unentschieden mit 13:13.

Doch was am Anfang der zweiten Halbzeit folgte, war bereits der sichere Sieg für die Emmerthaler. Die Stadtoldendorfer warfen lediglich sieben Tore in den zweiten 30 Minuten – „Wir haben einfach den Faden verloren!“ so Trainer Michael Hensel. Während die Mannschaft des TV nur noch links und rechts vom Tor traf, setzten sich die Emmerthaler kontinuierlich bis zur 43. Spielminute mit sechs Toren ab – „Spätestens danach verloren unsere Spieler einfach den Ehrgeiz“, erklärte Coach Hänsel. „Ich kann mir einfach nicht nicht erklären, was mit meiner Mannschaft heute los war“, fügte Hensel abschließend hinzu.
Das nächste Heimspiel des TV 87 Stadtoldendorf findet am 04.12.2005 um 17 Uhr in der Sporthalle am Rumbruchsweg in Stadtoldendorf gegen den MTV Vorsfelde statt.

Der TV 87 Stadoldendorf:
Markus Bartsch, Ingmar Rusch, Tobias König (1), Florian Backhaus, Andreas de Groot (1), Dominik Niemeyer (3), Sebastian Froböse (1), Magnus Wegener (1), Tobias Mieleke, Tobias Walter (9), Florian Glombik (4)

Fabian Bönisch

Pokalaus für die 1. Herren (14.11.05)

Die Herren des TV 87 Stadtoldendorf können derzeit nicht mehr gewinnen. Nach vier sieglosen Spielen in Folge in der Handballoberliga Niedersachsen folgte nun am Samstag, dem 12.11.05, das Aus in der dritten Runde des Pokals des Handballverbandes Niedersachsen beim VfL Bad Nenndorf. Der klassentiefere Verbandsligist besiegte den TV mit 34:29 (16:14).

Neben den angeschlagenen Ingmar Rusch und Timo Heiligenstadt, die geschont wurden, fiel krankheitsbedingt auch noch kurzfristig Magnus Wegener aus. Manager Volker Gnioth, der Michel Hensel auf der Bank vertrat, wollte dies nicht als Entschuldigung gelten lassen. Der TV 87 lief während des gesamten Spiels einer Führung der Gastgeber hinterher, zeitweise führte der Tabellenletzte der Verbandsliga mit fünf Toren (20:15). Der Rücktritt von VfL-Trainer Giovanni diNoto während der vergangenen Woche zeigte offenbar bei seinen Ex-Spielern Wirkung. Einzig in der 51. Minute beim Stand von 25:26 aus Sicht der Stadtoldendorfer drohte das Spiel zu kippen. Aber in dieser Phase unterliefen den Homburgstädtern erneut einige unnötige Ballverluste, die prompt mit Gegentoren bestraft wurden. „Bad Nenndorf ist der verdiente Sieger, weil sie um jeden Ball gekämpft haben und immer einen Schritt schneller waren als der TV“, so ein enttäuschter Volker Gnioth nach dem Spiel.

Der TV 87 kann sich nun ganz auf die Oberliga konzentrieren. Am kommenden Sonntag wartet im nächsten Heimspiel mit dem Tabellendritten TSG Emmerthal erneut eine schwere Aufgabe. Der TV muss unbedingt gewinnen, um nicht im Tabellenmittelfeld zu verschwinden.

TV 87 Stadtoldendorf:
Markus Bartsch, Martin Nolte – Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus (2), Sebastian Froböse (2), Florian Glombik (2), Tobias König (3), Dominik Niemeyer (7), Sebastian Stenzel (2) und Tobias Walter (11/7 Siebenmeter).

Dieter Wollheim (TAH)

Oberliga: Deftige Niederlage gegen den MTV Rosdorf (08.11.05)

Mit einer bitteren Niederlage kehrten die Handballer des TV 87 Stadtoldendorf aus Göttingen zurück. Gegen dem MTV Rosdorf gab es eine 27:18 (9:9) Abfuhr. Nach einer ausgeglichenen ersten Spielhälfte verloren die Homburgstädter im zweiten Abschnitt völlig den Faden. Mehrere krasse Fehlentscheidungen der Schiedsrichter brachten die Mannschaft, die sich von dem Gespann komplett verschaukelt fühlte, aus dem Tritt und verhalfen dem MTV Rosdorf zu diesem deutlichen Heimsieg. Der TV musste ohne Timo Heiligenstadt antreten, der sich im Abschlusstraining am Freitag wahrscheinlich ein Bänderriss zuzog.

Das Spiel am Samstag begann von beiden Seiten sehr zerfahren und blieb bis zum Pause (9:9) sehr ausgeglichen. Beste Akteure auf dem Feld waren in der ersten Halbzeit die beiden Torhüter. Markus Bartsch auf Seiten des TV 87 und der 42-jährige Frank Sobotta im Tor des MTV Rosdorf brachten die Angreifer schier zur Verzweiflung. Zu diesem Zeitpunkt standen außerdem beide Deckungsreihen sehr gut.
Die zweiten 30 Minuten sollte der TV am besten schnell vergessen, auch wenn es sehr schwer fällt. Die Halbzeit war geprägt vom Auftritt des Schiedsrichtergespanns. Bis zum 12:12 in der 34. Minute lief das Spiel noch in geordneten Bahnen, danach verhängten die Brüder Tau vom TuS Vinnhorst serienweise und völlig überflüssig Zwei-Minuten-Strafen. Insgesamt 11 Zeitstrafen für die Gastgeber und 13 gegen den TV sprachen die Unparteischen aus und sorgten besonders in Durchgang zwei für viel Platz auf dem Spielfeldfeld. Zudem wurden dem TV ein klares Tor und zwei Siebenmetertore wegen angeblichen Fußfehlers von den Schiedsrichtern, die schon im Vorjahr das gleiche Spiel in Rosdorf in ähnlicher kurioser Weise leiteten, nicht anerkannt. Gegen diese Entscheidung wäre nichts einzuwenden gewesen, wenn sie konsequent auf beiden Seiten geahndet worden wäre. Mit der dritten Zweiminutenstrafe erwischte es in der 34. Minute Tag Sebastian Froböse als ersten Akteur des TV. Zunächst bekam er völlig überzogen eine doppelte Zeitstrafe (insgesamt die dritte und somit rot). Nachdem weitere Spieler vom Feld geschickt wurden, nutzte Rosdorf diese Minuten konsequent aus und machte aus einem 11:12 Rückstand eine 17:12 Führung. Dies war die Vorentscheidung.

„Wir hatten aufgrund der Ausfälle keine Möglichkeiten unseren Innenblock der Deckung stabil zu halten und verloren auch im Angriff den Faden. Nach weiteren roten Karten gegen Florian Glombik und Dominik Niemeyer (dritte Zeitstrafe) war das Spiel endgültig gelaufen und es wurde eine verdienter und deutlicher Sieg für Rosdorf“, resümierte Michael Hensel enttäuscht nach dem Spiel. Die rote Karte gegen Florian Glombik war allerdings vollkommen berechtigt. Am Ende machte sich der TV auch durch Disziplinlosigkeit das Leben selber schwer. „Leider muss man sagen, dass wir mit ein wenig mehr Disziplin in der zweiten Hälfte vielleicht nicht ganz so hoch verloren hätten“, stellte TV-Keeper Ingmar Rusch fest, der in den letzten 15 Minute eingesetzt wurde und an der Niederlage auch nichts mehr ändern konnte. „Es tut mir echt Leid für die mitgereisten Fans, die gute Leistung von Markus Bartsch und die aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft, aber das Spiel war bereits bei Anpfiff entschieden.“ fand er für die Leistung der Schiedsrichter wenig lobende Worte.

„Neben den kuriosen Entscheidungen der Schiedsrichter haben wir es leider nicht verstanden unser Spiel zu entfalten und Kampf alleine genügte an diesem Tag leider nicht. Jetzt müssen wir uns auf das nächste Spitzenspiel gegen Emmerthal vorbereiten, um unser Ziel unter den ersten 5 Mannschaften zu stehen zu festigen. Insgesamt ein komisches Spiel mit einem verdienten Sieger aus Rosdorf“, erkannte Michael Hensel nach Spielschluss an.

TV 87 Stadtoldendorf:
Markus Bartsch, Ingmar Rusch - Jan-Christoph Ahlers (1), Florian Backhaus, Sebastian Froböse (2), Florian Glombik, Tobias König, Tobias Mieleke, Dominik Niemeyer (11/davon 1 Siebenmeter), Sebastian Stenzel (1), Tobias Walter (1 Siebenmeter) und Magnus Wegener (2).

Dieter Wollheim (TAH)

Oberliga: Auswärtsspiel gegen den MTV Rosdorf (05.11.05)

Am Sonnabend wartet auf die Herren des TV 87 Stadtdoldendorf nach dem letzten Wochenende erneut eine schwere Aufgabe in der Handball Oberliga Niedersachsen. Die Mannschaft muss zum zweiten Mal hintereinander auswärts antreten und ist beim Tabellensiebten MTV Rosdorf zu Gast.

Rosdorf hat ein Spiel weniger als der Rest der Liga absolviert und dadurch nur einen Minuspunkt weniger als der TV. Der MTV Rosdorf hatte sich vor der Saison selbst zum Titelaspiranten ernannt, aber nach zwei Niederlagen sein Saisonziel revidiert. „Zu diesem Zeitpunkt viel zu früh, es ist noch alle möglich“, findet TV-Trainer Michael Hensel. “Neben Celle ist Rosdorf für mich die stärkste Mannschaft der Liga; sie ist körperlich die stärkste in der Liga und sie besteht aus sehr robusten Spielern. Wir haben noch eine Rechnung aus der vergangenen Saison offen, wir haben beide Begegnungen gegen den MTV verloren“, denkt Michael Hensel auch zurück. Seine Mannschaft wird nur eine Chance haben, wenn sie wieder in der Deckung kompakt und stabil steht und die Einstellung stimmt. Dass dies funktioniert hat die Begegnung am letzten Wochenende gezeigt. Der TV hat gegen den Spitzenreiter Celle einen Rückstand von fünf Toren aufgeholt und bravourös gekämpft. Mit dieser Moral muss die Mannschaft auch am Sonnabend auftreten. „Wenn wir weiter um Platz Eins bis Drei mitspielen wollen müssen wir gegen Rosdorf punkten. Die Leistung gegen Celle hat gezeigt, was in der Mannschaft steckt. Wir müssen an diese Leistung anknüpfen und können sehr selbstbewusst auftreten“, hofft Hensel auf ein positives Abschneiden. Von seinem Kader sind mit Timo Heiligenstadt und Tobias Walter zwei Spieler angeschlagen.

Ungewohnt wird auch die Atmosphäre in der Halle sein. Auf Grund der Lage der Sporthalle in einem Wohngebiet ist die übliche lautstarke Unterstützung der Mannschaft durch den mitreisenden Anhang wohl nicht möglich. Spielbeginn ist 16.30 Uhr in der Sporthalle am Siedlungsweg. Der TV 87 Stadtoldendorf setzt einen Fanbus ein, der um 14 Uhr an der Sporthalle Rumbruchsweg und dann am Ballisgraben abfährt.

Dieter Wollheim (TAH)

Deutliche Leistungssteigerung der 1. Herren beim 28:28 in Celle (29.10.05)

Eindrucksvoll meldet sich der TV 87 Stadtoldendorf im Kampf um die Meisterschaft in der Handball-Oberliga Niedersachsen der Herren zurück. In einem von beiden Mannschaften hervorragend geführten Handballspiel entführte der TV Stadtoldendorf beim bisher verlustpunktfreien MTV Post Eintracht Celle mit einem gerechten 28:28 (14:11) einen wichtigen Auswärtszähler. Die Begegnung war über weite Strecken hochklassig und wurde seinem Ruf als Spitzenspiel gerecht.

Wie sich die Bilder doch in kürzester Zeit ändern können. Ließen die Stadtoldendorfer doch noch am vergangenen Sonntag nach der vermeidbaren Heimniederlage gegen den TSV Barsinghausen die Köpfe hängen, so feierten sie am Sonnabend zusammen mit ihren mitgereisten Fans das 28:28 fast wie einen Sieg - und das völlig zu Recht. Nicht wiederzuerkennen war die Mannschaft von Trainer Michael Hensel gegenüber dem letzten Spiel und hatte in der Schlussphase den Sieg greifbar nah. Allerdings war hierzu zunächst ein enormer Kraftakt nötig.

Der MTV Celle dominierte die Begegnung über weite Strecken von der 5. Minute an, als man die Führung der Stadtoldendorfer egalisieren und zum ersten Mal mit 3:2 in Front gehen konnte. Allerdings dauerte es bis zur 22. Minute, ehe die Hausherren mit dem 11:8 den Vorsprung auf drei Treffer ausbauen konnte. Michael Hensel nahm sofort seine Auszeit um den aufkommenden Spielfluss des MTV zu unterbinden. Allerdings zeigte diese Maßnahme zunächst nicht die gewünschte Wirkung, Celle erhöhte nach einem Ballverlust von Magnus Wegener sogar auf 13:9 (24. Minute). Tobias Walter, mit 12 Toren auffälligster und treffsicherster Akteur auf Seiten des TV an diesem Tag, hielt in den Schlussminuten der ersten Halbzeit mit seinem dritten und vierten Treffer zum 11:14 den Abstand in Grenzen.

Die zweiten 30 Minuten waren sicherlich von beiden Mannschaften das Beste, was derzeit in der Oberliga geboten wird. Der MTV Celle erwischte einen Blitzstart und erhöhte in den ersten beiden Minuten den Vorsprung auf fünf Tore (16:11), aber Dominik Niemeyer hielt den TV mit zwei Treffern im Spiel. Ansonsten zeigte sich Niemeyer etwas glücklos, seine Stärken, vor allem aus dem Rückraum, sind in der Liga natürlich bekannt und er darf sich besonders in Unterzahl einer Manndeckung „erfreuen“. Trotzdem war er mit fünf Treffern zweitbester Werfer des TV. In der 44. und 45. Minute drohte fast eine Vorentscheidung gegen den TV. Zunächst erhielt Florian Glombik die rote Karte und nur gut eine Minute später musste ihm Timo Heiligenstadt nach der dritten Zeitstrafe folgen. Aber auch beim dem jeweiligen Spielstand von 22:18 und 23:19 steckte die Mannschaft von Michael Hensel diese Rückschläge weg und kämpfte sich bravourös wieder heran und schaffte durch Sebastian Froböse in der 50. Minute den erneuten 24:24-Ausgleich. Aus Sicht des TV folgte dann ebenfalls in der 50. Minute eine vorentscheidende Szene. Ein Tempogegenstoß durch Tobias Walter wurde nach einem Zusammenprall mit Torwart Jörg Oehus als Stürmerfoul gewertet und zudem wurde zu allem Überfluss von den nicht immer konstant leitenden Schiedsrichtern aus Elze zusätzlich eine Zweiminutenstrafe gegen Walter ausgesprochen. Hätte der Treffer gezählt, wäre vielleicht das Vorhaben von Michael Hensel aufgegangen, den MTV Celle durch einen knappen Spielverlauf aus dem Konzept zu bringen. So mussten die Stadtoldendorfer wieder einem Rückstand von zwei Toren hinterherlaufen. Mit welchem Selbstbewusstsein und welcher Nervenstärke der TV an diesem Tag agierte, zeigte das Anschlusstor zum 27:28 in der 58. Minute, das Tobias Walter nach tollem Zuspiel von Sebastian Stenzel per Kempa-Trick erzielte. Eine Minute vor Schluss besorgte Walter mit einem von seinen vier Strafwürfen den 28:28-Endstand und krönte damit sowohl seine als auch die gesamte Leistung der Mannschaft.

Martin Hensel nach dem Spiel: „Ich bin mit dem Spiel meiner Mannschaft zufrieden. Wir haben über 60 Minuten gekämpft und waren zeitweise auf der Verliererstraße. Am Ende hätten wir sogar gewinnen können. Ich kann aber der Mannschaft deswegen keinen Vorwurf machen, sie ist noch jung und teilweise unerfahren, die beiden ältesten Spieler sind gerade 28 Jahre alt. Aber heute hat die Mannschaft ihr wahres Gesicht gezeigt. Ich denke die Punkteteilung ist gerecht. Die Zuschauer haben ein sehr gutes Spiel gesehen und haben ihrerseits für eine tolle Atmosphäre gesorgt.“ In der Tat wurden die Stadtoldendorfer Anhänger von einigen Fans des TuS Bergen unterstützt und sorgten so fast für Heimspielstimmung.

Der Trainer des Gastgebers, Martin Kahle, sah den Spielverlauf ähnlich wie Hensel: „Wir haben uns nie richtig absetzen können und es versäumt bei vier Toren Vorsprung den ‚Sack zuzumachen’. Ich musste zehn Sekunden vor Schluss bei Freiwurf für uns eine Auszeit nehmen. Ein Fehlwurf von uns, zum Beispiel ein Lattentreffer, und Stadtoldendorf hätte womöglich im Gegenzug den Siegtreffer erzielt. Lieber den einen Punkt sichern als das Spiel verlieren, war meine Devise. Ich muss den Stadtoldendorfer ein großes Kompliment machen. Ich hätte nie gedacht, dass sie diese Spielweise über 60 Minuten körperlich durchhalten,“ zollte er zum Abschluss dem TV großen Respekt.

Sollte der TV 87 auch in den nächsten Begegnungen mit dem gleichen Engagement auftreten, am Sonnabend steht beim MTV Rosdorf die nächste schwierige Auswärtsaufgabe an, werden sie im Kampf um den Aufstieg weiter im Rennen bleiben.

TV 87 Stadtoldendorf: Markus Bartsch, Martin Nolte, Ingmar Rusch – Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus, Sebastian Froböse (3), Florian Glombik (3), Timo Heiligenstadt (1), Tobias König, Tobias Mieleke (3), Dominik Niemeyer (5 / davon 1 Siebenmeter), Sebastian Stenzel, Tobias Walter (12 / davon 4 Siebenmeter) und Magnus Wegener (1).

Text und Bild: Dieter Wollheim

Oberliga: Erste Saisonniederlage für den TV 87 (23.10.05)

Nach Spielschluss der Oberligapartie zwischen dem TV 87 Stadtoldendorf und dem TSV Barsinghausen jubelten nur die Fans und die Mannschaft der Gäste. Die Stadtoldendorfer bezogen mit 26:28 (10:11) ihre erste, nicht einmal unverdiente, Saisonniederlage und damit einen ersten herben Dämpfer ihrer Aufstiegsambitionen. Zwar bleiben die Homburgstädter auf Platz zwei der Tabelle, aber der SV Alfeld, mit einem Spiel weniger, steht nach Minuspunkten vor dem TV.

Dabei begann am Sonntagabend alles wunsch- und planmäßig für den Tabellenzweiten. Tobias Walter sorgte bis zur siebten Minute mit guten Einzelleistungen im Alleingang für die 3:0-Führung der Hausherren. Erst danach kamen die Gäste besser ins Spiel und schafften in der 12. Minute den 4:4-Ausgleich und lagen in der Folgezeit bis zur Halbzeit mit zwei (4:6, 6:8) oder sogar drei Toren (7:10, 8:11) in Führung. Timo Heiligenstadt erzielte eine Minute vor dem Wechsel den 10:11-Anschlußtreffer. Torwart Ingmar Rusch, zusammen mit seinem Gegenüber im Tor des TSV Marc Daseking, beste Akteure auf dem Feld ahnte zur Halbzeit nichts Gutes: „Ich bin im Tor mehr beschäftigt, als mir lieb ist“.

Zum zweiten Abschnitt kam der TV allerdings wie ausgewechselt aus der Kabine. Dominik Niemeyer traf nun besser aus dem Rückraum und brachte mit seinem dritten Treffer in der 35. Minute den TV wieder in Führung, die allerdings nur elf Minuten Bestand haben sollte, der Gast führte wieder beim 18:19 mit einem Treffer. Stadtoldendorf hielt dagegen und ließ die Fans bis zur 53. Minute beim 23:21 noch hoffen. Turbulent dann die Schlussphase, in der der TSV Barsinghausen mit dem 24:25 die Führung zurückeroberte und über 24:27 bis zum Schlusspfiff verteidigte.

Sichtlich enttäuscht war TV-Trainer Michael Hensel nach dem Schlusspfiff: „Wir haben unsere gute Vorbereitung nicht umgesetzt, die Tempogegenstöße der Gäste wurden nicht verhindert und über den Kreis haben wir zu viele Tore kassiert. Meine Mannschaft hat mich sehr enttäuscht. Die Dinge, die der Gegner gut kann, haben wir nicht verhindert, der TSV Barsinghausen hat für uns nichts Überraschendes gespielt”. In Zukunft werde die Mannschaft die Hausaufgaben besser erledigen müssen, an diesem Spieltag sei das Team in Gedanken schon in Celle gewesen, ärgerte sich Hensel.

TV 87 Stadtoldendorf: Markus Bartsch, Martin Nolte, Ingmar Rusch – Jan-Christoph Ahlers, Florian Backhaus, Sebastian Froböse (2), Florian Glombik (2), Timo Heiligenstadt (3), Tobias König, Tobias Mieleke, Dominik Niemeyer (7), Sebastian Stenzel (1), Tobias Walter (7/davon einen Siebenmeter) und Magnus Wegener (4).

Dieter Wollheim (TAH)

Gefährliche Tempogegenstöße - TV 87 empfängt TSV Barsinghausen (21.10.05)

Vor einer schweren Aufgabe stehen die Handballherren des TV 87 Stadtoldendorf in der Handball Oberliga Niedersachsen am Sonntag zu Hause gegen den TSV Barsinghausen. Die Gäste stehen mit 6:4 Punkten nur auf dem sechsten Tabellenplatz. Die gewonnenen Punkte aus dem 34:25-Sieg gegen die TSG Emmerthal zu Saisonbeginn wurden ihnen am grünen Tisch aberkannt, da sie zwei Spieler einsetzten, die nicht einsatzberechtigt waren.
Somit stehen sie vom sportlichen Gesichtspunkt her zu Unrecht im Mittelfeld. „Die Mannschaft ist meines Erachtens eine der stärksten Mannschaften in der Oberliga, zumindest, was die personelle Besetzung angeht", ist die Einschätzung nicht nur von TV-Trainer Michael Hen sel. „Der TSV Barsinghausen hatte schon in der vergangenen Saison einen sehr guten Kader und hat sich mit Wolfgang Linz aus Hameln im Tor, Cordt Ziemer vom TSV Burgdorf und Sebastian Reichhardt von der SG Hohnhorst/Haste enorm verstärkt". Hensel konnte den kommenden Gegner am letzten Sonntag beim 30:27 Heimsieg gegen MTV Großenheidorn beobachten und zeigte sich beeindruckt, sieht aber für sein Team leichte Vorteile. „Wir sind Favorit zu Hause. Deshalb müssen wir alle Heimspiele gewinnen, wenn wir weiter oben mitspielen wollen." . Barsinghausen ist bekannt für seine Tempogegenstöße, ausgehend von Torwart Linz. „Wir müssen im Angriff ruhig spielen und unsere Chancen herausspielen. Wir dürfen uns keine Ball verluste erlauben, denn dann wird es mit den Gegenstößen durch den TSV gefährlich. Wir müssen dieses Konterspiel unterbinden und in der Deckung stabil stehen. Daran haben wir während der Woche im Training gefeilt", glaubt Hensel ein Rezept gefunden zu haben. Er rechnet mit einem engen und knappen Spielverlauf und gibt diesem Spiel sogar nicht zu Unrecht das Prädikat „heikel".
„Ich hoffe, dass am Sonntag nach dem überstandenen letzten Wochenende wieder alle Spieler dabei sind. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz des erkrankten Florian Backhaus. Ich hoffe, dass unsere Zuschauer uns wieder den Rücken stärken", zählt Michael Hensel auf die Hilfe der Fans. Spielbeginn ist amSonntag um 17 Uhr in der Halle am Rumbruchsweg.

Quelle: TAH (dw) vom 21.10.05

Erster Punktverlust für die 1.Herren des TV 87 (17.10.05)

Beim Liganeuling TC Schöningen musste die Mannschaft von Trainer Hensel in den Schlusssekunden durch einen Siebenmeter den Ausgleich zum 22:22 hinnehmen, nachdem man zur Halbzeit noch 9:8 führte.

Der TV musste kurzfristig auf Timo Heiligenstadt, Magnus Wegener, Tobias König, Martin Nolte und Sebastian Stenzel verzichten (Krankheit, Verletzung bzw. Beruf). Jörg Sauer aus der dritten Herren half aus diesem Grund in der Mannschaft aus - er spielte 40 Minuten -, so dass Michael Hensel zumindest auf zehn Akteure zurückgreifen konnte. Mit diesem letztem Aufgebot kämpfte der TV Stadtoldendorf von Beginn an um jeden Ball und konnte das Spiel offen gestalten. Bis zur Halbzeit war es keiner Mannschaft gelungen, sich entscheidend abzusetzen. Zu allem Überfluss verlor der TV nach 15 Minuten auch noch Tobias Mieleke, der nach einem Zweikampf, in der er sich eine Platzwunde am Kopf zuzog, die rote Karte erhielt, die nach Ansicht von Michael Hensel und der Mannschaft nicht berechtigt war. „Durch den Ausfall von Tobias waren unsere letzten taktischen Mittel erschöpft“, haderte Hensel mit der Entscheidung. Allerdings hätte Mieleke sowieso nicht weiter mitwirken können, da die Platzwunden im Krankenhaus genäht werden musste.
In der zweiten Halbzeit konnte sich der TV aus einer aggressiven Deckung heraus leichte Vorteile erarbeiten und führte in der 45. Spielminute sogar mit 3 Toren. Grundstein war eine gute Deckung sowie ein überragender Torwart Ingmar Rusch, der mehrere hundertprozentige Wurfchancen des Gegners hielt und somit dem knappen Vorsprung rettete. „Ingmar machte sein stärkstes Spiel, seit er für den TV 87 im Tor steht“, verteilte Hensel ein Sonderlob. In den letzten Minuten schwanden beim TV die Kräfte. Im Angriff konnte die Mannschaft aufgrund der fehlenden Spieler - Dominik Niemeyer war der einzige echte gelernte Rückraum-Spieler an diesem Tag - keine großen Akzente setzen. So blieb dem TV nichts anderes übrig, als über den Kampf das Spiel zu gestalten. Und dies wäre fast belohnt worden. „Bis 5 Sekunden vor Schluss führten wir 22:21. Ein berechtigter Siebenmeter brachte am Ende für Schöningen den Ausgleich“, erkannte Michael Hensel nach dem Spiel fair an. Sein Schlussresümee: “Insgesamt kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben alles gegeben und mit ein bisschen Glück und Cleverness hätten wir das Spiel knapp gewinnen können. Großen Dank an Jörg Sauer, der uns in dieser kritischen Situation kurzfristig aushalf.“

Die ganze Aufmerksamkeit richtet Hensel auf das kommende Wochenende: „Jetzt gilt unsere Aufmerksamkeit dem nächsten Gegner. Dann haben wir mit dem TSV Barsinghausen – Tabellensechster (Red.) - einen echten Kracher im Heimspiel am Sonntag um 17 Uhr.“

TV 87 Stadtoldendorf: Markus Bartsch, Ingmar Rusch – Jan-Christoph Ahlers (1), Florian Backhaus (3), Sebastian Froböse (1), Florian Glombik (7),Tobias Mieleke, Dominik Niemeyer (7/davon 1 Siebenmeter), Jörg Sauer und Tobias Walter (3).

Dieter Wollheim (TAH)

TV Stadtoldendorf bleibt auch nach vier Spielen ungeschlagen (09.10.2005)

Eine scheinbar lösbare Aufgabe sollte es werden, das vierte Saisonspiel des TV 87 gegen den MTV Großenheidorn. Dass die Mannschaft von MTV-Trainer Stephan Lux allerdings anders pokerte und ein leichter Sieg für Stadtoldendorf in weite Ferne rückte, wurde im Oberliga-Spiel in der Stadtoldendorfer Sporthalle schnell klar.
Die zahlreichen Zuschauer sahen, wie ein starker MTV mit treffsicheren Spielern in der 7. Minute mit 1:4 in Führung ging und ein schwacher TV 87 zunächst recht einfallslos agierte. Einem alles überragenden Dominik Niemeyer gelang es bis zur 10. Minute jedoch, mit vier Treffern den Ausgleich herbeizuführen. Florian Backhaus konnte im Anschluss sogar das erste Führungstor für den TV 87 erzielen, der zunehmend besser ins Spiel fand. Zum Zwischenstand von 10:10 leistete MTV-Neuzugang Milan Djuric für die Gäste einen nicht unerheblichen Beitrag, allerdings konnte auch er den knappen Vorsprung des Hensel-Teams von 15:13 zur Halbzeit nicht verhindern.

Nach der Pause ging es spannend und teils dramatisch weiter. Neun Karten beider Farben und allerhand Zeitstrafen auf beiden Seiten spiegelten die Brisanz des gesamten Spiels wider. Mit seinem zweiten Tor konnte Bertrand Salzwedel das Ruder für den MTV Großenheidorn auf 18:19 herum reißen und seine Mannschaft in der 45. Minute sogar mit zwei Punkten und 20:22 in Führung zu bringen. Wieder einmal war Dominik Niemeyer gefragt, der mehrere Strafwürfe verwandelte und drei Minuten vor Schluss die Führung für den TV 87 mit seinem 14. Treffer auf 28:25 ausbaute. Einem zu Bestform auflaufenden TV-Torwart Ingmar Rusch und "Standing Ovations" des Publikums sei dank, konnte der MTV Großenheidorn schließlich nicht mehr am 29:27 Sieg der Stadtoldendorfer rütteln.
"Die Zuschauer waren super, sonst wäre das Spiel vermutlich anders ausgegangen", freute sich TV-Trainer Michael Hensel nach dem Spiel. "Wir haben uns echt schwer getan und viel mit der Brechstange agiert", urteilte er über das Spiel seines Teams. "Die Mannschaft hat leichtfertig viele Bälle vergeben, ist unter Zugzwang geraten und nervös geworden. Über den Sieg können wir froh sein, es war ein echter Arbeitssieg." MTV-Trainer Stephan Lux äußerte sich zufrieden über die bisher beste Saisonleitung seines Teams und die schwere Aufgabe, die es dem Tabellenzweiten gestellt hatte. "Wir haben eben zwei Tore weniger geworfen, so einfach ist das."

Um die Erfolgsserie auch im nächsten Spiel am 9. Oktober gegen den TC Schöningen fortsetzen zu können, setzt Michael Hensel weiterhin auf eine starke Abwehr, erfolgreiche Gegenstöße und ein klares Konzept. Nur noch eine Differenz von 19 Toren trennt den TV 87 zur Zeit vom Tabellenersten Eintracht Celle.

TV Stadtoldendorf: Ingmar Rusch, Markus Bartsch, Martin Nolte, Dominik Niemeyer (15), Florian Backhaus (2), Timo Heiligenstadt, Magnus Wegener (3), Florian Glombik (3), Tobias Walter (4), Sebastian Froböse (2), Tobias Mieleke, Sebastian Stenzel, Jan-Christoph Ahlers, Tobias König.

MTV Großenheidorn: Stephan Fontius, Thomas Bartke, Bertrand Salzwedel (5), Thomas Fink, Philipp Tillmanns (4), Marian De Salvo, Björn Teßmann (3), Dennis Lehnhoff, Maiko Lindemann (2), Milan Djuric (6), Timm Franzke (5), Christian Schomburg (1), Bastian Lubs, Sven Seegers, Christoph Lindemann (1).

Julia Schwekendiek (TAH)

Runde 2 im HVN-Pokal am 3. Oktober

Am Montag, dem 3. Oktober, spielt die 1. Herren um 14.30 Uhr in Braunschweig gegen den MTV Braunschweig 2.

„Das war die bisher beste Saisonleistung"
TV Stadtoldendorf schlägt MTV Obernkirchen mit 30:21 (21:11)

Der TV Stadtoldendorf bleibt in der Oberliga Niedersachsen der Männer weiterhin auf der Erfolgsspur. Mit einem ungefährdeten 30:21 (21:11) Sieg beim MTV Obernkirchen behält die Mannschaft von Michael Hensel weiterhin eine weiße Weste und liegt in der Tabelle hinter dem Spitzenreiter MTV Post Eintracht Celle nur auf Grund der schlechteren Tordifferenz auf Rang zwei. Allein diese beiden Teams sind noch ohne Punktverlust in der Liga.
Der TV 87 musste kurzfristig auf den erkrankten Tobias Mieleke verzichten. „Es war uns klar, dass in Obernkirchen absolute Disziplin notwendig sein würde, damit wir als Sieger das Parkett verlassen können", appellierte Michael Hensel vor dem Spiel an sein Team. Die Mannschaft setzte dies auch in die Tat um, hatte mit 6:2 (10. Minute) den besseren Start und konnte bis zum 11:7 (22.) den Vorsprung behaupten. Aber bis zum Halbzeitpfiff verlor der TV unverständlicherweise etwas die Linie, so dass Obernkirchen mit dem 11:12 wieder den Anschluss schaffte.
Nach der Pause gingen die Stadtoldendorfer wieder konzentrierter zur Sache. Die Deckung stand wieder stabiler und dahinter agierte ein gut aufgelegter Torwart Ingmar Rusch. Spielmacher Magnus Wegener zog im Angriff geschickt die Fäden, so dass die 60-minütige Manndeckung gegen Dominik Niemeyer dem TV keine Probleme bereitete. So gelang es den Homburgstädtern sich über 17:12 auf 26:17 abzusetzen. In dieser Phase, eigentlich in der gesamten zweiten Halbzeit, bot die komplette Mannschaft in der Deckung und im Angriff eine starke Vorstellung. Insgesamt präsentierte sich das Team sehr geschlossen und jeder stellte sich in den Dienst der Mannschaft. Nur so war der deutliche Erfolg möglich.
„Ich denke, dass dies die bisher beste Saisonleistung war. Nun heißt es sich auf das nächste Spiel vorzubereiten und das Spielsystem zu festigen", resümierte ein sichtlich zufriedener Michael Hensel und verteilte noch ein Sonderlob. „Besonders haben mir Markus Wegener und Timo Heiligenstadt gefallen. Wir haben in Obernkirchen verdient gewonnen und konnten uns für die Niederlage in der letzten Saison erfolgreich revanchieren."
TV 87 Stadtoldendorf: Ingmar Rusch, Martin Nolte - Jan-Christoph Ahlers (1), Florian Backhaus (4), Sebastian Froböse (4), Florian Glombik (3), Timo Heiligenstadt (5), Tobias König (1), Dominik Niemeyer (6/da-von 3 Siebenmeter), Sebastian Stenzel (1), Tobias Walter (2), Magnus Wegener (3).
Am nächsten Wochenende ruht der reguläre Punktspielbetrieb. Dafür steht am Montag, 3. Oktober, die zweite Runde im Niedersachsenpokal an. Der TV Stadtoldendorf muss dann beim MTV Braunschweig II antreten.

Quelle: TAH vom 26.09.2005 (dw)

Ein spannendes Spiel und ein glücklicher Heimsieger
TV 87 gewinnt am zweiten Spieltag mit 27:25 gegen den SV Alfeld (18.09.05)

„Sollten etwa die 'Schwarz-Gelben' aus Stadtoldendorf die glücklichen Sieger sein, oder doch die 'Roten' aus Alfeld?" spielte der Stadionsprecher auf die witzige Parallele zur Bundestagswahl an. Bis zur letzten Minute sahen rund 400 begeisterte Zuschauer in der Stadtoldendorfer Sporthalle, wie sich ihre Handball-Herren am zweiten Spieltag der Oberliga gegen den SV Alfeld ein spannendes, ja dramatisches Spiel um Punkte lieferten. Am Ende konnte sich die Heimmannschaft aus Stadtoldendorf über einen 27:25 Sieg freuen und von ihren Fans feiern lassen. „Bei diesem Spiel ging es vor allem um Taktik. Wir haben etwas verändert, der Gegner tat es auch", urteilte TV-Trainer Michael Hensel nach dem Abpfiff. „Der TV Stadtoldendorf hat in der Endphase glücklich, aber auch verdient gewonnen", bestätigte SV-Trainer Jürgen Kloth das Ergebnis.

Das Spiel begann charakteristisch mit einem Siebenmeter für die Gäste in der zweiten Minute, dieser konnte jedoch nicht verwandelt werden. In der dritten Minute gelang Magnus Wegener der erste Treffer des Spiels für den TV 87. Bis zur 19. Minute konnten die Gastgeber ihren knappen Vorsprung von nicht mehr als zwei Toren halten, mit dem 7:7 durch Timm Hartdegsen erzielten die Gästen aus Alfeld jedoch in der 20. Minute den Ausgleich. Zwischenzeitlich konnte sich der SV sogar über einen Zwei-Punkte- Vorsprung von 8:10 freuen, Dominik Niemeyer erzielte jedoch mit drei Treffern in Folge den Ausgleich von 12:12 für den TV 87 zur Halbzeit. Der Spielverlauf bis zur Pause war geprägt von einigen guten Torchancen, die beide Mannschaften ihrerseits nicht nutzen konnten. Für den TV 87 lief Torwart Markus Bartsch zu Höchstform auf und leistete mit perfekter Abwehr einen wichtigen Beitrag zum späteren Stadtoldendorfer Sieg. Eine Rote Karte gegen Andreas Lück vom SV Alfeld in der 29. Minute spiegelte ebenso die Brisanz und mangelnde Disziplin des Spiels wider, wie einige Zeitstrafen und Verwarnungen gegen Spieler beider Teams.
Nach der Pause zeigten sich beide Teams weiterhin frisch und ideenreich. Der SV ging durch ein Tor von Oliver Wessel in Führung, allerdings konnte der TV kurze Zeit später durch Dominik Niemeyer ebenfalls punkten. Dieses Wechselspiel von Führung und Ausgleich zog sich bis zur 54. Spielminute hin, als Dominik Niemeyer mit seinem zwölften Treffer den TV 87 endgültig in Führung brachte. Mit zwei Siebenmetern konnte der überragende SV-Spieler Goran Krka seine Mannschaft nochmals mit 26:25 an den TV 87 heranbringen, allerdings sorgte ein treffsicherer Sebastian Froböse mit seinem siebten Treffer in der letzten Minute für den 27:25 Sieg der Stadtoldendorfer.

„Beide Mannschaften haben ein kämpferisches Spiel geboten, dass trotz vieler Unterbrechungen fair war", urteilte Jürgen Kloth. „Trotzdem haben es beide nicht verdient, so zu leiden". „Wir haben weiterhin viel Arbeit vor uns", bestätigte auch Michael Hensel nach dem Spiel. „Wenn wir in der Deckung gut stehen, die wichtigen Bälle halten und uns auf die gegnerischen Mannschaften einstellen, können wir alle schlagen", grinste er. Jürgen Kloth ließ sich sogar zu einer Spekulation über den Aufstieg der Stadtoldendorfer in die Regionalliga hinreißen. „Ein Heimsieg gibt Selbstvertrauen, gerade wenn es das erste Heimspiel der Saison ist", wusste Hensel. Vor allem mit der Arbeit von Sebastian Froböse und Torwart Markus Bartsch zeigte er sich sehr zufrieden.
Einen kleinen Wermutstropfen für die Stadtoldendorfer gab es dennoch nach dem Spiel. Volker Gnioth, Manager des TV, nutzte die Pressekonferenz, um den langjährigen TV-Torhüter Jan-Carlos Hufnagel zu verabschieden, der berufsbedingt nach Münster geht. Mit einem Mannschaftsfoto und von allen Spielern signiertem Handball dankte er ihm für seine Leistung und sein Engagement.

TV 87 Stadtoldendorf: Martin Nolte, Tobias König, Sebastian Stenzel, Florian Backhaus (1), Dominik Niemeyer (l 3), Sebastian Froböse (7), Magnus Wegener (2), Tobias Mieleke, Ingmar Rusch, Timo Heiligenstadt, Tobias Walter (4), Florian Glombik, Markus Bartsch.

Quelle: TAH vom 20.09.05 (jus), Fotos: Fabian Bönisch

TV 87 verliert gegen TSV Burgdorf mit 27:43 (31.08.05)

Sie haben hart gekämpft, und trotzdem verloren. Zu gut koordiniert war das Spiel der Gegner, zu treffsicher die vielen kräftigen Torwürfe. Beim Handball-Freundschaftsspiel zwischen dem Oberligist TV Stadtoldendorf und den Zweitligisten TSV Burgdorf war von Anfang an klar, dass es keine Punkte zu verschenken gab.
Trotzdem musste niemand beim TV Stadtoldendorf den Kopf hängen lassen. „Gerade in der ersten Halbzeit haben wir uns sehr gut verkauft. Ich bin zufrieden", resümierte TV-Trainer Michael Hensel. Das Spiel begann mit einem sehr hohen Tempo, das bis zum Ende kaum an Spontaneität und Kraft einbüßte. Bereits in der ersten Minute gelang Florian Glombik der erste Treffer, der gleichzeitig die einzige Führungsminute für den TV Stadtoldendorf in der gesamten Spielzeit bedeutete. Mit schnellen und präzisen Pässen konterte der TSV Burgdorf, erhöhte in der 14. Minute bis auf 7:2. Allerdings gelang es dem TV 87 mit einem alles überragenden Dominik Niemeyer in der 17. Minute den Ausgleich zum 8:8 zu erzielen. Die Mannschaft von Michael Hensel zeigte sich frisch und einfallsreich, allerdings konnten einige gute Chancen nicht verwertet werden. Nach dem 10:10 durch Tobias Walter verloren die Stadtoldendorfer den Anschluss, konnten aber verhindern, dass der Gegner mit mehr als vier Toren davon zog. Zum Halbzeitstand von 15:19 hatte Dominik Niemeyer bereits mit acht Toren beigetragen.

Nach der Pause erlebte das Spiel eine deutlich Wendung zu Gunsten der Gäste aus Burgdorf. Tomek Tluczynski und Michael Schwörke, die beiden wichtigsten Torjäger des TSV Burgdorf, brachten ihre Mannschaft zusammen mit Haidmar Felixson mit 23:15 in Führung. Zwar konnte auch der TV 87 noch das ein ums andere Mal punkten, doch an einen Ausgleich oder gar den Sieg war nicht mehr zu denken. Mit nochmals sechs Treffern erzielte Dominik Niemeyer über die Hälfte aller Tore für seine Mannschaft, so dass es am Ende 27:43 für den TSV Burgdorf stand.

„Burgdorf spielt eben im wahrsten Sinne des Wortes zwei Klassen besser", scherzte Volker Gnioth, Manager des TV 87, nach dem Abpfiff. „Sie sind immer einen Schritt voraus. Man merkt, dass das Team öfter trainiert als wir." Trotzdem sei das Spie! eine wichtige Erfahrung für die Stadtoldendorfer Spieler gewesen, so Gnioth. „Man muss eben auch bedenken, dass unsere Mannschaft in dieser Saison völlig neu zusammengewürfelt wurde", erläuterte Michael Hensel die Situation. „Aber wir haben gezeigt, was wir können. Es sind echte Fortschritte im Spiel zu erkennen", lobte er seine Mannschaft. Schließlich seien die Burgdorfer eine echte Ausnahmemannschaft, gegen die eine Niederlage nicht schmerze. Mit den ersten 30 Minuten sei er sehr zufrieden, in der zweiten Halbzeit habe das Team vorn seine Linie verloren und unkonzentrierter gespielt, so Hensels Eindrücke.
Mit sechs Verwarnungen und je einer Strafzeit auf beiden Seiten erlebten die rund 200 Zuschauer ein faires und torreiches Handball-Spektakel, das der Stadtoldendorfer Hallensprecher mit den Worten kommentierte: „Ihr könnt endlich aufhören Tore zu werfen. Die Anzeigetafel reicht nur bis 40!"

TV Stadtoldendorf:
Markus Bartsch, Martin Nolte, Florian Backhaus (2), Timo Heiligenstadt (3), Florian Glombik (1), Sebastian Froböse (2), Tobias Mieleke (1), Marcel Jastram, Sebastian Stenzel, Tobias König, Tobias Walter (4), Jan-Christoph Ahlers und Dominik Niemeyer (14).

TSV Burgdorf:
Jörg-Uwe Lütt, Rene Henne, Christopher Nordmeyer (7), Haidmar Felixson (5), Robertas Pauzuolis (1), Michael Schwörke (9), Robin Kothe (4), Stefan Schmidt (4), Tomek Tluczynski (7), Maczek Tluczynski (3), Daniel Deutsch (1).

Quelle: TAH/jus (30.08.2005) - Fotos: Fabian Bönisch

Spielplan für die Oberligasaison 2005/2006
 

Spieltag Zeit Heim - Gast
10.09.2005 17:00 HF Springe - TV 87 Stadtoldendorf
18.09.2005 17:00 TV 87 Stadtoldendorf - SV Alfeld
24.09.2005 18:30 MTV Obernkirchen - TV 87 Stadtoldendorf
09.10.2005 17:00 TV 87 Stadtoldendorf - MTV Großenheidorn
15.10.2005 16:30 TC Schoningen - TV 87 Stadtoldendorf
23.10.2005 17:00 TV 87 Stadtoldendorf - TSV Barsinghausen
29.10.2005 19:30 MTV Eintracht Celle - TV 87 Stadtoldendorf
05.11.2005 16:30 MTV Rosdorf - TV 87 Stadtoldendorf
20.11.2005 17:00 TV 87 Stadtoldendorf - TSG Emmerthal
27.11.2005 17:00 SG Hohnhorst/Haste - TV 87 Stadtoldendorf
04.12.2005 17:00 TV 87 Stadtoldendorf - MTV Vorsfelde
10.12.2005 19:15 MTV Eyendorf - TV 87 Stadtoldendorf
18.12.2005 17:00 TV 87 Stadtoldendorf - TuS Bergen
15.01.2006 17:00 TV 87 Stadtoldendorf - HF Springe
22.01.2006 17:00 SV Alfeld - TV 87 Stadtoldendorf
29.01.2006 17:00 TV 87 Stadtoldendorf - MTV Obernkirchen
11.02.2006 19:00 MTV Großenheidorn - TV 87 Stadtoldendorf
19.02.2006 17:00 TV 87 Stadtoldendorf - TC Schoningen
26.02.2006 17:00 TSV Barsinghausen - TV 87 Stadtoldendorf
04.03.2006 17:00 HF Springe - MTV Vorsfelde
12.03.2006 17:00 TV 87 Stadtoldendorf - MTV Eintracht Celle
19.03.2006 17:00 TV 87 Stadtoldendorf - MTV Rosdorf
26.03.2006 17:00 TSG Emmerthal - TV 87 Stadtoldendorf
02.04.2006 17:00 TV 87 Stadtoldendorf - SG Hohnhorst/Haste
29.04.2006 17:30 MTV Vorsfelde - TV 87 Stadtoldendorf
06.05.2006 19:00 TV 87 Stadtoldendorf - MTV Eyendorf
13.05.2006 19:00 TuS Bergen - TV 87 Stadtoldendorf

(Angaben ohne Gewähr)

Abgänge nach der Saison 2004/2005

Kai Stiebenz (MTV Holzminden)
Christian Kühne (MTV Seesen)
Sascha Krannich (TSG Emmerthal)
Marc Rettig (HSG Nörten-Angerstein)
Sascha Hille (TUS Himmelsthür)
Sirko Macke (2. Mannschaft)
Jan Carlos Hufnagel (berufsbedingt)
Philip Hix (berufsbedingt)
Kestas Zalandauskas (Ziel unbekannt)

Hensel probiert und wechselt und erlangt wichtige Erkenntnisse (12.07.2005)

Der erste Auftritt in der neuen Saison ist geglückt: Zum Trainingsspiel gegen die HSG Northeim hatten die Handball-Oberligisten aus Stadtoldendorf geladen, und über 200 Zuschauer waren gekommen, um die neu formierte Mannschaft zu bewundern. Am Ende stand ein mühsamer 21:18-Sieg, ein Erfolg, dem man nicht zu viel Beachtung schenken sollte.

Das große Aufgebot in der Halle war Hensel eigentlich gar nicht recht. „Wir sind noch in der Erprobung und haben nichts zu bieten“, stapelte der Coach vor dem Spiel tief. Zudem fehlten ihm mit Kestas Zalandauskas, Tobias Walter, Magnus Wegener und Ingmar Rusch wichtige Spieler aus allen Mannschaftsteilen. Zalandauskas war erst am Spieltag von einem mehrtägigen Trainerlehrgang zurückgekehrt. Er konnte auf Grund von Schichtarbeit zudem noch keine Trainingseinheit absolvieren. Tobias Walter hat einen Bluterguss im Fuß und wurde vorsorglich geschont, während Ingmar Rusch aus studienbedingten Gründen fehlte. Daher musste Hensel mit zwei Torhütern auskommen.
Gerade 45 Sekunden waren gespielt, als Sebastian Froböse den Torreigen eröffnete und den TV zum ersten Mal in der neuen Saison in Front brachte. Auf der Gegenseite konnte Martin Nolte einen Siebenmeter halten. Der junge Nachwuchstorhüter zeichnete sich mehrmals durch tolle Paraden aus und bewies, dass er zurecht das Dress des Oberligisten trägt. Auf dem Feld lief es hingegen noch nicht so rund. Zwar zeigte der TV in der Abwehr eine gute Leistung, ging aggressiv zu Werke und konnte durchaus schon überzeugen, im Angriff klappte vieles aber noch nicht. Immer wieder kam es zu Fehlpässen auf Grund von Abstimmungsproblemen. So verlor der TV Mitte der zweiten Halbzeit komplett den Faden und musste zwischenzeitlich einen 11:12- Rückstand hinnehmen, den Tobias Mieleke aber mit einem Doppelschlag binnen weniger Sekunden wieder zu einer Führung umdrehte. Dass die HSG ständig Anschluss halten konnte, war Oliver Kirch zu verdanken, der, selbst kurzzeitig beim TV im Gespräch, fünf Treffer in der ersten halben Stunde erzielte.

Nach dem Seitenwechsel, der eigentlich keiner war, denn beide Mannschaften spielten weiter auf das Tor der ersten Halbzeit, setzte Hensel sein munteres Testen und Durchwechseln fort. Erste Maßnahme: Torwart Markus Bartsch durfte zwischen die Pfosten, und was er bot, war die One-Man-Show am Sonntagabend. Mit 16 gehaltenen Bällen war er der große Halt im Stadtoldendorfer Kasten. „Es freut mich für ihn, dass er so einen Einstand hatte“, so Hensel nach Spielschluss. Nun lief auch das Spiel des TV etwas runder. Schöne Spielzüge und gelungene Kombinationen blitzten auf, zeigten, welches Potenzial in dem Team der Homburgstädter steckt. Das ließ auch Dominik Niemeyer aufblitzen, der zwar noch Eingewöhnungsprobleme hat, zweimal aber den Ball an die Querlatte hämmerte, dass es nur so krachte.
Das engagierte Auftreten der Homburgstädter in der Abwehr trug in der 52. Minute das erste mal „Früchte“, als Tobias König mit Rot das Feld verlassen musste. Ihm folgte eine Minute vor Schluss Sebastian Froböse. Weitere Glanzpunkte setzten die ehemaligen A-Jugendlichen Jan Ahlers, der drei Treffer erzielte, und Sebastian Stenzel, der mit seinem einzigen Tor eine sechsminütige Flaute des TV beendete.

Und am Ende war auch Hensel nicht ganz unzufrieden: „Der Ball läuft noch nicht rund. Heute war noch viel Stückwerk zu sehen. In der Abwehr haben wir ganz ordentlich gespielt, da bin ich zufrieden. Aber ich habe heute auch viel getestet und ausprobiert. Nun werden wir verstärkt im physischen Bereich arbeiten“.
Sein Werk abgeschlossen hat auch TV-Manager Volker Gnioth noch nicht. Er ist nach wie vor auf der Suche nach einem Linkshänder für den rechten Rückraum. „Wir führen konkrete Gespräche. Ich hoffe, dass wir bald zu einem Ende kommen“, ließ Gnioth am Rande des Spiels durchblicken.
TV Stadtoldendorf: Markus Bartsch, Martin Nolte - Sebastian Stenzel (1), Marcel Jastram (1), Florian Glombik (2), Tobias König, Jan Ahlers (3), Timo Heiligenstadt (5), Sebastian Froböse (1), Tobias Mieleke (2), Dominik Niemeyer (3), Florian Backhaus (3).

Quelle: TAH/ue

Homburgstädter sind nun gerüstet (07.07.2005)

Neun Neuzugänge verzeichneten die Handballherren des TV Stadtoldendorf für die kommende Saison. Einer der fünf externen Zugänge und ein ganz wichtiger - die vier anderen Spieler rücken aus der eigenen A-Jugend nach - ist Markus Bartsch. Der 27-jährige Krankenpfleger, der in Hildesheim arbeitet, kommt gebürtig aus Dingelbe. Bis zum letzten Jahr hat er noch das Tor des TuS GW Himmelsthür in der Verbandsliga gehütet und als Tabellenzweiter nur um einen Punkt den Aufstieg in die Oberliga verpasst.

Angefangen mit dem Handball hat Markus Bartsch in der Jugend des SG Garmissen-Dingelbe. Während dieser Zeit machte er durch überragende Leistungen auf sich aufmerksam. Dies führte dazu, dass er zum niedersächsischen Aus-wahlspieler berufen wurde. Über die erste Herrenmann-schaft der SG Garmissen-Dingelbe, die in der Bezirksliga spielte, kam er zum TuS Himmelsthür. Hier spielte er erfolgreich in der Verbandsliga und Oberliga.

Durch persönliche Kontakte zum Management des TV Stadtoldendorf kam er in die Homburgstadt. „Es ist für mich eine Herausforderung, noch einmal in der Oberliga zu spielen“, gab Markus Bartsch als einen Beweggrund zum Wechsel an.

Volker Gnioth, Manager des TV Stadtoldendorf, über den Neuzugang: „Wir sind froh, dass wir zu den beiden guten Torhütern, die wir haben, einen Oberliga erfahrenen Mann bekommen. Wir haben auf die ganze Saison gesehen mit 15 Vorbereitungs-, 26 Punktspie-len und der Pokalrunde ein Mammutprogramm. Dafür benötigen wir drei ausgezeichnete Torleute, denn niemand ist vor Verletzungen sicher.“ Sein Können kann Markus Bartsch den Fans schon am kommenden Sonntag beweisen, wenn die Oberligaherren im ersten Vorbereitungsspiel gegen die HSG Northeim antritt.

Quelle: TAH/dw

Lockerer Aufgalopp vor mehr als 50 Zaungästen (04.07.05)

Noch sind es rund zehn Wochen, bis es für die Oberliga-Handballer des TV Stadtoldendorf wieder ernst wird und der Saisonstart bevorsteht. Doch Michael Hensel, Trainer des TV, hat inoffiziell mit der Saisonvorbereitung begonnen. Seit Anfang der Woche steht leichtes Lauftraining auf dem Plan. Am Donnerstag trat seine Truppe zum ersten lockeren Testspiel gegen den Bezirksoberligisten MTV Rohrsen an. Ein Grund zur Freude hatte nebenbei auch TV-Manager Volker Gnioth. Bis auf Neu-Torwart Markus Bartsch und Kestas Zalandauskas (dienstlich verhindert) sowie den Langzeitverletzten Jens Klingemann fand sich der komplette Kader in der Halle am Rumbruchsweg ein. Und das waren noch nicht alle: Obwohl das Spiel nicht angekündigt wurde, waren über 50 Zuschauer in der Halle, die das Treiben verfolgten.

Zwar gewann der TV Stadtoldendorf gegen den MTV Rohrsen locker 38:18, doch war das erstmal nicht so wichtig. Vielmehr ging es Hensel darum, dass seine Truppe nach der Sommerpause mal wieder einen Ball in die Hand nimmt, ein wenig Spielpraxis sammelt und sich kennen lernt. Denn auch TV-Manager Volker Gnioth war seit dem Ende der Oberliga-Saison nicht untätig. Mit Dominik Niemeyer, Florian Backhaus und Timo Heiligenstadt hat er drei ehemalige Regionalliga-Spieler verpflichtet, die Neuzugänge Magnus Wegener und Markus Bartsch kommen aus der Verbandsliga, und weiterhin werden mit Tobias König, Martin Nolte, Jan Ahlers und Sebastian Stenzel vier A-Jugendliche Anlauf nehmen, um den Sprung in die erste Herrenmannschaft zu schaffen. So gestaltete sich der Aufgalopp in die Saison zu einem lockeren Spielchen. Florian Backhaus trug noch die Hose seines früheren Vereins, VfL Hameln, und die gleiche Rückennummer wie Sebastian Froböse (11), Timo Heiligenstadt, Linkshänder und zuvor im Dienste von TV Jahn Duderstadt, und Tobias Mieleke spielten beide mit der Rückennummer 15 und Dominik Niemeyer, ebenfalls aus Hameln gekommen, und Dennis Brünig werden sich einigen müssen, wem die Nummer 10 gebührt, während Marcel Jastram gänzlich ohne Nummer spielte. Gleichzeitig hatten die TV-Handballer Gelegenheit, sich mit den neuen Regeln vertraut zu machen. Ab der kommenden Spielzeit wird beispielsweise die Zeit während eines Siebenmeters nicht mehr gestoppt, und die Spieler müssen beim Anwurf nach einem Tor stehen. Neu ist auch: Die Seitenwahl nimmt in Zukunft nicht mehr der Mannschaftskapitän vor. Diese Aufgabe fällt dem Mannschaftsoffiziellen (darf kein Spieler sein!) im Vorfeld des Spiels zu. Michael Hensel zeigte sich am Ende zufrieden mit dem ersten Test. Für ihn ist der frühe Vorbereitungsbeginn notwendig, da er fünf neue Spieler in das Team integrieren muss. Zurzeit stehen ihm 16 bis 18 Spieler zur Verfügung. Bis zum Saisonstart werden 14 Spieler für die kommende Spielzeit nominiert. „Es werden aber alle weiter zusammen trainieren. Jeder Spieler hat eine reelle Chance, sich in den Kader zu spielen. Wir fangen alle bei null an“, betonte der Coach. Und auch seinen A-Jugendlichen machte er Mut: „Sie haben eine reelle Chance sich zu etablieren“.
Zum ersten Mal ernst wird es für die TV-Handballer am Sonntag, 10. Juli. Um 17 Uhr stellen sich die Homburgstädter offiziell ihren Anhängern vor und bestreiten ein Testspiel gegen den Verbandsligisten HSG Northeim.

Quelle: TAH/ue

Wunschkandidat Dominik Niemeyer kommt (14.06.05)

Die Handball-Oberligisten des TV Stadtoldendorf haben ihren Wunschkandidaten für den Rückraum nach langen Verhandlungen an Bord. Seine Zusage für die neue Saison hatte Dominik Niemeyer bereits vor einigen Wochen gegeben, gestern lenkte auch das Management der SG Hameln ein und entließ den 23-Jährigen aus seinem Vertrag.

„Er stand bereits seit November vergangenen Jahres auf unserer Wunschliste ganz oben“, so der TV-Manager. Immer wieder habe er seitdem mit Niemeyer und auch dem Management in Kontakt gestanden. Der zunächst normale Wechsel in einen anderen Verein gestaltete sich allerdings schwieriger als vorher erwartet.
Durch seine steil ansteigende Formkurve empfahl sich Niemeyer bei der SG mit Nachdruck für die kommende Saison. Allein 97 Toren verbuchte er in der Rückrunde. Gemessen an seiner Spielzeit, gehört er damit zu den erfolgreichsten Rückraumschützen der Regionalliga Nord. Niemeyer hatte den verletzungsbedingten Ausfall von Hajo Wulff und Christian Raddatz genutzt, um sich aus der zweiten Reihe in den Vordergrund zu spielen. Grund genug für Hamelns Manager Ralph Krone, ihn nicht vorzeitig aus seinem bis 30. Juni 2006 laufenden Vertrag freizugeben. „Es fehlte mir dennoch die Perspektive“, sagt der 1,90-Meter große Hamelner, denn an einem ehemaligen Bundesliga-Profi Hajo Wulff, sei es eben schwer vorbei zu kommen. Trotz seiner Verletzung sicherte sich Wulff am Ende übrigens mit 241 Toren den Spitzenplatz in der Torschützenliste der Regionalliga Nord. Seinen Wechsel nach Stadtoldendorf sieht Niemeyer nicht als sportlichen Rückschritt. „Ich möchte jetzt natürlich möglichst viel spielen“, sagt er, eine Herausforderung sei es, der Mannschaft zu helfen, vielleicht mittelfristig ganz oben mitzuspielen.
Ohne ein konkretes Saisonziel zu nennen, denkt der 23-Jährige also schon an die Rückkehr in die Regionalliga. Die hätte der bald ausgelernte Industriekaufmann natürlich sofort haben können. Zur Rückrunde wurde er von einigen Regionalliga-Vereinen umworben. Aus beruflichen und privaten Gründen sollte es aber der TV Stadtoldendorf werden. Neben dem Ziel, weit oben in der Oberliga dabei zu sein, soll die Fachhochschulreife her.
TV-Manager Volker Gnioth freut es. „Er wird uns auf der halblinken Rückraumposition deutlich nach vorne bringen“, ist er sich sicher. Einen ersten Eindruck vom jüngsten Neuzugang der TVer können sich die Fans bereits am Sonntag, 14. August, machen. Um 17 Uhr wird die SG Hameln mit ihrem neu formierten Kader zum „Ablösespiel“ in der Rumbruchshölle zu Gast sein. Dominik Niemeyer startete seine Handball-Karriere im Alter von fünf Jahren beim TC Hameln. Schnell wechselte er zum VfL Hameln und durchlief dort alle Jugendklassen. Mit den B- und A-Jugend-Teams des Vereins spielte er in der Oberliga und wurde mehrfach Niedersachsenmeister. Die Berufung in die Niedersachsenauswahl ließ nicht lange auf sich warten. Im Jahr 2000 wechselte er aus der Jugend in die Oberliga-Mannschaft der SG Hameln und trainierte bereits regelmäßig mit dem Bundesliga-Team aus der Rattenfängerstadt. Nach dem Abstieg aus der ersten Bundesliga und dem Rückzug in die Regionalliga gehörte er zur Stammformation der Hamelner.

Quelle: TAH/ste

Homburgstädter rüsten weiter auf (25.05.2005)

Die Handball-Oberligisten des TV Stadtoldendorf rüsten vor der neuen Spielzeit weiter gezielt auf. Nachdem mit Magnus Wegner (Rückraum) und Florian Backhaus (Kreis) bereits zwei neue Gesichter vorgestellt wurden, gaben die TV-Verantwortlichen jetzt eine dritte Neuverpflichtung bekannt: Rückraumspieler Timo Heiligenstadt vom Regionalligisten Jahn Duderstadt wird in der kommenden Saison für die Homburgstädter auf Torejagd gehen.

Der 24-Jährige lernte das Handballspielen in seiner Heimatstadt Northeim. Bei der HSG durchlief er alle Jugendklassen und spielte dort als B- und A-Jugendlicher bereits in der Oberliga. Neben der mehrfachen Berufung in die Niedersachsenauswahl gehört der Gewinn der Niedersachsenmeisterschaft im Jahr 1998 sicher zu den ersten sportlichen Höhepunkten seiner handballerischen Laufbahn. Direkt aus der Jugend führte ihn der Weg für zwei Jahre zu den Oberligisten SV Alfeld. Im Anschluss machte er Station beim MTV Rosdorf (Oberliga), bevor ihn die Regionalligisten aus Duderstadt lockten (2003). Dort war der 1,88-Meter große Rückraumschütze zuletzt nicht mehr zufrieden. Immer öfter setzte ihn der inzwischen zurückgetretene Coach Sigurd Jäschke nur in der Abwehr ein. Eine langfristige Zusammenarbeit mit dem neuen Spielertrainer Zdenek Vanek schien sich nicht anzudeuten. Bereits zum Ende der Saison kursierten Wechselgerüchte. Der ehemalige tschechische Nationalspieler Vanek wurde vom Zweitligisten THSV Eisenach umworben. Unbeachtet dessen empfahl sich Timo Heiligenstadt zum Saisonende noch einmal mit sieben Treffern gegen die SG Hamburg-Wilhelmsburg und stand wohl auch weiterhin auf der Wunschliste der Duderstädter. Am Ende war es für den Kfz-Mechaniker neben der sportlichen auch die berufliche Perspektive, aus der sich der Wechsel ergab. „Ich möchte so viel wie möglich spielen und so weit wie möglich oben mitspielen“, so Heiligenstadts Zielsetzung für die neue Saison. Nach bereits mehreren Trainingseinheiten mit seinen neuen Mannschaftskameraden denkt er dabei an einen Platz unter den ersten drei Teams der Liga. TV-Manager Volker Gnioth ist natürlich glücklich über den gelungen Wechsel: „Er kann auf allen Rückraumpositionen spielen und wird uns natürlich verstärken.“ Durch Magnus Wegener und Timo Heiligenstadt sieht Gnioth zwei von drei Rückraumpositionen nun besetzt, macht aber kein Geheimnis daraus, dass er mit weiteren Spielern im Gespräch ist. Der Hamelner Dominik Niemeyer steht weiter ganz oben auf der Wunschliste der Homburgstädter (der TAH berichtete). „Seine Zusage steht“, betont Gnioth noch einmal, weiterhin warte man aber auf eine Freigabe aus Hameln. Das Problem: Der 23-Jährige steht bei der SG noch bis Ende Juni 2006 unter Vertrag. „Ich hoffe, dass sich jetzt bald etwas tut“, so Gnioth. Die TV-Fans werden sich bis zur neuen Saison wohl noch auf die eine oder andere Überraschung freuen dürfen. Denn, so Gnioth, Heiligenstadt sei einer von drei Spielern gewesen, mit denen er im Kontakt stand.

Quelle: TAH/ste

Florian Backhaus wechselt zum TV (04.05.2005)

Die Handball-Oberligisten des TV Stadtoldendorf basteln weiter an ihrem Kader für die kommende Saison. Zeitgleich mit einer Meldung der Regionalligisten von der SG Hameln, nach der SG-Coach Peter Eddelbüttel ohne seinen Kreisläufer Florian Backhaus plant, meldeten die TVer einen Neuzugang. Backhaus hat bereits Anfang der Woche seine Zusage bei den Homburgstädtern abgegeben. Ein weiterer Hamelner steht seit längerem ganz oben auf der Wunschliste der TVer: Rückraumspieler Dominik Niemeyer.

„Ich habe mich in Hameln nicht mehr wohlgefühlt“, so der 24-jährige Backhaus zu seinem Wechsel nach Stadtoldendorf. Die starke Konkurrenz am Kreis habe für alle Spieler weniger Spielzeit bedeutet. „Hier habe ich die Chance, vielleicht mehr zu spielen und mich so weiterzuentwickeln“, sagt er. Sein persönliches Ziel ist natürlich ein fester Platz in der künftigen Stammformation der Homburgstädter.
Florian Backhaus startete seine Handball-Karriere bei den Minis des TC Hameln, wechselte dann aber schnell zum VfL Hameln. Dort durchlief er alle Jugendklassen. Mit dem B- und späterem A-Jugend-Oberliga-Team des VfL wurde er insgesamt viermal Niedersachsenmeister. Als Niedersachsenauswahlspieler erhielt Backhaus zudem eine Einladung zum Lehrgang der Nationalmannschaft. Nach seiner Jugendzeit gehörte er bereits in der ersten Saison zum erweiterten Kader des Hamelner Bundesliga-Teams. Nach dessen sportlichem Rückzug wechselte er für ein Jahr zum Regionalligisten TV Jahn Duderstadt. Die vergangenen drei Jahre spielte er für die SG Hameln am Kreis.
„Ich sehe ihn als ideale Ergänzung am Kreis“, freut sich TV-Manager Volker Gnioth, der sich dort einen fairen Konkurrenzkampf mit Sebastian Froböse erhofft. „Ich denke, beide Spieler werden sich hervorragend ergänzen und sich möglicherweise noch einmal steigern“, so Gnioth weiter.
Kein Geheimnis macht Gnioth übrigens aus seinem Interesse an einem weiteren Spieler der SG. „Ich stehe seit Monaten in Kontakt mit Dominik Niemeyer“, verrät er. Der 23-jährige Youngster überzeugte zuletzt immer wieder im Rückraum der SG und ist absoluter Wunschkandidat der Homburgstädter. „Er würde unserem Rückraum die dringend benötigte Durchschlagskraft geben“, ist sich Gnioth sicher. Das Interesse hat übrigens inzwischen konkrete Formen angenommen. „Wir sind uns einig. Er möchte für uns spielen“, freut sich der TV-Manager. Weniger freut ihn, dass der 23-Jährige noch bis zum 30. Juni 2006 bei der SG unter Vertrag steht und Hamelns Manager Ralph Krone seinen Youngster nicht so einfach ziehen lassen möchte. „Ich hoffe, wir werden uns noch einig“, so Gnioth, „denn er möchte einfach nur bei uns Handball spielen.“

Quelle: TAH/ste

Wegener ist neu im Rückraum (26.04.2005)

Noch ein Pflichtspiel steht für die Handball-Oberligisten des TV Stadtoldendorf an. Während die aktuelle Saison damit so gut wie abgeschlossen ist, laufen im Hintergrund bereits die Vorbereitungen für die kommende Spielzeit. Natürlich wird auch eifrig am Kader gebastelt.

Eine erste Neuverpflichtung gaben die TV-Verantwortlichen jetzt bekannt. Magnus Wegener vom hessischen Landesligisten HSG Wesertal soll den TV-Rückraum in der kommenden Saison verstärken. Der 22-Jährige spielt seit seinem fünften Lebensjahr Handball. Seitdem ist er dem MTV Vernawahlshausen treu geblieben, der nach seinem Zusammenschluss mit drei Nachbarvereinen nun unter dem Namen HSG Wesertal firmiert. Zu den Höhepunkten Wegeners noch junger Handball-Karriere gehörte seine Berufung in die A-Jugend-Auswahl des Landes Hessen. Aus der Jugend wechselte er beim MTV direkt in das Oberliga-Team des Vereins. Nach einer erfolgreichen Saison 2002/2003 folgte im vergangenen Jahr der Abstieg in die Landesliga. Dort rangiert die HSG derzeit auf Rang drei. „Ich möchte mich persönlich weiterentwickeln“, sagt er vor dem ersten Vereinswechsel seiner Laufbahn. Als Ziel für die kommende Saison hat sich der 1,86-Meter große Rückraumschütze natürlich den Sprung in die Stammformation der Homburgstädter vorgenommen. Dort hofft er, genau wie bisher, auf seiner Position, Rückraum Mitte, spielen zu können. Auch die linke Außenbahn ist ihm allerdings nicht fremd. Magnus Wegener macht derzeit eine Ausbildung zum Physiotherapeuten in Bad Pyrmont und wohnt seit Beginn seiner Ausbildung in Bodenwerder. Schon jetzt freut er sich auf die kurzen Fahrten zum Training nach Stadtoldendorf. Dort hat er natürlich schon einige Male mittrainiert und kommt gut mit der Mannschaft zurecht.

Werbung

Schwaebisch-Hall

Sanitätshaus am Markt

Mikxx Mobil-Disko

Impressum | Site Map | Kontakt | © 2004-2007 TV87 Stadtoldendorf